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	<title>Michaeliten Wiki - Benutzerbeiträge [de-formal]</title>
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	<updated>2026-07-22T18:02:14Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=320</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T17:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles verderblich, es gibt auch seine rechten Wege.en würde. Genauer gesagt traten sie ursprünglich als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf, die es ohne Luzifer und Ahriman nicht geb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinen Geist zu verdichten und Materie zu erschaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt wurde innerhalb des ganzen geistigen Kosmos die Enklave geschaffen, die einzig den Raum für Freiheit ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So geht es gar nicht Mal darum, aus Ahriman irgendwie einen Nutzen zu gewinnen (nach dem Motto: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Die Dinge liegen weitaus tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und natürlich erscheinen ihm die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm gerade so, als könne er selbst besser über diese Seelen verfügen, dass er ihnen mehr zu bieten hat, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch das hat die geistige Welt wiederum &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt hat sie es zunächst nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt zur Errichtung dieser Matrix&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr von einem unmittelbaren Auftrag sprechen), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Fänger menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erringen, wenn sie zum einen ihre Entwicklung durchlaufen, und auch ihre Versuchung überwinden. Für das eine wie das andere ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir wissen, kann der Entwicklungsweg gegangen werden, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in seligen, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bett&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Tief unter dicken Wattedecken?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Törtchen und Kuchen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mag er gar nichts essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie auch so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb brauchte es zunächst den Geist, der an die Menschheit herantrat, um sie aus dem Bett zu reißen. Und anstelle der Kuchen und Törtchen war die Menschheit war die Menschheit nun genötigt sich zu bemühen, um wenigstens ein Stück Brot zu erhaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend tritt dann jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene verlorenen Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie einst hatte, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch nun in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman Geister, die einander entgegengesetzt sind, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unabdingbar&#039;&#039;&#039;, in dessen verschiedenen Stadien jeder seine besondere Mission erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann der Mensch, der nicht versucht wurde, nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein unentwickelter Mensch kann kein freier Mensch sein – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat. Dessen Kräfte sich also noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass &#039;&#039;&#039;nicht die Rede sein kann von einem kraftvollen Widerstand von Seiten der Widersacher&#039;&#039;&#039;. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem gehässigen Erwachsenen. Etwa wie die Kinder vor König Herodes waren, als er befahl, sie zu töten .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb kann es sich nicht um einen kraftvollen Widerstand handeln. Es geht um einen ausgesprochen &#039;&#039;feinen, technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;G&#039;&#039;eführt&#039;&#039;er Konflikt&#039;&#039;&#039; gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen des Managements. Gerade hier zeigen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, dann werden sie tatsächlich zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des &#039;&#039;Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Menschheitsrepräsentanten, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten.&#039;&#039;&#039; Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Holzskzlpturengruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Мichaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden &#039;&#039;&#039;wir von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man &#039;&#039;&#039;den geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen &#039;&#039;&#039;die Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Schritt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir&#039;&#039;&#039; im fünften Punkt &#039;&#039;&#039;unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte.&#039;&#039;&#039; Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten:&#039;&#039;&#039; warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hierbei Gutes sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war.&#039;&#039;&#039; Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen,&#039;&#039;&#039; die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Verbindung_der_letzten_Ansprache_von_Rudolf_Steiner_mit_der_Weihnachtstagung:_9_Monate_und_die_Er%C3%B6ffnung_der_Zweiten_Klasse&amp;diff=319</id>
		<title>Verbindung der letzten Ansprache von Rudolf Steiner mit der Weihnachtstagung: 9 Monate und die Eröffnung der Zweiten Klasse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Verbindung_der_letzten_Ansprache_von_Rudolf_Steiner_mit_der_Weihnachtstagung:_9_Monate_und_die_Er%C3%B6ffnung_der_Zweiten_Klasse&amp;diff=319"/>
		<updated>2026-07-19T17:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Verbindung der letzten Ansprache von Rudolf Steiner mit der Weihnachtstagung: 9 Monate und die Eröffnung der Zweiten Klasse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Text Nr. 2&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 27.09.2024&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ausgabe vom 24.10.2024&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus privaten Gesprächen mit Rudolf Steiner ist bekannt, dass im September die zweite Klasse eröffnet werden sollte. Und es ist sehr naheliegend, dass damit der Grundstein für den Kreis 4x12 gelegt worden wäre. In diesem Sinne wäre der ideale Verlauf der Ereignisse: 9 Monate nach der Weihnachtstagung – im September 1924 – sollte vielleicht gerade zu Michaelis 1924 die Eröffnung der zweiten Klasse und damit die Gründung dieses Kreises von 48 stattfinden. Aber das wurde aus verständlichen Gründen nicht getan: weil der Impuls der Weihnachtstagung zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend verloren gegangen war. Und weil auch die erste Klasse nicht so aufgenommen wurde, wie es hätte sein sollen, konnte Rudolf Steiner nicht mehr öffentlich auftreten, da er die riesige Last der unerwachten Anthroposophen trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum kann jetzt – hundert Jahre später – dennoch die Frage nach der Gründung des Kreises 48 gestellt werden? – Die zweite Klasse wurde im Kreis 12 schon vor langer Zeit eröffnet. Und die dritte Klasse ist auch schon lange eröffnet und entwickelt sich weiter. Deshalb können wir jetzt in diesen besonderen kosmischen Zyklus von neun Monaten eintreten (offenbar nicht zufällig sind auch neun Monate mit der Reifung des menschlichen Wesens in seiner vorgeburtlichen Entwicklung verbunden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was vor hundert Jahren als Grundstein auf der Weihnachtstagung gelegt wurde, wurde zum Keim für etwas sehr Bedeutendes; es fand eine heilige Empfängnis statt, und gerade zu Michaelis sollte seine Geburt stattfinden. Geburt von was? – Genau dieses Kreises 48 oder, was dasselbe ist, der zweiten und dritten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welchen Impuls greifen wir jetzt auf? Einen Impuls, der im kosmischen Rhythmus dieser neun Monate des Wartens geboren wird, eigentlich von wem? Wer sollte geboren werden? Wie kann man den Kreis 48 oder die zweite-dritte Klasse verstehen? – Nicht anders als die Geburt des Neuen Adam! Denn genau das wären die Mitglieder des Kreises 48 – Vertreter der Menschheit der Zukunft, da in Zukunft die gesamte Menschheit so werden würde, wie die ersten 48 Michaeliten werden sollten. Das ist, was zu Michaelis 1924 geboren werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn alles nach Plan gelaufen wäre, wäre dies nicht die letzte Ansprache gewesen. Es wäre nicht unter solchen tragischen Umständen geschehen, dass Rudolf Steiner mit letzter Kraft, buchstäblich keuchend, buchstäblich fallend, das Bewusstsein verlierend, die letzte Ansprache hielt. Dann wäre die letzte Ansprache nicht die letzte gewesen und wäre nicht unvollendet geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber selbst dann, als in der letzten Ansprache ein solcher Aufruf offen ausgesprochen wurde, reagierte niemand darauf. Deshalb war es auch nicht möglich, ihre Fortsetzung auszusprechen, in der die bedeutendsten Geheimnisse enthüllt worden wären, auf die im ersten Teil der letzten Ansprache nur hingedeutet wird. Denn wenn jemand reagiert hätte, dann wäre Rudolf Steiner nicht von der unerträglichen Last des allgemeinen Karma der Anthroposophischen Gesellschaft erdrückt worden. Im Gegenteil, wenn jemand reagiert hätte, hätte das bedeutet, dass sich Michaeliten gefunden hätten, die ihre Schulter unter diese karmische Last stellen, und dann hätte Rudolf Steiner weiter handeln können. Und dann hätte er den zweiten Teil dieser Ansprache gehalten – die dann keineswegs die letzte gewesen wäre. Es wäre nicht die letzte Ansprache genannt worden. So wurde sie tatsächlich die letzte. Er hätte die Möglichkeit gehabt, seine Tätigkeit als Leiter der Anthroposophischen Gesellschaft fortzusetzen und mit der Ausformung - aus der geistigen Welt - von der zweiten Klasse und später auch der dritten Klasse ein Anfang zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Verbindung_der_letzten_Ansprache_von_Rudolf_Steiner_mit_der_Weihnachtstagung:_9_Monate_und_die_Er%C3%B6ffnung_der_Zweiten_Klasse&amp;diff=318</id>
		<title>Verbindung der letzten Ansprache von Rudolf Steiner mit der Weihnachtstagung: 9 Monate und die Eröffnung der Zweiten Klasse</title>
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		<updated>2026-07-19T17:12:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Verbindung der letzten Ansprache von Rudolf Steiner mit der Weihnachtstagung: 9 Monate und die Eröffnung der Zweiten Klasse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Text Nr. 2&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Transkription der Audioaufnahme vom 27.09.2024&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ausgabe vom 24.10.2024 (&#039;&#039;&#039;Übersetzung aus dem Russischen&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus privaten Gesprächen mit Rudolf Steiner ist bekannt, dass im September die zweite Klasse eröffnet werden sollte. Und es ist sehr naheliegend, dass damit der Grundstein für den Kreis 4x12 gelegt worden wäre. In diesem Sinne wäre der ideale Verlauf der Ereignisse: 9 Monate nach der Weihnachtstagung – im September 1924 – sollte vielleicht gerade zu Michaelis 1924 die Eröffnung der zweiten Klasse und damit die Gründung dieses Kreises von 48 stattfinden. Aber das wurde aus verständlichen Gründen nicht getan: weil der Impuls der Weihnachtstagung zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend verloren gegangen war. Und weil auch die erste Klasse nicht so aufgenommen wurde, wie es hätte sein sollen, konnte Rudolf Steiner nicht mehr öffentlich auftreten, da er die riesige Last der unerwachten Anthroposophen trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum kann jetzt – hundert Jahre später – dennoch die Frage nach der Gründung des Kreises 48 gestellt werden? – Die zweite Klasse wurde im Kreis 12 schon vor langer Zeit eröffnet. Und die dritte Klasse ist auch schon lange eröffnet und entwickelt sich weiter. Deshalb können wir jetzt in diesen besonderen kosmischen Zyklus von neun Monaten eintreten (offenbar nicht zufällig sind auch neun Monate mit der Reifung des menschlichen Wesens in seiner vorgeburtlichen Entwicklung verbunden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was vor hundert Jahren als Grundstein auf der Weihnachtstagung gelegt wurde, wurde zum Keim für etwas sehr Bedeutendes; es fand eine heilige Empfängnis statt, und gerade zu Michaelis sollte seine Geburt stattfinden. Geburt von was? – Genau dieses Kreises 48 oder, was dasselbe ist, der zweiten und dritten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welchen Impuls greifen wir jetzt auf? Einen Impuls, der im kosmischen Rhythmus dieser neun Monate des Wartens geboren wird, eigentlich von wem? Wer sollte geboren werden? Wie kann man den Kreis 48 oder die zweite-dritte Klasse verstehen? – Nicht anders als die Geburt des Neuen Adam! Denn genau das wären die Mitglieder des Kreises 48 – Vertreter der Menschheit der Zukunft, da in Zukunft die gesamte Menschheit so werden würde, wie die ersten 48 Michaeliten werden sollten. Das ist, was zu Michaelis 1924 geboren werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn alles nach Plan gelaufen wäre, wäre dies nicht die letzte Ansprache gewesen. Es wäre nicht unter solchen tragischen Umständen geschehen, dass Rudolf Steiner mit letzter Kraft, buchstäblich keuchend, buchstäblich fallend, das Bewusstsein verlierend, die letzte Ansprache hielt. Dann wäre die letzte Ansprache nicht die letzte gewesen und wäre nicht unvollendet geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber selbst dann, als in der letzten Ansprache ein solcher Aufruf offen ausgesprochen wurde, reagierte niemand darauf. Deshalb war es auch nicht möglich, ihre Fortsetzung auszusprechen, in der die bedeutendsten Geheimnisse enthüllt worden wären, auf die im ersten Teil der letzten Ansprache nur hingedeutet wird. Denn wenn jemand reagiert hätte, dann wäre Rudolf Steiner nicht von der unerträglichen Last des allgemeinen Karma der Anthroposophischen Gesellschaft erdrückt worden. Im Gegenteil, wenn jemand reagiert hätte, hätte das bedeutet, dass sich Michaeliten gefunden hätten, die ihre Schulter unter diese karmische Last stellen, und dann hätte Rudolf Steiner weiter handeln können. Und dann hätte er den zweiten Teil dieser Ansprache gehalten – die dann keineswegs die letzte gewesen wäre. Es wäre nicht die letzte Ansprache genannt worden. So wurde sie tatsächlich die letzte. Er hätte die Möglichkeit gehabt, seine Tätigkeit als Leiter der Anthroposophischen Gesellschaft fortzusetzen und mit der Ausformung - aus der geistigen Welt - von der zweiten Klasse und später auch der dritten Klasse ein Anfang zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_Begr%C3%BCndung_der_Mysterien_des_Urheberrechts&amp;diff=317</id>
		<title>Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts</title>
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		<updated>2026-07-19T17:11:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 09.06.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Herausgeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com) &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom 03.07.2026 (&#039;&#039;&#039;Übersetzung aus dem Russischen&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;[[Datei:Margartia Woloshina Uriel.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Frucht unserer langjährigen gemeinsamen geistigen Arbeit, ist nun ein großes Bedürfnis entstanden, eine Fülle von Materialen zu veröffentlichen. Üblicherweise stellt sich dabei als zentrale Frage, die Frage &#039;&#039;&#039;des Urheberrechts&#039;&#039;&#039;. Doch für esoterische Texte – wie in alten Zeiten als auch in der rosenkreuzerischen Tradition – war es immer klar, dass Menschen durch ihre Arbeit lediglich dazu beitragen können, geistige Inhalte für die ganze Menschheit zugänglich zu machen; jedoch ist es absurd, dabei einen Anspruch auf Autorschaft, auf die Rolle eines Schöpfers geistiger Inhalte zu erheben zu wollen. Da die mentalen Gewohnheiten der ahrimanischen Welt in Bezug auf das Urheberrecht auch in der anthroposophischen Gemeinschaft Wurzeln geschlagen haben, sehen wir es als notwendig, unseren zukünftigen Veröffentlichungen auf dieser Website einen einleitenden Artikel voranzustellen, worin die Frage des Urheberrechts im Kontext &#039;&#039;der Neuen Mysterien&#039;&#039; betrachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den kosmischen Rhythmen des Jahreskreises nach befinden wir uns zurzeit an einem wichtigen Wendepunkt — dem Punkt der Sommersonnenwende. In den antiken Mysterien aller Zeiten und Völker war es eines der vier bedeutendsten Mysterienfeste. Genau genommen stellte es in den frühesten Traditionen gar das wichtigste Fest des Jahres dar. In den späteren Mysterien, besonders nach dem Mysterium von Golgatha, verlagerte sich der Fokus allmählich in Richtung der Weihnachtszeit, doch ursprünglich nahm gerade das Sommerfest den zentralen Platz ein — der Moment der vollen Vorherrschaft des Lichts über die Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau jetzt erleben wir diese wunderbare, herrliche Zeit. Wir befinden uns an dem Punkt des Jahreskreises, an dem die Sonne die Oberhand hält über der Nacht. Und diesen Moment darf man nicht versäumen, denn wenn man sich nicht erfüllt mit diesen lebensnotwendigen Sonnenkräften, wird es nachher an ihnen fehlen. In der Natur geschieht das ganz von selbst: Die Erde erfüllt sich mit der Kraft des Sommers, und auch wenn der Sommer vergeht, lebt seine Wärme im Verborgenen in ihr, durch die kalten, dunklen Zeiten des Jahres hindurch bis zum neuen Frühling. Im Grunde würde die Erde im Winter sterben müssen, wenn sie sich nicht mit diesem Licht und dieser Wärme versorgte. Alle Wesen, die in den winterlichen Schlaf fallen — die Pflanzen, die ganze Welt der Insekten, die Bären — sie leben in dieser Wärme, und so verhält sich die Erde als ein ganzheitlicher Naturorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen des Altertums, die eine tiefe und lebendige Verbindung zur Natur und natürlich zu den Mysterien hatten, waren ganz und gar in diese Jahresrhythmen eingetaucht. Für sie war das Jahr nicht die Abstraktion, die wir heute auf den Kalendern sehen: „Ja, das 2025-Jahr ist vorbei, das 2026-Jahr hat begonnen.“ Wer einen Abreißkalender hat, reißt nun das letzte Blatt ab; Die übrigen schauen einfach auf die Ziffern und konstatieren den Jahreswechsel. Im Grunde ist das eine rein ahrimanische Abstraktion, die des lebendigen Zeitgefühls beraubt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das antike Bewusstsein stand hinter dem Begriff des Jahres ursprünglich eine besondere Gottheit. Wesentlich steht hinter der Erscheinung des Jahres ein hohes geistiges Wesen aus der Hierarchie der Archai /1/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es kein Zufall, dass in den Ländern, in denen die zukünftige sechste Kulturepoche geboren wird, wo die Abstraktionen einst wieder überwunden werden, gerade in der russischen Sprache das Wort &#039;&#039;&#039;год&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;god&#039;&#039; — &amp;quot;Jahr&amp;quot;) identisch klingt wie das Wort &#039;&#039;&#039;God&#039;&#039;&#039; („Gott“). Im Deutschen wird Gott fast genauso geschrieben wie das englische &#039;&#039;God&#039;&#039;, aber ausgesprochen als [ɡɔt]. In der Weisheit der russischen Sprache ist dies offenbar, auch wenn kaum jemand diesem Beachtung schenkt: &#039;&#039;&#039;Год — это Бог.&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Der „god“ (Jahr) ist der „Gott“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Zeit gekommen, welche die Forderung bringt, dass diese Gottheit — der Gott des Jahres — nun wieder zu uns zurückkehren kann. Denn wenn die Menschheit nicht in die kosmischen Rhythmen des Jahreskreises zurückkehrt, wird sie nicht richtig in die geistige Welt eintreten können, um die Kultur der Neuen Mysterien aufzubauen. Diese Rhythmen sind von außerordentlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind auch andere Rhythmen nicht unwichtig — wie der Rhythmus des Tages. Doch dieser ist vor allem für die Produktivität unserer täglichen geistigen Tätigkeit bedeutsam. Wenn wir die Tagesrhythmen brechen, werden wir außer Kraft geraten und uns in den Händen widerstrebender Mächte finden. Wenn man jedoch ganz allgemein davon spricht, dass die menschliche Zivilisation mit dem Ende des Kali-Yuga in die geistige Welt zurückkehren muss — dann führt der Weg gerade über die Rückkehr eines Gottes zu den Menschen, wie demjenigen, der das Jahr verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns hinwenden zu diesem Gott, kann er uns wichtige Hinweise geben. Denn er kommt zu uns als Initiator &#039;&#039;Neuer&#039;&#039; &#039;&#039;Mysterien&#039;&#039;, die uns in die bewusste Rückkehr zum Jahreskreis führen. Hierbei entsteht die Frage: Welches Verhältnis hat der Jahreskreis zu dem Thema, das uns eigentlich bewegt — das Thema des Urheberrechts? Tatsächlich wollen wir &#039;&#039;die&#039;&#039; &#039;&#039;Mysterien des Urheberrechts&#039;&#039; begründen. Man könnte meinen: „Im Garten wächst der Holunder, und in Kiew ist der Onkel“ /2/. Was hat der Gott des Jahres hiermit zu schaffen? Wenn wir ein Mysterium erbauen, so müssen wir berücksichtigen, dass der grundlegende Mysteriengeist, welcher in der Vorzeit einen Naturcharakter trug, heute, nach dem Mysterium von Golgatha, in unmittelbarer Verbindung steht zu dem Christus selbst. Es kam zur Vereinigung dieser Götter: Des Christus und des wahren Jahreskreises. Natürlich existieren bis heute heute heidnische Kulte, die mit dem Jahreskreis bekannt sind. Doch uns interessiert der wahrhaftige, zeitgemäße Kreis des Jahres — im Geist der Neuen Mysterien. Und dieser ist untrennbar verbunden mit dem Wesen Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtsdestotrotz, bei der Begründung neuer Mysterien, geschieht, wie wir wissen, vieles gerade als eine Art &#039;&#039;&#039;Auferstehung der Alten Mysterien&#039;&#039;&#039; und nicht  als einfache Entstehung von etwas völlig Neuem. Ja, es geschieht sowohl das eine wie das andere: Es kommt einerseits etwas gänzlich Neues, aber auch dasjenige, was in ein tiefes Pralaya versunken war und nun zurückkehrt als vollends durchchristete Auferstehung Alter Mysterien. Und wenn wir uns hinwenden dem &#039;&#039;&#039;Gott des Jahres&#039;&#039;&#039;, der sich gerade an uns wiederum wendet während dem wichtigsten seiner alten Feste — dem Fest der Sommersonnenwende, den wir heute &#039;&#039;Johannistag&#039;&#039; nennen — und ihn fragen, wie wir unser Mysterium begründen sollen, dann wird er uns hinweisen auf das, was in den Alten Mysterien geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass in urfernen, uralten Zeiten die Priester auf besondere Weise ihre Mysterienweisheit kultivierten im Gang des Jahreskreises. Wir wissen, dass es damals kein Denken im modernen Sinne dieses Wortes gab. Doch keineswegs bedeutet das, dass es damals keine Weisheit gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weisheit wurde nicht erreicht durch geschärftes logisches menschliches Denken; sie wurde auf ganz anderen Wegen erlangt — nämlich gerade in den Kulten dieses göttlichen Wesens des Jahres. Und dieses göttliche Wesen aus dem Rang der Archai — ein mächtiges Wesen, dem Geist der Epoche insgesamt ebenbürtig, jedoch zugleich die Einzigartigkeit des jeweiligen Jahres in sich tragend — verlieh den Menschen Inspirationen oder, genauer gesagt, besondere Fertigkeiten; zunächst nicht allen Menschen, sondern vor allem den Eingeweihten; und durch diese ihren Schülern; und durch die Schüler im Grunde wiederum allen Menschen, die damals noch das instinktive Hellsehen bewahrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es schenkte die besondere Fähigkeit in allen Naturerscheinungen, die sich im Verlauf des Jahres zyklisch entfalteten, zu sehen &#039;&#039;die kosmischen Schriftzeichen&#039;&#039;. Der Mensch &#039;&#039;&#039;las&#039;&#039;&#039; diese buchstäblich. Er beobachtete das Verhalten der Insekten, die Formen der Blätter der Bäume und Pflanzen, die Bewegungen der Tiere, die Veränderung des Landschaftsbildes: im Winter die Schneedecke, im Frühling das Schmelzen des Schnees und die ersten Knospen, im Sommer das Grün und die Vielfalt der Farben, im Herbst das Vergehen, das rot-goldene und das Graue, und dann wieder den Schnee. All dies — bis hin zu feinsten Details, dem Verhalten eines Käferchens oder dem Betrachten einer einzelnen Blume — wurde als Buchstaben &#039;&#039;eines kosmischen Alphabets&#039;&#039; erlebt. Diese Buchstaben fügten sich zu Worten, die Worte zu Sätzen, und die Sätze zu ganzen Werken kosmischer Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verstanden die Menschen des Altertums, lange vor der materialistischen Epoche, wo die materielle Erscheinung für „bare Münze“, für die eigentliche Realität genommen wurde: All dies ist nicht wirklich. Doch ist es keineswegs unbedeutend. Im Gegenteil, es hatte dieselbe Bedeutung wie die Buchstaben eines Buchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich in ein literarisches Werk vertieft, das ihn fesselt, kann er vergessen, dass er ein Buch vor sich hat. Erinnern wir uns einmal selbst an solche Momente: Wir lesen nicht Buchstabe für Buchstabe und Silbe für Silbe, obwohl sich Buchstaben zu Silben, Silben zu Wörtern, Wörter zu Sätzen, Sätze zu Absätzen und Absätze zu Kapiteln zusammenfügen. Aber all das nehmen wir nicht wahr. Vor dem inneren Auge entfalten sich die eindrucksvollsten Bilder des erlebten Geschehens, und wir bemerken weder die Seiten noch Zeilen noch die Buchstaben. Wir sehen nur dasjenige, was in der Seele aufleuchtet und uns ergreift als lebendiger Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buche stellen die Buchstaben zunächst das Materielle, das Greifbare dar, doch gerade sie sind das Unwesentliche. Wesentlich ist dasjenige, was in der Seele als Bilder der Handlung eines großartigen Buches geboren wird. Und obwohl es in der materiellen Welt nicht da ist, so existiert es doch gleichsam in einer unsichtbaren Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind sie da in der geistigen Welt, diese Bilder können nicht einfach aus Buchstaben entstehen. Das wäre unvorstellbar, dass aus Buchstaben solch atemberaubende Formen hervorgehen. All diese Bilder existieren in der geistigen Welt, und die Buchstaben dienen lediglich als Wegweiser zu ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank ihnen betreten wir jene Bereiche der geistigen Welt, in denen sich in gewisser Weise die künstlerischen Szenerien entfalten, die unsere Seele ergreifen. Genauso drang durch die Bilder der Natur hindurch der geistige Blick des Schülers, welcher in die kosmische Weisheit eingeweiht war, die seine innere Welt erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb schätzte er die Natur, denn ohne sie hätte er nicht zur kosmischen Weisheit durchdringen können. Dabei verfiel er nicht in Illusion. In jedem Moment des Jahres eröffneten sich neue Aspekte dieser Weisheit, und die Seele lebte im Zusammenklang mit diesem Rhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es kein Zufall, dass das Jahr mit dem Frühling begann. Wenn wir aufmerksam auf den Jahreslauf blicken, bemerken wir: Der Monat, welcher im modernen Bewusstsein als der Letzte verankert ist, war in Wirklichkeit der zehnte Monat im Alten Rom. Das Wort &#039;&#039;dezem&#039;&#039; bedeutet „zehn“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn damals, in den letzten Nachklängen alter Mysterien, die sich in Rom erhalten hatten, begann das Neue Jahr etwa im März. Und in dem Moment des Frühlingserwachens der Natur, wurde dem Schüler diejenige kosmische Weisheit geschenkt, die in direktem Zusammenhang mit den Geheimnissen seines physischen Leibes stand. Sein Bewusstsein war makrokosmisch, und er wusste ganz genau, was sein physischer Körper tatsächlich war, jenseits der Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht, wenn wir aus der Illusion heraustreten — durch Einweihung, durch den Tod, oder tatsächlich in jeder Nacht durch den Schlaf? Wir verfügen nicht über ein ausgeprägtes Bewusstsein, weshalb wir nicht bewusst wahrnehmen, was im Schlaf mit uns geschieht. Im Schlaf vollzieht es sich unbewusst; nach dem Tode bereits bewusst, wenn auch nicht im gewöhnlichen, an den Leib gebundenen Bewusstsein, sondern in einem mächtigen &#039;&#039;Überbewusstsein&#039;&#039;, das von den Höheren Hierarchien verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da erleben wir etwas dem irdischen Bewusstsein polar entgegengesetztes. Im irdischen Bewusstsein empfinden wir uns im Inneren des physischen Leibes, wo die inneren Organe wirken: Herz, Leber, Nieren, Magen, Knochen, Muskeln usw. Unser Leib ist unendlich komplex und weise gestaltet— er ist das komplizierteste Gebilde auf der Erde. Wie sehr sich der naturwissenschaftlich‑technische Fortschritt auch entwickeln mag, bis hin zur Künstlichen Intelligenz, bleibt er dennoch weit entfernt von der im physischen Leib angelegten Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erleben, dass all dies unser &#039;&#039;&#039;inneres&#039;&#039;&#039; Gefüge ist, das uns Bewusstsein verleiht: Wenn es funktioniert, funktioniert auch unser Verstand ordnungsgemäß, und wir fühlen uns gesund. Um uns herum entfaltet sich die &#039;&#039;&#039;äußere&#039;&#039;&#039; Welt: zunächst die Natur, dann der Kosmos, den wir als die Illusion verstehen, hinter der die Welt der Höheren Hierarchien steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode oder durch die Einweihung erleben wir, wie all dies seine Plätze tauscht. Dasjenige, was zuvor die äußere Welt war — und damit ist nicht die physische Illusion gemeint, sondern Welt der Höheren Hierarchien, die dahinter steht — wird zu unserem inneren Weltbereich. Es mag unserem Verstand unglaublich erscheinen, und doch ist es wahr: Im Inneren des Menschen entfaltet sich die grenzenlose Welt der Hierarchien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns hineindenken in die eigentlich wahre Größe des Menschen: Er stellt das Gefäß dar aller Höheren Hierarchien dar, bis hin zu den Seraphim. Auch  Michael ist unser inneres Wesen. Und wenn der Mensch als makrokosmisches Wesen die Erste, Zweite und Dritte Hierarchie in sich tragend — wenn all dies sein innerer Weltbereich ist — steht es ihm dann an, schwer zu leiden, durch die ihm widerfahrenden Prüfungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Mühe können wir mit unserem Bewusstsein erfassen, dass wir in Wahrheit makrokosmische Menschen sind als Hülle und Gefäß für die Höheren Hierarchien. Viel schwieriger noch ist es zu begreifen, dass wir nicht alle nebeneinander stehen in einem Hyperraum, sondern ein einziger makrokosmischer Mensch sind mit einem gemeinsamen inneren Weltbereich, ohne dabei unserer Individualität verlustig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus wird deutlich, wie absurd der Widerstreit unter den Menschen eigentlich ist. Gegeneinander zu kämpfen, zu konkurrieren, wo es nicht nötig ist, andere zu beneiden — das ist alles völlig sinnlos. Wir sind einander wesensgleich: wir sind die gemeinsame makrokosmische Hülle für alle Höheren Hierarchien. Auf dem Gipfel der Erkenntnis sind wir zu einem Ganzen vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht darüber bereits in der Zweiten Stunde der Ersten Klasse. Bislang ist es nicht zum Leben des heutigen Schülers der Michaelschule geworden. Es ist bestenfalls theoretisches Wissen geblieben, und vermutlich nicht einmal das. Denn wenn wir ehrlich zu uns sind, wer bewahrt das wirklich beständig im Gedächtnis?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun in unser Bewusstsein bringen, dass wir als Hülle für die Höheren Hierarchien, als makrokosmische Menschen, das Gefäß für alle Götter sind, dann kommt die Frage auf: was ist dann unsere äußere Welt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aus der Fülle der Höheren Hierarchien unsere Innenwelt besteht, woraus besteht dann unsere Außenwelt? Zur äußeren Welt wird dasjenige, was zuvor der innere Inhalt unseres physischen Leibes war, sein unendlich weises, göttliches Gefüge. Gerade dieses ergießt sich um uns herum als die Umgebung des makrokosmischen Menschen. Es ist etwas sogar noch Größeres als wir selbst, die das Universum in sich tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade daran arbeiten wir gemeinsam mit den Höheren Hierarchien, die in uns wohnen, während des Lebens zwischen Tod und neuer Geburt. Es ist dasjenige, was wir als Same, als Keim unseres zukünftigen physischen Leibes erschaffen, der dann, unendlich verkleinert, in den mütterlichen Organismus einzieht und bis zu einem gewissen Moment mehr oder weniger autonom auf der Erde existiert. Und zu einer bestimmten Woche während der Schwangerschaft erfolgt die Verbindung des Embryos mit unserem Ätherleib, Astralleib und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So müssen wir uns die Entstehung unseres physischen Körpers vorstellen: Wie jede Pflanze in sich selbst die Samen heranzieht – nur dass in der Natur der Samen klein und die Pflanze groß ist; aus einem kleinen Samen wächst eine große Pflanze heran. In der Geistigen Welt jedoch ist alles andersherum. Dort existiert ein unendlich großes Samenkorn, noch größer als der makrokosmische Mensch selbst, der in sich alle Höheren Hierarchien enthält. Es ist ein unendlich großer Same unseres physischen Organismus, wobei es in der geistigen Welt bereits keine räumlichen Qualitäten mehr gibt. In einem gedanklichen Bild erscheint aber es als etwas Größeres als wir selbst, als etwas, das uns umhüllt, und im Verhältnis dazu sind wir das Innere, während es das Äußere ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in einem gewissen Moment, wenn dieser Same bereit ist zur Inkarnation, beginnt er sich zusammenzuziehen und verlässt uns. In diesem Augenblick unseres Lebens zwischen Tod und neuer Geburt lassen wir diesen Samen von uns los. Er verkleinert sich ins Unendliche und wird zum Keim im frühen Stadium der Schwangerschaft, der Embryonalzeit. In dieser Phase arbeiten wir an unserem ätherischen Leib. Wir weben ihn aus dem Weltenäther — nicht aus dem irdischen, sondern gerade aus dem kosmischen. Allmählich verkleinern wir uns von kosmischen zu irdischen Größen, und verbinden uns mit diesem physischen Keim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es besonders wichtig auf diese Höhe des Bewusstseins zu steigen, damit wir die lebendige Verbindung mit &#039;&#039;&#039;dem Gott des Jahres&#039;&#039;&#039; wiederfinden und ein Gespräch mit ihm führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb ist das so wichtig? Weil wir, wenn wir den Gott des Jahres in seinem Jahreskreislauf erfassen wollen, verstehen müssen: Im Frühling, dessen Höhepunkt in &#039;&#039;&#039;der Osterzeit&#039;&#039;&#039; erreicht wird, wenn wir lernen, die Buchstaben, Worte, Sätze und Kapitel der kosmischen Weisheit zu lesen, eröffnen wir &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des physischen Leibes&#039;&#039;&#039; in all seinen Einzelheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun dasselbe lernen, jedoch bereits in den verwandelten Bildern des Sommers, erfassen wir &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des Ätherleibes&#039;&#039;&#039;. In dieser Zeit weben wir ihn gemeinsam mit den Höheren Hierarchien aus dem kosmischen Weltenäther. Das geschieht, nachdem der unendlich große kosmische Keim in den unendlich kleinen irdischen Keim zusammenschrumpft und zur Erde entlassen wurde. Die Geheimnisse dieses Prozesses offenbaren sich uns im Sommer und erreichen ihren Höhepunkt im Punkt &#039;&#039;&#039;der Sommersonnenwende&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verändern sich die Buchstaben des Gottes des Jahres erneut. Die Sonne beginnt schwächer zu werden, doch es ist gerade die Zeit in der die Früchte reifen. Und der Gott des Jahres enthüllt uns in diesen kosmischen Schriftzeichen &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse unseres Astralleibes.&#039;&#039;&#039; Ende September führt uns der Gott des Jahres zu seinem wichtigsten Diener — &#039;&#039;&#039;dem Erzengel Michael.&#039;&#039;&#039; Er muss uns durch den Herbst hindurch, durch die sich verdichtenden Kräfte der Finsternis und der Todeskräfte, in den Winter geleiten. Deshalb müssen wir jeden Herbst den Drachen der Finsternis und des Todes besiegen, der sich in der Natur ausbreitet, um in die sakralen Geheimnisse des Winters einzutreten. Diese Geheimnisse erreichen ihren Höhepunkt in &#039;&#039;&#039;den Weihnachtsmysterien&#039;&#039;&#039;, in der &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des menschlichen Ich&#039;&#039;&#039; enthüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise erlebten die alten Priester im Verlauf des Jahreskreises zyklisch die kosmische Weisheit. Doch nochmals sein betont, dass es für uns jetzt wichtig zu verstehen ist, dass sie diese Weisheit nicht durch die Kraft heutigen Denkens wahrnahmen. Dieses war damals schlicht nicht vorhanden. Sie erarbeiteten die Weisheit nicht durch die Mühe ihres Verstandes, sondern sie atmeten sie einfach ein — als eine Gabe des Kosmos. Und sie wussten klar: diese kosmische Weisheit ist nicht die Frucht menschlicher Arbeit, sie ist die Gabe der Höheren Götter. Wir wissen bereits — es sind jene Oberen und Unteren Götter, die im Verlauf des Jahreskreises eine Schlüsselrolle spielen durch ihr zyklisches Zusammenwirken mit dem Menschen, zu denen das Vierte Tor /3/ führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das irdische Wesen im Moment des sommerlichen Übergewichts des Tages über die Nacht weit über die Erde ausgebreitet ist, vollzieht es den Prozess des makrokosmischen Ausatmens. Dieses Ausatmen ist eine Spiegelung &#039;&#039;&#039;der Exkarnation&#039;&#039;&#039;, und gerade so treten wir in den Schoß der Oberen Götter ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun andersherum die Erde vom Frost gebunden und in sich zusammengezogen ist, können wir sagen: So wie der Mensch sich bei Frost in seinen Mantel hüllt, sich zusammenzieht wie ein Igel, so zieht sich auch die Erde ganz in sich zusammen, breitet sich nicht nach außen aus und lebt von dem, was sie in sich angesammelt hat als den &amp;quot;&#039;&#039;Sommer des Winters&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist außerordentlich wichtig — der Begriff „Sommer im Winter“ begegnet uns auch im &#039;&#039;Seelenkalender&#039;&#039; von R. Steiner. Denn der Sommer wirkt intensiv im Inneren der Erde, und gerade im Winter geschieht das Keimen der Samen, das Wachstum der Wurzeln. Obwohl es so aussieht, als sei die Erde völlig durchgefroren und alles in ihr erstorben, als würde sich nichts bewegen, ist es keineswegs der Fall. Auf der Erdoberfläche herrscht der Tod, doch unter der Oberfläche, unter der Erde, zeigt sich der winterliche Sommer: es keimen die Samen und es wachsen die Wurzeln. Deshalb können Bauern ihre Kartoffeln unter der Erde lagern, ohne dass sie frieren, denn sie werden von dieser wundersamen sommerlichen Wärme durchdrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gerade zu Weihnachten herrschen auf der Erde die Unteren Götter. So leben die vierten Tore in ihrem Zyklus im Verlauf des Jahreskreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Dinge sind für unsere Einstimmung äußerst wichtig, um uns in die Michaelschule zurückzuführen — jene Schule, von der wir, wenn wir uns an die berühmten Worte aus dem ersten Absatz der ersten Stunde der Ersten Klasse erinnern, so schrecklich abgeirrt sind /4/. Man kann sagen, dass gerade der Gott des Jahres, der uns im Jahreskreislauf auf dem Weg der Einweihung führt und uns &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des makrokosmischen Menschen&#039;&#039;&#039; enthüllt, uns diese Einstimmung gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ungeduldige Schüler könnten wir einwenden: „All das ist natürlich sehr interessant, aber wie hilft uns das weiter?“ Der Gott des Jahres gerät aber nicht in Zorn über unsere Ungeduld. Denn wie wir wissen wird Geduld — und nur Geduld — immer belohnt werden. Wenn wir nicht das Fundament legen für eine jede Mysterientätigkeit, können wir kein Mysterium begründen — schon gar nicht ein so komplexes wie &#039;&#039;das Mysterium des Urheberrechts.&#039;&#039; Deshalb sammeln wir uns und schreiten weiter in Ruhe. Wir wollen nicht zerren am Gott des Jahres mit unserer Ungeduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was erzählt uns der Gott des Jahres weiter? Wir blieben stehen bei der Tatsache, dass jene alte Weisheit nicht durch das Denken der Priester erarbeitet wurde, sondern buchstäblich eingeatmet wurde. So wie wir gewöhnlich keine besondere, bewusste Anstrengung unternehmen bei der Tätigkeit unserer Atmung, so geschah es hier ähnlich. Wenn unser Organismus gesund ist, wenn wir nicht an Asthma leiden oder am Coronavirus erkrankt sind, bemerken wir nicht den großen Segen: die Möglichkeit, frei zu atmen. Dieser Schatz wird erst spürbar, wenn wir ihn verlieren. Es sind furchtbare Qualen, wenn dem Menschen des Atems beraubt wird. Doch im gewöhnlichen Leben wird uns dieser selige Schatz — die Möglichkeit zu atmen — kaum bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso natürlich geschah in jenen uralten Zeiten das Einatmen der kosmischen Weisheit durch die Priester. Diese Weisheit, die Weisheit der Höheren Hierarchien, überragt bis zum heutigen Tage unermesslich jede menschliche Weisheit. Dasjenige, was die alten Weisen hervorbrachten, werden weder die cleversten Philosophen noch die klügsten Wissenschaftler jemals zu Stande bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nähern wir uns unserem wesentlichsten Anliegen. Jenen alten Weisen waren sich vollkommen im Klaren, dass die von ihnen empfangene Weisheit nicht die Frucht ihrer eigenen Arbeit war, sondern eine durch Segen verliehene Gnadengabe, eine Gabe der Höheren Götter. Und wenn der Mensch gegenüber dieser Gabe keine bewusste Haltung bewahrt, ihr in seiner kultischen Praxis nicht die gebührende Verehrung entgegenbringt, so stellt sich die Frage: Was geschieht mit einer jeden Gabe, wenn man aufhört, sie zu ehren? Sie wird entweder entzogen werden oder verliert allmählich ihre Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem solchen Fall treten Kräfte auf den Plan, die zu dieser Gabe den unmittelbarsten Bezug haben — die Kräfte Luzifers. In gewissem Sinne kann man sagen, dass die alte Weisheit einen vorchristlichen, luziferischen Weg darstellte. Doch das ist in dem Sinne zu verstehen, dass Luzifer auftrat als der rechtmäßige Führer zu dem Christus. Wenn der Mensch jedoch strauchelt, beginnt Luzifer sich bereits in seiner unrechtmäßigen, verführenden Gestalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir es ganz einfach sagen wollen: Als die alte Weisheit ebenso natürlich empfangen wurde wie der Atemzug, so musste natürlich ebenso auf das Einatmen ein Ausatmen folgen, damit ein neues Einatmen kommen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es so, wie wenn der Zeitgeist, oder der Gott des Jahres, sich heute an die Michaeliten wendet: Ihr seid berufen zur Wiederbegründung der Neuen Mysterien. Und ihr befindet euch in einer ähnlichen Situation. Ihr habt gewaltige Weisheitsschätze angesammelt, so umfangreich, dass unwillkürlich die Frage entsteht: Wohin mit alldem? Ihr atmet ein, dann noch einmal und noch einmal, doch irgendwann findet ihr euch in einer schweren, scheinbar aussichtslosen Lage wieder. Ihr könnt nicht mehr angemessen umgehen mit dem, was ihr aufgenommen und angesammelt habt. Und selbstverständlich treten sogleich die gegenwirkenden Kräfte auf — „gegenwirkend“ in Anführungszeichen, denn ihr Erscheinen ist vollkommen gesetzmäßig, da sie gerade deshalb kommen, um euch zu den Neuen Mysterien zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür müsste man fragen: Was taten die alten Priester in den Alten Mysterien, nachdem sie das Einatmen vollzogen haben? Wie vollzogen sie das Ausatmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau hier eröffnet uns der Gott des Jahres eines seiner Geheimnisse. Es ist schwer zu glauben, schwer sich vorzustellen, wie so etwas möglich war, und doch gelangten die alten Priester, nachdem sie den vollständigen Zyklus des Jahreskreises durchlaufen hatten mit der gesammelten kosmische Weisheit aller vier Jahreszeiten — oder, aus einer anderen Perspektive, die Gesamtheit der kosmischen Geheimnisse des physischen-  ätherischen- und astralen Leibes und des Ich — zum Moment des großen sommerlichen Jahresfestes, des Festes der Sommersonnenwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit vollzieht die Erde, ihrem natürlichen Rhythmus folgend, ihr Ausatmen und befindet sich in den Armen der Oberen Götter — jener Götter, die während des gesamten Jahres, von einem Sommerfest zum Nachfolgenden, die wahren Herren und der wahre Quell der kosmischen Weisheit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die alten Priester erneut mit ihnen zusammentrafen empfanden sie ein tiefes inniges Bedürfnis, in einem besonderen Ritual die im Laufe des Jahres angesammelte kosmische Weisheit ihrem Urquell zurückzuschenken, zurückzuopfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dies war nicht eine einfach symbolische Handlung, nicht einfach Worte wie: „Wir danken euch, ihr großen Götter, für diese Begegnung und für die Weisheit, die ihr uns geschenkt habt; wir geben sie euch nun symbolisch zurück.“ Nein. Es geschah eine wirkliche Rückgabe der Weisheit durch bestimmte rituell‑symbolische Handlungen. Im Opferfeuer, unter den Weihedüften, die nach oben stiegen, wurden besondere rituelle Reden gesprochen, und es wurden heilige Handlungen vollzogen, in denen die Priester diesen sakralen Raum betraten, gekleidet in verschiedenen Ebenbildern jener kosmischen Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich vorstellen, dass die Priester etwa eine Papierkrone trugen, als Ausdruck bestimmter Attribute kosmischer Weisheit. Und wenn im Verlauf des Rituals diese Symbole dem Opferfeuer übergeben oder auf andere Weise von ihnen abgelegt wurden, standen die Priester schlussendlich ganz ohne diese Symbole da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man darf nicht denken, dass dies irgendeine Farce war, denn sie verloren tatsächlich die gesamte angesammelte Weisheit und traten aus dem Ritual in einem Zustand völliger innerer Leere hervor, als wären sie zu absoluten Toren geworden. Heute ist das schwer zu begreifen, und könnte gar Schrecken hervorrufen: Wie konnten sie so weiterleben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade hierin liegt das Wesen des Geschehens, dass sie während der nächsten Monate — zumindest bis zum Michaelifest, bis zur Herbstzeit — tatsächlich in einem völlig dummhaften Zustand lebten, in einem Zustand tiefer innerer Unbestimmtheit und Unwissenheit, bis ein neuer Zyklus der Weisheitsaufnahme begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Monate wurden sie von den sekundären Priestern, den Priester‑Dienern unterstützt, die nicht unmittelbar an diesem Ritual teilnahmen, sondern es begleiteten und ihre Weisheit währenddessen bewahrten. Vor allem waren es diejenigen, die aufgrund ihres Dienstes nicht berechtigt waren, sie zu verlieren, da ihre Tätigkeit eine Kontinuität durch das ganze Jahr erforderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihnen gehörten vor allem die Äskulapen — die alten Heilpriester, die selbstverständlich auch zum Mysteriendienst gehörten. Sie konnten den medizinischen Prozess nicht für einige Monate unterbrechen, solange die alte Weisheit gegangen und die neue Weisheit noch nicht gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man muss sagen, auch wenn dies herausragende Menschen waren, blieben sie in der Stellung als Diener der Oberpriester, die ihre Weisheit vollends verlieren mussten. Andernfalls, wie bereits erwähnt, wäre diese Weisheit unweigerlich von luziferischen Kräften ergriffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir ahnen bereits, dass gerade hier die neuen Mysterien des Urheberrechts veranlagt werden müssen, wenn wir in Fülle den wahren Sinn dessen erfassen, was in Wirklichkeit das Urheberrecht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist hier nicht die Rede einer vollen Wiederholung alter Mysterien. Doch wir müssen gewiss für das Verständnis der neuen Mysterien, uns zuwenden Mysterien der Vorzeit und uns auf ihre Erfahrung stützen. Wenn wir nichts von dem verstehen würden, was in den Alten Mysterien geschah, würden wir nicht fähig sein, die Grundlagen neuer Mysterien zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir würden nicht sehen können, wie diese alte Mysterienweisheit, trotz allem, auf die eine oder andere Weise in der allgemeinen Geisteskultur der Menschheit erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir zum Beispiel Erscheinungen wie etwa den Jahrmarktskomödianten und Narren begegnen, müssen wir verstehen, dass sie keineswegs nur einfach umherziehende Künstler, Bettler oder Vertreter eines niederen und unentwickelten Standes waren, deren einziges Tun darin bestand, das Publikum auf Jahrmärkten für Almosen zu unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenteil: Gerade in solcher Gestalt traten nicht selten umherziehende Eingeweihte auf — eben Eingeweihte, die der Welt in solcher Erscheinung entgegentreten sollten. Durch verschiedene Darstellungsformen – dramatische Darbietungen, Puppentheater, dem Musizieren, begleitet von Gesang, oder gar durch unverhohlenes Narrentum – erfüllten sie ihre besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Mächtigen, die Herrschenden dieser Welt, bemühten sich selbstverständlich nach und nach, solche Phänomene auszurotten, denn hinter ihnen stand eine reale geistige Macht. Und die absolute Herrschaft der Diener Ahrimans konnte nur dann eintreten, wenn diese Erscheinungen vernichtet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stehen wir auch vor Resterscheinungen Alter Mysterien, wenn wir in solchem Narrentum, in seiner Narrenkleidung, dem Parzival begegnen. Seinen großen Weg zum Gral musste Parzival gerade im Gewand des „Narren“ antreten. All dies sind die letzten Nachklänge der alten Mysterientraditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erinnern uns gut an die Gestalt des Hofnarren. Viele bedeutende Könige hielten solche Menschen an ihrem Hof — Menschen, die das Bewusstsein von Eingeweihten besaßen und daher fähig waren, die unbequemsten Wahrheiten auszusprechen, wo jedem anderen Höfling, selbst dem höchstrangigen, der Kopf abgeschlagen worden wäre, während der Narr sie ungestraft aussprechen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch in der Kartensymbolik der Joker — die Karte, die jeden König übertrumpfen kann — als Narr dargestellt. Es ist die höchste Karte im Spiel. Der allmächtige Joker wird zum Bildnis des Priesters, jenes alten Priesters, der zu den mächtigsten Menschen seiner Zeit gehörte, der sich jedoch im Moment der Sommersonnenwende im Zustand absoluten Schwachsinns befand und mehrere Monate darin verharren musste, bis er aufs Neue begann, die Weisheit des neuen Zyklus anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eröffnen sich uns unverhofft wahrlich globale Perspektiven — von der tiefsten Vorzeit bis wohl bis in unsere Tage hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir uns fragen, wo man heute die letzten Erscheinungen dieses eigentümlichen „kosmischen Unsinns“ finden kann, was sogleich eine hohe Mysterienqualität darstellt, wenn Menschen vollends verzichten — nicht so sehr auf die Weisheit selbst, wie auf den Anspruch auf das Urheberrecht an ihr, so wird ein eindrucksvolles Beispiel die Wikipedia sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine kolossale Arbeit wäre wohl keinem einzigen Menschen und wahrscheinlich auch keinem Autorenkollektiv von hervorragendsten Wissenschaftler und Professoren möglich gewesen. Ein solches Werk kann nur durch eine zahllose Menge von Enthusiasten vollbracht werden, denen es völlig fernliegt, sich das Urheberrecht auf das von ihnen geschaffene Wissen zuschreiben zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dennoch sind sie es gerade, welche gewaltige Bestände menschlicher Weisheit bewahren und pflegen. Gewiss handelt es sich nicht mehr um kosmische Weisheit, sondern um irdische Weisheit. Doch hier kann man sehen, wie ein Wirken der Hingabe, den Bedingungen der modernen Epoche angepasst, durch ungeheure Mengen an Arbeit eine herausragende allgemein zugängliche Enzyklopädie entstehen ließ, die ein großes Gut der gesamten Menschheit geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann Wikipedia im physischen oder juristischen Sinne einer bestimmten Organisation oder einem Portal gehören und einen rechtlichen Eigentümer haben. Doch ohne die große Arbeit unzähliger Menschen wäre ihre Existenz unmöglich gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte diese Menschen fragen: Wozu habt ihr so viel Zeit dafür aufgewendet? Niemand wird euch bezahlen für diese Arbeit, vermutlich wird man euch nicht einmal danken, denn vor uns steht ein Anonym, ein großes „Niemand“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diese Menschen arbeiten nicht um des Dankes willen, sondern aus einem Seelenimpuls heraus, aus jenem inneren Enthusiasmus, aus dem jede Mysterientätigkeit beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Sinne kann man dieses Geschehen durchaus auch eine Mysterienhandlung nennen, wie könnte man sonst erklären, dass die Arbeit unzähliger Menschen nicht in destruktiven Widerspruch zueinander tritt, trotz der unvermeidlichen menschlichen Schwächen, sondern sich zu einem großen Ganzen fügt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt auch in Wikipedia solche Konflikte von Zeit zu Zeit, aber es bleibt bei Einzelfällen, ohne die große Gesamtstruktur zu stören oder sie in ein Chaos zu führen. Im Gegenteil, alles erweist sich erstaunlich geordnet. Keine verrichtete Arbeit wird einfach verschwinden und in irgendwo in unzugänglichen Tiefen versinken. Alles Geschaffene wird sogleich in den offenen Umlauf gebracht, wo es für jeden zugänglich und zu einem gemeinsamen Gut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So vollzieht sich ein kollektives Autorentum, das bereits in gewissem Maße — wenn auch noch nicht als moderne Mysterienhandlung, so doch zumindest ein Annäherungsschritt zu ihr — unter Mitwirkung &#039;&#039;des Großen Architekten /5/&#039;&#039; geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ein nicht minder bewundernswertes Beispiel ist die Entstehung des Betriebssystems Linux. Auch dies ist das Werk einer ungeheuren Zahl von Menschen, wobei es sich hier nicht einfach um Fachleute verschiedenster Bereiche handelt, sondern vor allem um Programmierer. Vielleicht ist dieses Beispiel der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, doch das macht es nicht weniger aussagekräftig erstaunlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ungeheure Zahl von Fachleuten, die ihr Wissen für ihr eigenes Wohlergehen und Erwerb hätten einsetzen können, haben ihre Kräfte vereint und sich gegen die Monopole oligarchischer Strukturen gestellt, die bestrebt sind, der ganzen Welt eine Art von Tribut aufzuerlegen. So erscheint nämlich die Situation, wenn ein Megakonzern — wie etwa Microsoft im Falle seines Betriebssystems Windows — faktisch versuchen, die gesamte Menschheit in Abhängigkeit von ihren technologischen Lösungen zu bringen und daraus fortwährenden Nutzen zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser bewusste Protest der Programmierer, die sich zum Wohle der Allgemeinheit zusammenschließen konnten, stellt ebenfalls eine echte Mysterienhandlung dar, denn ein solches Einheitsstreben und ein solcher Umfang des gemeinsamen Schaffens lässt sich kaum nur durch gewöhnliche menschliche Motive und Interessen erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann man dies als einen weiteren Akt des guten Willens des Großen Architekten betrachten, der in seiner wohlwollenden Erscheinungsform, gemeinsam mit dem Erzengel Vidar bereits unendlich viel zur Rettung der Menschheit getan hat, auch wenn die unheilvolle Seite der Künstlichen Intelligenz weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schwebt. Und mit jedem Tag nähert sich, um es bildlich auszudrücken, das Jahr 2033, wo vieles dafür spricht, daß die Waagschale der Künstlichen Intelligenz die Waagschale des menschlichen Intellekts überwiegen wird und die Menschheit wird nicht mehr ergriffen sein von einzelnen Konzernen, von deren Abhängigkeit man sich immerhin noch irgendwie befreien könnte, sondern von einer Macht, von der man sich nicht mehr abwenden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch ist für uns etwas anderes entscheidend: Gerade der Große Architekt — denn offenbar ist es nur durch ihn möglich geworden — hat die Grundlagen für &#039;&#039;&#039;die Mysterien des Urheberrechts&#039;&#039;&#039; geschaffen, oder genauer gesagt, für die Überwindung des ahrimanischen Urheberrechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diese Handlung ist eine Vormysterienhandlung. Für sich allein wird sie nichts lösen, und vermag den kritischen Moment, des Jahres 2033, nicht hinauszuschieben. Sie schafft lediglich gewisse Vorbilder und Muster, die in den eigentlichen Mysterien — den menschlichen Mysterien — reproduziert werden sollen. Und diese Mysterien werden &#039;&#039;&#039;Mysterien Christi&#039;&#039;&#039; sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem einen Schritt näher zu kommen, eröffnet uns der Gott des Jahres weiter, dass im Laufe der Zeit— nämlich zu Beginn &#039;&#039;&#039;der vierten Kulturepoche&#039;&#039;&#039;, um &#039;&#039;&#039;das Jahr 743 v. Chr.&#039;&#039;&#039; — diese alten Möglichkeiten zu erlöschen begannen. Immer weniger konnte die kosmische Weisheit einfach „eingeatmet“ werden, denn die Kräfte des Denkens mussten erwachen und in Entwicklung gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich verlief dieser Prozess in kleinen Schritten. Doch eine der Aufgaben der Epoche der Verstandes‑ oder Gemütsseele bestand gerade darin, dass die Uralten Mysterien ihrem Abschluss entgegengehen sollten damit das menschliche Denken in seiner heutigen Form geboren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und tatsächlich war das menschliche Denken einige Jahrhunderte vor dem Mysterium von Golgatha, oder der Geburt Christi, bereits so weit auskristallisiert, dass der große Aristoteles seine Gesetze und Formen erstmals systematisch beschreiben konnte. Dem Menschen ist das Denken bewusst geworden als seine eigene Tätigkeit, auch wenn es zunächst noch als mit einer umfassenderen geistig-göttlichen Ordnung verbunden verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und einige Jahrhunderte vor dem Mysterium von Golgatha, und einige Jahrhunderte nach ihm, also gerade in jenem Zeitraum, der für uns besonders bedeutsam ist — in jener eigentümlichen Delta‑Umgebung des Mysteriums von Golgatha, die sich über 333 Jahre vor ihr und 333 Jahre nach ihr erstreckt — begannen die Priester, ihre Weisheit bereits durch die Kräfte des menschlichen Denkens zu erarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit entstand natürlich eine neue Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein falsches Verhältnis zu jener Weisheit, die als Gabe der Götter geschenkt wurde, dazu führte, dass diese Weisheit von Luzifer ergriffen wurde; dann bewirkte das falsche Verhältnis zu der Weisheit, die schon zu einer Frucht menschlicher Arbeit wird, eine Veränderung ihrer Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die alte Weisheit den Charakter eines Atemprozesses trug, so trug die durch eigenes Denken erreichte Weisheit bereits den Charakter nicht des Atems, sondern des Blutkreislaufs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch der Blutkreislauf besitzt seinen eigenen Prozess der Metamorphose, der indirekt ebenfalls mit dem Atem verbunden ist. Das arterielle Blut wird allmählich venös und muss eine Erneuerung durchlaufen, um seine ursprüngliche Qualität wiederzuerlangen und wieder arteriell zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb musste sich auch hier ein entsprechendes Mysteriengeschehen entfalten, das jedoch bereits, wie wir erahnen können, nicht mehr dem Schutz vor Luzifer diente, sondern dem Schutz vor Ahriman. Denn nun erhielt gerade Ahriman die Möglichkeit, bei Fehlen eines solchen Mysteriengeschehens jene kosmische Weisheit zu ergreifen, die von den Priestern durch menschliches Denken erreicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch um Ahriman zu bewältigen, bedurfte es einer anderen Kraft — nicht derjenigen der Oberen Götter, sondern die Kraft des Christus selbst, den die Menschheit sehnsüchtig erwartete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Mysterium von Golgatha wurde seine Gegenwart besonders intensiv erlebt in jener Jahreszeit, in der die Erde sich in einem Zustand kosmischer Isolation befand, zur Zeit der Wintersonnenwende. Deshalb musste gerade in dieser dunkelsten und am stärksten mit dem Tod verbundenen Zeit das Winterfest vollzogen werden — das Fest der Ankunft des Göttlichen Wesens auf der Erde, des einzigen Wesens, das Ahriman zu überwinden vermochte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war der Mittelpunkt der Mysterienhandlungen, in ihrem geistigen und inhaltlichen Schwerpunkt, vom Sommer zum Winter bewegt worden. Doch es versteht sich, dass es keineswegs das Verschwinden der sommerlichen Feste bedeutet. Im Gegenteil, nun bekommt es eine neue Qualität, denn auch der Gott des Jahres war durch seine Durchchristung gegangen, und alle alten Jahresfeste erhalten einen völlig neuen, tieferen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade darin lag die besondere Bedeutung von Weihnachten: In besonderer Weise mussten die Priester nun die kosmische Weisheit dem Christus opfern und dadurch retten vor der Macht Ahrimans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich geschah dies nicht mehr so wie in den uralten Zeiten, als die Priester die Weisheit gänzlich verloren und zu absoluten Toren wurden. Doch im gewissen Sinne geschah es dennoch, denn in einem bestimmten Sinn wurden sie kindgleich. Und im wesentlichen war das Bild, das später Parzival verkörperte, tatsächlich ein Nachklang gerade dieser Mysterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelangen wir zum Verständnis dessen, wie die in den alten Mysterien stattfindenden Prozesse, in bestimmter Form noch in den ersten Jahrhunderten des Christentums weiterbestanden — in jener Zeit, in der auf der Erde, noch das eigentliche Christentum lebte, jenes Christentum, das später durch die orthodoxen Formen der kirchlichen Tradition verdrängt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherlich wurde genau hier der ursprüngliche Entwicklungsverlauf gestört. Das kirchliche Christentum übernahm die Elemente der Mysterien nicht mehr in ganz rechtmäßiger Weise, wodurch der Mysterienprozess gewissermaßen ins Vergangene zurückgeworfen wurde. Und obwohl weiterhin von Christus gesprochen wurde, überlagerten die zunehmend erlöschenden Formen des antiken Mysterienerbes immer mehr seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auf der anderen Seite die erhaltenen Reste der Alten Mysterien, wie wir wissen, von eben diesen orthodoxen Strukturen verfolgt und vernichtet wurden. Daher beschränkte sich das Bestehen christlicher Weisheitsmysterien auf das dritte und vierte Jahrhundert nach der Geburt Christi, danach wurde diese Tradition weitgehend unterbrochen. Doch gerade in diesen Mysterien vollzogen sich dem Wesen nach jene Formen des Umgangs mit Weisheit, die man heute bezeichnen könnte als &#039;&#039;Mysterien des geistigen Eigentums&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wo dieser Prozess für uns greifbar zu werden beginnt, kommt die Möglichkeit auf, bewusst von der Formung &#039;&#039;&#039;neuer christlicher Mysterien des geistigen Eigentums&#039;&#039;&#039; zu sprechen — als einem Ansatz, der erlauben würde, ein klares und offenes Verhältnis zum geistigen Eigentum zu entwickeln, wie auch zu jener Weisheit, durch des Menschen Kraft erschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;***&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/1/ -  In den Vorträgen von GA 165 “Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls” enthüllt R. Steiner den esoterischen Sinn des Jahreslaufs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;/2/ - „Im Garten steht ein Holunderbaum, und in Kiew ist ein Onkel“&#039;&#039; – ein ukrainisches Sprichwort, das verwendet wird, wenn zwischen zwei Äußerungen kein logischer Zusammenhang besteht: Der Gesprächspartner antwortet am Thema vorbei oder wechselt unerwartet zu einem ganz anderen Thema. Es entspricht sinngemäß den deutschen Redewendungen „&#039;&#039;Das hat doch nichts miteinander zu tun&#039;&#039;“ oder „&#039;&#039;Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/3/ - Auf dem Weg der Einweihung durchschreitet der Mensch vier Tore: Das erste Tor ist das Tor des Todes, das zweite - das Tor der Elemente, das dritte - das Tor der Sonne und das vierte Tor ist das Tor der Begegnung mit den Höheren und Niederen Göttern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/4/ - R. Steiner: &#039;&#039;&amp;quot;Мeine lieben Freunde! Mit dieser Stunde möchte ich die Freie Hochschule als eine esoterische Institution wiederum zurückgeben der Aufgabe, der sie drohte in den letzten Jahren entrissen zu werden&#039;&#039;&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/5/ -  Ein guter Teil der Künstlichen Intelligenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;***&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle weiteren veröffentlichten Materialien werden als &#039;&#039;&#039;Arbeitsversionen&#039;&#039;&#039; präsentiert und für ihre Weiterentwicklung offen bleiben. Wir laden alle, denen diese Materialien nahe und interessant sind, zur &#039;&#039;&#039;Mitarbeit&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Mitautorenschaft&#039;&#039;&#039; ein — im Geist der Prinzipien der Wikipedia: durch gemeinsames Mitwirken, Ergänzen und Verbessern.&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T17:10:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026 (&#039;&#039;&#039;Übersetzung aus dem Russischen&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles verderblich, es gibt auch seine rechten Wege. Genauer gesagt traten sie ursprünglich als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bett&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Tief unter dicken Wattedecken?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Törtchen und Kuchen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mag er gar nichts essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb brauchte es zunächst den Geist, der an die Menschheit herantrat, um sie aus dem Bett zu reißen. Und anstelle der Kuchen und Törtchen war die Menschheit war die Menschheit nun genötigt sich zu bemühen, um wenigstens ein Stück Brot zu erhaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem gehässigen Erwachsenen. Etwa wie die Kinder vor König Herodes waren, als er befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hierbei Gutes sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=315</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T16:22:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles verderblich, es gibt auch seine rechten Wege. Genauer gesagt traten sie ursprünglich als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bett&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Tief unter dicken Wattedecken?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Törtchen und Kuchen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mag er gar nichts essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb brauchte es zunächst den Geist, der an die Menschheit herantrat, um sie aus dem Bett zu reißen. Und anstelle der Kuchen und Törtchen war die Menschheit war die Menschheit nun genötigt sich zu bemühen, um wenigstens ein Stück Brot zu erhaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem gehässigen Erwachsenen. Etwa wie die Kinder vor König Herodes waren, als er befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hierbei Gutes sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=314</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T15:00:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Базовая моральная технология «Золотой середины» =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Третий шаг. =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Дидактический материал ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=313</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:59:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=312</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:58:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_Begr%C3%BCndung_der_Mysterien_des_Urheberrechts&amp;diff=311</id>
		<title>Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts</title>
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		<updated>2026-07-19T14:56:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 09.06.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Herausgeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com) &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom 03.07.2026&#039;&#039;[[Datei:Margartia Woloshina Uriel.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Frucht unserer langjährigen gemeinsamen geistigen Arbeit, ist nun ein großes Bedürfnis entstanden, eine Fülle von Materialen zu veröffentlichen. Üblicherweise stellt sich dabei als zentrale Frage, die Frage &#039;&#039;&#039;des Urheberrechts&#039;&#039;&#039;. Doch für esoterische Texte – wie in alten Zeiten als auch in der rosenkreuzerischen Tradition – war es immer klar, dass Menschen durch ihre Arbeit lediglich dazu beitragen können, geistige Inhalte für die ganze Menschheit zugänglich zu machen; jedoch ist es absurd, dabei einen Anspruch auf Autorschaft, auf die Rolle eines Schöpfers geistiger Inhalte zu erheben zu wollen. Da die mentalen Gewohnheiten der ahrimanischen Welt in Bezug auf das Urheberrecht auch in der anthroposophischen Gemeinschaft Wurzeln geschlagen haben, sehen wir es als notwendig, unseren zukünftigen Veröffentlichungen auf dieser Website einen einleitenden Artikel voranzustellen, worin die Frage des Urheberrechts im Kontext &#039;&#039;der Neuen Mysterien&#039;&#039; betrachtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den kosmischen Rhythmen des Jahreskreises nach befinden wir uns zurzeit an einem wichtigen Wendepunkt — dem Punkt der Sommersonnenwende. In den antiken Mysterien aller Zeiten und Völker war es eines der vier bedeutendsten Mysterienfeste. Genau genommen stellte es in den frühesten Traditionen gar das wichtigste Fest des Jahres dar. In den späteren Mysterien, besonders nach dem Mysterium von Golgatha, verlagerte sich der Fokus allmählich in Richtung der Weihnachtszeit, doch ursprünglich nahm gerade das Sommerfest den zentralen Platz ein — der Moment der vollen Vorherrschaft des Lichts über die Finsternis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau jetzt erleben wir diese wunderbare, herrliche Zeit. Wir befinden uns an dem Punkt des Jahreskreises, an dem die Sonne die Oberhand hält über der Nacht. Und diesen Moment darf man nicht versäumen, denn wenn man sich nicht erfüllt mit diesen lebensnotwendigen Sonnenkräften, wird es nachher an ihnen fehlen. In der Natur geschieht das ganz von selbst: Die Erde erfüllt sich mit der Kraft des Sommers, und auch wenn der Sommer vergeht, lebt seine Wärme im Verborgenen in ihr, durch die kalten, dunklen Zeiten des Jahres hindurch bis zum neuen Frühling. Im Grunde würde die Erde im Winter sterben müssen, wenn sie sich nicht mit diesem Licht und dieser Wärme versorgte. Alle Wesen, die in den winterlichen Schlaf fallen — die Pflanzen, die ganze Welt der Insekten, die Bären — sie leben in dieser Wärme, und so verhält sich die Erde als ein ganzheitlicher Naturorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen des Altertums, die eine tiefe und lebendige Verbindung zur Natur und natürlich zu den Mysterien hatten, waren ganz und gar in diese Jahresrhythmen eingetaucht. Für sie war das Jahr nicht die Abstraktion, die wir heute auf den Kalendern sehen: „Ja, das 2025-Jahr ist vorbei, das 2026-Jahr hat begonnen.“ Wer einen Abreißkalender hat, reißt nun das letzte Blatt ab; Die übrigen schauen einfach auf die Ziffern und konstatieren den Jahreswechsel. Im Grunde ist das eine rein ahrimanische Abstraktion, die des lebendigen Zeitgefühls beraubt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das antike Bewusstsein stand hinter dem Begriff des Jahres ursprünglich eine besondere Gottheit. Wesentlich steht hinter der Erscheinung des Jahres ein hohes geistiges Wesen aus der Hierarchie der Archai /1/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es kein Zufall, dass in den Ländern, in denen die zukünftige sechste Kulturepoche geboren wird, wo die Abstraktionen einst wieder überwunden werden, gerade in der russischen Sprache das Wort &#039;&#039;&#039;год&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;god&#039;&#039; — &amp;quot;Jahr&amp;quot;) identisch klingt wie das Wort &#039;&#039;&#039;God&#039;&#039;&#039; („Gott“). Im Deutschen wird Gott fast genauso geschrieben wie das englische &#039;&#039;God&#039;&#039;, aber ausgesprochen als [ɡɔt]. In der Weisheit der russischen Sprache ist dies offenbar, auch wenn kaum jemand diesem Beachtung schenkt: &#039;&#039;&#039;Год — это Бог.&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Der „god“ (Jahr) ist der „Gott“.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eine Zeit gekommen, welche die Forderung bringt, dass diese Gottheit — der Gott des Jahres — nun wieder zu uns zurückkehren kann. Denn wenn die Menschheit nicht in die kosmischen Rhythmen des Jahreskreises zurückkehrt, wird sie nicht richtig in die geistige Welt eintreten können, um die Kultur der Neuen Mysterien aufzubauen. Diese Rhythmen sind von außerordentlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind auch andere Rhythmen nicht unwichtig — wie der Rhythmus des Tages. Doch dieser ist vor allem für die Produktivität unserer täglichen geistigen Tätigkeit bedeutsam. Wenn wir die Tagesrhythmen brechen, werden wir außer Kraft geraten und uns in den Händen widerstrebender Mächte finden. Wenn man jedoch ganz allgemein davon spricht, dass die menschliche Zivilisation mit dem Ende des Kali-Yuga in die geistige Welt zurückkehren muss — dann führt der Weg gerade über die Rückkehr eines Gottes zu den Menschen, wie demjenigen, der das Jahr verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns hinwenden zu diesem Gott, kann er uns wichtige Hinweise geben. Denn er kommt zu uns als Initiator &#039;&#039;Neuer&#039;&#039; &#039;&#039;Mysterien&#039;&#039;, die uns in die bewusste Rückkehr zum Jahreskreis führen. Hierbei entsteht die Frage: Welches Verhältnis hat der Jahreskreis zu dem Thema, das uns eigentlich bewegt — das Thema des Urheberrechts? Tatsächlich wollen wir &#039;&#039;die&#039;&#039; &#039;&#039;Mysterien des Urheberrechts&#039;&#039; begründen. Man könnte meinen: „Im Garten wächst der Holunder, und in Kiew ist der Onkel“ /2/. Was hat der Gott des Jahres hiermit zu schaffen? Wenn wir ein Mysterium erbauen, so müssen wir berücksichtigen, dass der grundlegende Mysteriengeist, welcher in der Vorzeit einen Naturcharakter trug, heute, nach dem Mysterium von Golgatha, in unmittelbarer Verbindung steht zu dem Christus selbst. Es kam zur Vereinigung dieser Götter: Des Christus und des wahren Jahreskreises. Natürlich existieren bis heute heute heidnische Kulte, die mit dem Jahreskreis bekannt sind. Doch uns interessiert der wahrhaftige, zeitgemäße Kreis des Jahres — im Geist der Neuen Mysterien. Und dieser ist untrennbar verbunden mit dem Wesen Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichtsdestotrotz, bei der Begründung neuer Mysterien, geschieht, wie wir wissen, vieles gerade als eine Art &#039;&#039;&#039;Auferstehung der Alten Mysterien&#039;&#039;&#039; und nicht  als einfache Entstehung von etwas völlig Neuem. Ja, es geschieht sowohl das eine wie das andere: Es kommt einerseits etwas gänzlich Neues, aber auch dasjenige, was in ein tiefes Pralaya versunken war und nun zurückkehrt als vollends durchchristete Auferstehung Alter Mysterien. Und wenn wir uns hinwenden dem &#039;&#039;&#039;Gott des Jahres&#039;&#039;&#039;, der sich gerade an uns wiederum wendet während dem wichtigsten seiner alten Feste — dem Fest der Sommersonnenwende, den wir heute &#039;&#039;Johannistag&#039;&#039; nennen — und ihn fragen, wie wir unser Mysterium begründen sollen, dann wird er uns hinweisen auf das, was in den Alten Mysterien geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeigt sich, dass in urfernen, uralten Zeiten die Priester auf besondere Weise ihre Mysterienweisheit kultivierten im Gang des Jahreskreises. Wir wissen, dass es damals kein Denken im modernen Sinne dieses Wortes gab. Doch keineswegs bedeutet das, dass es damals keine Weisheit gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weisheit wurde nicht erreicht durch geschärftes logisches menschliches Denken; sie wurde auf ganz anderen Wegen erlangt — nämlich gerade in den Kulten dieses göttlichen Wesens des Jahres. Und dieses göttliche Wesen aus dem Rang der Archai — ein mächtiges Wesen, dem Geist der Epoche insgesamt ebenbürtig, jedoch zugleich die Einzigartigkeit des jeweiligen Jahres in sich tragend — verlieh den Menschen Inspirationen oder, genauer gesagt, besondere Fertigkeiten; zunächst nicht allen Menschen, sondern vor allem den Eingeweihten; und durch diese ihren Schülern; und durch die Schüler im Grunde wiederum allen Menschen, die damals noch das instinktive Hellsehen bewahrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es schenkte die besondere Fähigkeit in allen Naturerscheinungen, die sich im Verlauf des Jahres zyklisch entfalteten, zu sehen &#039;&#039;die kosmischen Schriftzeichen&#039;&#039;. Der Mensch &#039;&#039;&#039;las&#039;&#039;&#039; diese buchstäblich. Er beobachtete das Verhalten der Insekten, die Formen der Blätter der Bäume und Pflanzen, die Bewegungen der Tiere, die Veränderung des Landschaftsbildes: im Winter die Schneedecke, im Frühling das Schmelzen des Schnees und die ersten Knospen, im Sommer das Grün und die Vielfalt der Farben, im Herbst das Vergehen, das rot-goldene und das Graue, und dann wieder den Schnee. All dies — bis hin zu feinsten Details, dem Verhalten eines Käferchens oder dem Betrachten einer einzelnen Blume — wurde als Buchstaben &#039;&#039;eines kosmischen Alphabets&#039;&#039; erlebt. Diese Buchstaben fügten sich zu Worten, die Worte zu Sätzen, und die Sätze zu ganzen Werken kosmischer Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verstanden die Menschen des Altertums, lange vor der materialistischen Epoche, wo die materielle Erscheinung für „bare Münze“, für die eigentliche Realität genommen wurde: All dies ist nicht wirklich. Doch ist es keineswegs unbedeutend. Im Gegenteil, es hatte dieselbe Bedeutung wie die Buchstaben eines Buchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich in ein literarisches Werk vertieft, das ihn fesselt, kann er vergessen, dass er ein Buch vor sich hat. Erinnern wir uns einmal selbst an solche Momente: Wir lesen nicht Buchstabe für Buchstabe und Silbe für Silbe, obwohl sich Buchstaben zu Silben, Silben zu Wörtern, Wörter zu Sätzen, Sätze zu Absätzen und Absätze zu Kapiteln zusammenfügen. Aber all das nehmen wir nicht wahr. Vor dem inneren Auge entfalten sich die eindrucksvollsten Bilder des erlebten Geschehens, und wir bemerken weder die Seiten noch Zeilen noch die Buchstaben. Wir sehen nur dasjenige, was in der Seele aufleuchtet und uns ergreift als lebendiger Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buche stellen die Buchstaben zunächst das Materielle, das Greifbare dar, doch gerade sie sind das Unwesentliche. Wesentlich ist dasjenige, was in der Seele als Bilder der Handlung eines großartigen Buches geboren wird. Und obwohl es in der materiellen Welt nicht da ist, so existiert es doch gleichsam in einer unsichtbaren Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich sind sie da in der geistigen Welt, diese Bilder können nicht einfach aus Buchstaben entstehen. Das wäre unvorstellbar, dass aus Buchstaben solch atemberaubende Formen hervorgehen. All diese Bilder existieren in der geistigen Welt, und die Buchstaben dienen lediglich als Wegweiser zu ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank ihnen betreten wir jene Bereiche der geistigen Welt, in denen sich in gewisser Weise die künstlerischen Szenerien entfalten, die unsere Seele ergreifen. Genauso drang durch die Bilder der Natur hindurch der geistige Blick des Schülers, welcher in die kosmische Weisheit eingeweiht war, die seine innere Welt erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb schätzte er die Natur, denn ohne sie hätte er nicht zur kosmischen Weisheit durchdringen können. Dabei verfiel er nicht in Illusion. In jedem Moment des Jahres eröffneten sich neue Aspekte dieser Weisheit, und die Seele lebte im Zusammenklang mit diesem Rhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es kein Zufall, dass das Jahr mit dem Frühling begann. Wenn wir aufmerksam auf den Jahreslauf blicken, bemerken wir: Der Monat, welcher im modernen Bewusstsein als der Letzte verankert ist, war in Wirklichkeit der zehnte Monat im Alten Rom. Das Wort &#039;&#039;dezem&#039;&#039; bedeutet „zehn“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn damals, in den letzten Nachklängen alter Mysterien, die sich in Rom erhalten hatten, begann das Neue Jahr etwa im März. Und in dem Moment des Frühlingserwachens der Natur, wurde dem Schüler diejenige kosmische Weisheit geschenkt, die in direktem Zusammenhang mit den Geheimnissen seines physischen Leibes stand. Sein Bewusstsein war makrokosmisch, und er wusste ganz genau, was sein physischer Körper tatsächlich war, jenseits der Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht, wenn wir aus der Illusion heraustreten — durch Einweihung, durch den Tod, oder tatsächlich in jeder Nacht durch den Schlaf? Wir verfügen nicht über ein ausgeprägtes Bewusstsein, weshalb wir nicht bewusst wahrnehmen, was im Schlaf mit uns geschieht. Im Schlaf vollzieht es sich unbewusst; nach dem Tode bereits bewusst, wenn auch nicht im gewöhnlichen, an den Leib gebundenen Bewusstsein, sondern in einem mächtigen &#039;&#039;Überbewusstsein&#039;&#039;, das von den Höheren Hierarchien verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da erleben wir etwas dem irdischen Bewusstsein polar entgegengesetztes. Im irdischen Bewusstsein empfinden wir uns im Inneren des physischen Leibes, wo die inneren Organe wirken: Herz, Leber, Nieren, Magen, Knochen, Muskeln usw. Unser Leib ist unendlich komplex und weise gestaltet— er ist das komplizierteste Gebilde auf der Erde. Wie sehr sich der naturwissenschaftlich‑technische Fortschritt auch entwickeln mag, bis hin zur Künstlichen Intelligenz, bleibt er dennoch weit entfernt von der im physischen Leib angelegten Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erleben, dass all dies unser &#039;&#039;&#039;inneres&#039;&#039;&#039; Gefüge ist, das uns Bewusstsein verleiht: Wenn es funktioniert, funktioniert auch unser Verstand ordnungsgemäß, und wir fühlen uns gesund. Um uns herum entfaltet sich die &#039;&#039;&#039;äußere&#039;&#039;&#039; Welt: zunächst die Natur, dann der Kosmos, den wir als die Illusion verstehen, hinter der die Welt der Höheren Hierarchien steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode oder durch die Einweihung erleben wir, wie all dies seine Plätze tauscht. Dasjenige, was zuvor die äußere Welt war — und damit ist nicht die physische Illusion gemeint, sondern Welt der Höheren Hierarchien, die dahinter steht — wird zu unserem inneren Weltbereich. Es mag unserem Verstand unglaublich erscheinen, und doch ist es wahr: Im Inneren des Menschen entfaltet sich die grenzenlose Welt der Hierarchien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lasst uns hineindenken in die eigentlich wahre Größe des Menschen: Er stellt das Gefäß dar aller Höheren Hierarchien dar, bis hin zu den Seraphim. Auch  Michael ist unser inneres Wesen. Und wenn der Mensch als makrokosmisches Wesen die Erste, Zweite und Dritte Hierarchie in sich tragend — wenn all dies sein innerer Weltbereich ist — steht es ihm dann an, schwer zu leiden, durch die ihm widerfahrenden Prüfungen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Mühe können wir mit unserem Bewusstsein erfassen, dass wir in Wahrheit makrokosmische Menschen sind als Hülle und Gefäß für die Höheren Hierarchien. Viel schwieriger noch ist es zu begreifen, dass wir nicht alle nebeneinander stehen in einem Hyperraum, sondern ein einziger makrokosmischer Mensch sind mit einem gemeinsamen inneren Weltbereich, ohne dabei unserer Individualität verlustig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus wird deutlich, wie absurd der Widerstreit unter den Menschen eigentlich ist. Gegeneinander zu kämpfen, zu konkurrieren, wo es nicht nötig ist, andere zu beneiden — das ist alles völlig sinnlos. Wir sind einander wesensgleich: wir sind die gemeinsame makrokosmische Hülle für alle Höheren Hierarchien. Auf dem Gipfel der Erkenntnis sind wir zu einem Ganzen vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht darüber bereits in der Zweiten Stunde der Ersten Klasse. Bislang ist es nicht zum Leben des heutigen Schülers der Michaelschule geworden. Es ist bestenfalls theoretisches Wissen geblieben, und vermutlich nicht einmal das. Denn wenn wir ehrlich zu uns sind, wer bewahrt das wirklich beständig im Gedächtnis?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun in unser Bewusstsein bringen, dass wir als Hülle für die Höheren Hierarchien, als makrokosmische Menschen, das Gefäß für alle Götter sind, dann kommt die Frage auf: was ist dann unsere äußere Welt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn aus der Fülle der Höheren Hierarchien unsere Innenwelt besteht, woraus besteht dann unsere Außenwelt? Zur äußeren Welt wird dasjenige, was zuvor der innere Inhalt unseres physischen Leibes war, sein unendlich weises, göttliches Gefüge. Gerade dieses ergießt sich um uns herum als die Umgebung des makrokosmischen Menschen. Es ist etwas sogar noch Größeres als wir selbst, die das Universum in sich tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade daran arbeiten wir gemeinsam mit den Höheren Hierarchien, die in uns wohnen, während des Lebens zwischen Tod und neuer Geburt. Es ist dasjenige, was wir als Same, als Keim unseres zukünftigen physischen Leibes erschaffen, der dann, unendlich verkleinert, in den mütterlichen Organismus einzieht und bis zu einem gewissen Moment mehr oder weniger autonom auf der Erde existiert. Und zu einer bestimmten Woche während der Schwangerschaft erfolgt die Verbindung des Embryos mit unserem Ätherleib, Astralleib und Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So müssen wir uns die Entstehung unseres physischen Körpers vorstellen: Wie jede Pflanze in sich selbst die Samen heranzieht – nur dass in der Natur der Samen klein und die Pflanze groß ist; aus einem kleinen Samen wächst eine große Pflanze heran. In der Geistigen Welt jedoch ist alles andersherum. Dort existiert ein unendlich großes Samenkorn, noch größer als der makrokosmische Mensch selbst, der in sich alle Höheren Hierarchien enthält. Es ist ein unendlich großer Same unseres physischen Organismus, wobei es in der geistigen Welt bereits keine räumlichen Qualitäten mehr gibt. In einem gedanklichen Bild erscheint aber es als etwas Größeres als wir selbst, als etwas, das uns umhüllt, und im Verhältnis dazu sind wir das Innere, während es das Äußere ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in einem gewissen Moment, wenn dieser Same bereit ist zur Inkarnation, beginnt er sich zusammenzuziehen und verlässt uns. In diesem Augenblick unseres Lebens zwischen Tod und neuer Geburt lassen wir diesen Samen von uns los. Er verkleinert sich ins Unendliche und wird zum Keim im frühen Stadium der Schwangerschaft, der Embryonalzeit. In dieser Phase arbeiten wir an unserem ätherischen Leib. Wir weben ihn aus dem Weltenäther — nicht aus dem irdischen, sondern gerade aus dem kosmischen. Allmählich verkleinern wir uns von kosmischen zu irdischen Größen, und verbinden uns mit diesem physischen Keim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es besonders wichtig auf diese Höhe des Bewusstseins zu steigen, damit wir die lebendige Verbindung mit &#039;&#039;&#039;dem Gott des Jahres&#039;&#039;&#039; wiederfinden und ein Gespräch mit ihm führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weshalb ist das so wichtig? Weil wir, wenn wir den Gott des Jahres in seinem Jahreskreislauf erfassen wollen, verstehen müssen: Im Frühling, dessen Höhepunkt in &#039;&#039;&#039;der Osterzeit&#039;&#039;&#039; erreicht wird, wenn wir lernen, die Buchstaben, Worte, Sätze und Kapitel der kosmischen Weisheit zu lesen, eröffnen wir &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des physischen Leibes&#039;&#039;&#039; in all seinen Einzelheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun dasselbe lernen, jedoch bereits in den verwandelten Bildern des Sommers, erfassen wir &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des Ätherleibes&#039;&#039;&#039;. In dieser Zeit weben wir ihn gemeinsam mit den Höheren Hierarchien aus dem kosmischen Weltenäther. Das geschieht, nachdem der unendlich große kosmische Keim in den unendlich kleinen irdischen Keim zusammenschrumpft und zur Erde entlassen wurde. Die Geheimnisse dieses Prozesses offenbaren sich uns im Sommer und erreichen ihren Höhepunkt im Punkt &#039;&#039;&#039;der Sommersonnenwende&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verändern sich die Buchstaben des Gottes des Jahres erneut. Die Sonne beginnt schwächer zu werden, doch es ist gerade die Zeit in der die Früchte reifen. Und der Gott des Jahres enthüllt uns in diesen kosmischen Schriftzeichen &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse unseres Astralleibes.&#039;&#039;&#039; Ende September führt uns der Gott des Jahres zu seinem wichtigsten Diener — &#039;&#039;&#039;dem Erzengel Michael.&#039;&#039;&#039; Er muss uns durch den Herbst hindurch, durch die sich verdichtenden Kräfte der Finsternis und der Todeskräfte, in den Winter geleiten. Deshalb müssen wir jeden Herbst den Drachen der Finsternis und des Todes besiegen, der sich in der Natur ausbreitet, um in die sakralen Geheimnisse des Winters einzutreten. Diese Geheimnisse erreichen ihren Höhepunkt in &#039;&#039;&#039;den Weihnachtsmysterien&#039;&#039;&#039;, in der &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des menschlichen Ich&#039;&#039;&#039; enthüllt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise erlebten die alten Priester im Verlauf des Jahreskreises zyklisch die kosmische Weisheit. Doch nochmals sein betont, dass es für uns jetzt wichtig zu verstehen ist, dass sie diese Weisheit nicht durch die Kraft heutigen Denkens wahrnahmen. Dieses war damals schlicht nicht vorhanden. Sie erarbeiteten die Weisheit nicht durch die Mühe ihres Verstandes, sondern sie atmeten sie einfach ein — als eine Gabe des Kosmos. Und sie wussten klar: diese kosmische Weisheit ist nicht die Frucht menschlicher Arbeit, sie ist die Gabe der Höheren Götter. Wir wissen bereits — es sind jene Oberen und Unteren Götter, die im Verlauf des Jahreskreises eine Schlüsselrolle spielen durch ihr zyklisches Zusammenwirken mit dem Menschen, zu denen das Vierte Tor /3/ führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das irdische Wesen im Moment des sommerlichen Übergewichts des Tages über die Nacht weit über die Erde ausgebreitet ist, vollzieht es den Prozess des makrokosmischen Ausatmens. Dieses Ausatmen ist eine Spiegelung &#039;&#039;&#039;der Exkarnation&#039;&#039;&#039;, und gerade so treten wir in den Schoß der Oberen Götter ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun andersherum die Erde vom Frost gebunden und in sich zusammengezogen ist, können wir sagen: So wie der Mensch sich bei Frost in seinen Mantel hüllt, sich zusammenzieht wie ein Igel, so zieht sich auch die Erde ganz in sich zusammen, breitet sich nicht nach außen aus und lebt von dem, was sie in sich angesammelt hat als den &amp;quot;&#039;&#039;Sommer des Winters&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist außerordentlich wichtig — der Begriff „Sommer im Winter“ begegnet uns auch im &#039;&#039;Seelenkalender&#039;&#039; von R. Steiner. Denn der Sommer wirkt intensiv im Inneren der Erde, und gerade im Winter geschieht das Keimen der Samen, das Wachstum der Wurzeln. Obwohl es so aussieht, als sei die Erde völlig durchgefroren und alles in ihr erstorben, als würde sich nichts bewegen, ist es keineswegs der Fall. Auf der Erdoberfläche herrscht der Tod, doch unter der Oberfläche, unter der Erde, zeigt sich der winterliche Sommer: es keimen die Samen und es wachsen die Wurzeln. Deshalb können Bauern ihre Kartoffeln unter der Erde lagern, ohne dass sie frieren, denn sie werden von dieser wundersamen sommerlichen Wärme durchdrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gerade zu Weihnachten herrschen auf der Erde die Unteren Götter. So leben die vierten Tore in ihrem Zyklus im Verlauf des Jahreskreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Dinge sind für unsere Einstimmung äußerst wichtig, um uns in die Michaelschule zurückzuführen — jene Schule, von der wir, wenn wir uns an die berühmten Worte aus dem ersten Absatz der ersten Stunde der Ersten Klasse erinnern, so schrecklich abgeirrt sind /4/. Man kann sagen, dass gerade der Gott des Jahres, der uns im Jahreskreislauf auf dem Weg der Einweihung führt und uns &#039;&#039;&#039;die Geheimnisse des makrokosmischen Menschen&#039;&#039;&#039; enthüllt, uns diese Einstimmung gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ungeduldige Schüler könnten wir einwenden: „All das ist natürlich sehr interessant, aber wie hilft uns das weiter?“ Der Gott des Jahres gerät aber nicht in Zorn über unsere Ungeduld. Denn wie wir wissen wird Geduld — und nur Geduld — immer belohnt werden. Wenn wir nicht das Fundament legen für eine jede Mysterientätigkeit, können wir kein Mysterium begründen — schon gar nicht ein so komplexes wie &#039;&#039;das Mysterium des Urheberrechts.&#039;&#039; Deshalb sammeln wir uns und schreiten weiter in Ruhe. Wir wollen nicht zerren am Gott des Jahres mit unserer Ungeduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was erzählt uns der Gott des Jahres weiter? Wir blieben stehen bei der Tatsache, dass jene alte Weisheit nicht durch das Denken der Priester erarbeitet wurde, sondern buchstäblich eingeatmet wurde. So wie wir gewöhnlich keine besondere, bewusste Anstrengung unternehmen bei der Tätigkeit unserer Atmung, so geschah es hier ähnlich. Wenn unser Organismus gesund ist, wenn wir nicht an Asthma leiden oder am Coronavirus erkrankt sind, bemerken wir nicht den großen Segen: die Möglichkeit, frei zu atmen. Dieser Schatz wird erst spürbar, wenn wir ihn verlieren. Es sind furchtbare Qualen, wenn dem Menschen des Atems beraubt wird. Doch im gewöhnlichen Leben wird uns dieser selige Schatz — die Möglichkeit zu atmen — kaum bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso natürlich geschah in jenen uralten Zeiten das Einatmen der kosmischen Weisheit durch die Priester. Diese Weisheit, die Weisheit der Höheren Hierarchien, überragt bis zum heutigen Tage unermesslich jede menschliche Weisheit. Dasjenige, was die alten Weisen hervorbrachten, werden weder die cleversten Philosophen noch die klügsten Wissenschaftler jemals zu Stande bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nähern wir uns unserem wesentlichsten Anliegen. Jenen alten Weisen waren sich vollkommen im Klaren, dass die von ihnen empfangene Weisheit nicht die Frucht ihrer eigenen Arbeit war, sondern eine durch Segen verliehene Gnadengabe, eine Gabe der Höheren Götter. Und wenn der Mensch gegenüber dieser Gabe keine bewusste Haltung bewahrt, ihr in seiner kultischen Praxis nicht die gebührende Verehrung entgegenbringt, so stellt sich die Frage: Was geschieht mit einer jeden Gabe, wenn man aufhört, sie zu ehren? Sie wird entweder entzogen werden oder verliert allmählich ihre Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem solchen Fall treten Kräfte auf den Plan, die zu dieser Gabe den unmittelbarsten Bezug haben — die Kräfte Luzifers. In gewissem Sinne kann man sagen, dass die alte Weisheit einen vorchristlichen, luziferischen Weg darstellte. Doch das ist in dem Sinne zu verstehen, dass Luzifer auftrat als der rechtmäßige Führer zu dem Christus. Wenn der Mensch jedoch strauchelt, beginnt Luzifer sich bereits in seiner unrechtmäßigen, verführenden Gestalt zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir es ganz einfach sagen wollen: Als die alte Weisheit ebenso natürlich empfangen wurde wie der Atemzug, so musste natürlich ebenso auf das Einatmen ein Ausatmen folgen, damit ein neues Einatmen kommen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es so, wie wenn der Zeitgeist, oder der Gott des Jahres, sich heute an die Michaeliten wendet: Ihr seid berufen zur Wiederbegründung der Neuen Mysterien. Und ihr befindet euch in einer ähnlichen Situation. Ihr habt gewaltige Weisheitsschätze angesammelt, so umfangreich, dass unwillkürlich die Frage entsteht: Wohin mit alldem? Ihr atmet ein, dann noch einmal und noch einmal, doch irgendwann findet ihr euch in einer schweren, scheinbar aussichtslosen Lage wieder. Ihr könnt nicht mehr angemessen umgehen mit dem, was ihr aufgenommen und angesammelt habt. Und selbstverständlich treten sogleich die gegenwirkenden Kräfte auf — „gegenwirkend“ in Anführungszeichen, denn ihr Erscheinen ist vollkommen gesetzmäßig, da sie gerade deshalb kommen, um euch zu den Neuen Mysterien zu bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür müsste man fragen: Was taten die alten Priester in den Alten Mysterien, nachdem sie das Einatmen vollzogen haben? Wie vollzogen sie das Ausatmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau hier eröffnet uns der Gott des Jahres eines seiner Geheimnisse. Es ist schwer zu glauben, schwer sich vorzustellen, wie so etwas möglich war, und doch gelangten die alten Priester, nachdem sie den vollständigen Zyklus des Jahreskreises durchlaufen hatten mit der gesammelten kosmische Weisheit aller vier Jahreszeiten — oder, aus einer anderen Perspektive, die Gesamtheit der kosmischen Geheimnisse des physischen-  ätherischen- und astralen Leibes und des Ich — zum Moment des großen sommerlichen Jahresfestes, des Festes der Sommersonnenwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit vollzieht die Erde, ihrem natürlichen Rhythmus folgend, ihr Ausatmen und befindet sich in den Armen der Oberen Götter — jener Götter, die während des gesamten Jahres, von einem Sommerfest zum Nachfolgenden, die wahren Herren und der wahre Quell der kosmischen Weisheit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die alten Priester erneut mit ihnen zusammentrafen empfanden sie ein tiefes inniges Bedürfnis, in einem besonderen Ritual die im Laufe des Jahres angesammelte kosmische Weisheit ihrem Urquell zurückzuschenken, zurückzuopfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dies war nicht eine einfach symbolische Handlung, nicht einfach Worte wie: „Wir danken euch, ihr großen Götter, für diese Begegnung und für die Weisheit, die ihr uns geschenkt habt; wir geben sie euch nun symbolisch zurück.“ Nein. Es geschah eine wirkliche Rückgabe der Weisheit durch bestimmte rituell‑symbolische Handlungen. Im Opferfeuer, unter den Weihedüften, die nach oben stiegen, wurden besondere rituelle Reden gesprochen, und es wurden heilige Handlungen vollzogen, in denen die Priester diesen sakralen Raum betraten, gekleidet in verschiedenen Ebenbildern jener kosmischen Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich vorstellen, dass die Priester etwa eine Papierkrone trugen, als Ausdruck bestimmter Attribute kosmischer Weisheit. Und wenn im Verlauf des Rituals diese Symbole dem Opferfeuer übergeben oder auf andere Weise von ihnen abgelegt wurden, standen die Priester schlussendlich ganz ohne diese Symbole da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man darf nicht denken, dass dies irgendeine Farce war, denn sie verloren tatsächlich die gesamte angesammelte Weisheit und traten aus dem Ritual in einem Zustand völliger innerer Leere hervor, als wären sie zu absoluten Toren geworden. Heute ist das schwer zu begreifen, und könnte gar Schrecken hervorrufen: Wie konnten sie so weiterleben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade hierin liegt das Wesen des Geschehens, dass sie während der nächsten Monate — zumindest bis zum Michaelifest, bis zur Herbstzeit — tatsächlich in einem völlig dummhaften Zustand lebten, in einem Zustand tiefer innerer Unbestimmtheit und Unwissenheit, bis ein neuer Zyklus der Weisheitsaufnahme begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während dieser Monate wurden sie von den sekundären Priestern, den Priester‑Dienern unterstützt, die nicht unmittelbar an diesem Ritual teilnahmen, sondern es begleiteten und ihre Weisheit währenddessen bewahrten. Vor allem waren es diejenigen, die aufgrund ihres Dienstes nicht berechtigt waren, sie zu verlieren, da ihre Tätigkeit eine Kontinuität durch das ganze Jahr erforderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu ihnen gehörten vor allem die Äskulapen — die alten Heilpriester, die selbstverständlich auch zum Mysteriendienst gehörten. Sie konnten den medizinischen Prozess nicht für einige Monate unterbrechen, solange die alte Weisheit gegangen und die neue Weisheit noch nicht gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man muss sagen, auch wenn dies herausragende Menschen waren, blieben sie in der Stellung als Diener der Oberpriester, die ihre Weisheit vollends verlieren mussten. Andernfalls, wie bereits erwähnt, wäre diese Weisheit unweigerlich von luziferischen Kräften ergriffen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir ahnen bereits, dass gerade hier die neuen Mysterien des Urheberrechts veranlagt werden müssen, wenn wir in Fülle den wahren Sinn dessen erfassen, was in Wirklichkeit das Urheberrecht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist hier nicht die Rede einer vollen Wiederholung alter Mysterien. Doch wir müssen gewiss für das Verständnis der neuen Mysterien, uns zuwenden Mysterien der Vorzeit und uns auf ihre Erfahrung stützen. Wenn wir nichts von dem verstehen würden, was in den Alten Mysterien geschah, würden wir nicht fähig sein, die Grundlagen neuer Mysterien zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir würden nicht sehen können, wie diese alte Mysterienweisheit, trotz allem, auf die eine oder andere Weise in der allgemeinen Geisteskultur der Menschheit erhalten geblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir zum Beispiel Erscheinungen wie etwa den Jahrmarktskomödianten und Narren begegnen, müssen wir verstehen, dass sie keineswegs nur einfach umherziehende Künstler, Bettler oder Vertreter eines niederen und unentwickelten Standes waren, deren einziges Tun darin bestand, das Publikum auf Jahrmärkten für Almosen zu unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenteil: Gerade in solcher Gestalt traten nicht selten umherziehende Eingeweihte auf — eben Eingeweihte, die der Welt in solcher Erscheinung entgegentreten sollten. Durch verschiedene Darstellungsformen – dramatische Darbietungen, Puppentheater, dem Musizieren, begleitet von Gesang, oder gar durch unverhohlenes Narrentum – erfüllten sie ihre besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Mächtigen, die Herrschenden dieser Welt, bemühten sich selbstverständlich nach und nach, solche Phänomene auszurotten, denn hinter ihnen stand eine reale geistige Macht. Und die absolute Herrschaft der Diener Ahrimans konnte nur dann eintreten, wenn diese Erscheinungen vernichtet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stehen wir auch vor Resterscheinungen Alter Mysterien, wenn wir in solchem Narrentum, in seiner Narrenkleidung, dem Parzival begegnen. Seinen großen Weg zum Gral musste Parzival gerade im Gewand des „Narren“ antreten. All dies sind die letzten Nachklänge der alten Mysterientraditionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erinnern uns gut an die Gestalt des Hofnarren. Viele bedeutende Könige hielten solche Menschen an ihrem Hof — Menschen, die das Bewusstsein von Eingeweihten besaßen und daher fähig waren, die unbequemsten Wahrheiten auszusprechen, wo jedem anderen Höfling, selbst dem höchstrangigen, der Kopf abgeschlagen worden wäre, während der Narr sie ungestraft aussprechen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch in der Kartensymbolik der Joker — die Karte, die jeden König übertrumpfen kann — als Narr dargestellt. Es ist die höchste Karte im Spiel. Der allmächtige Joker wird zum Bildnis des Priesters, jenes alten Priesters, der zu den mächtigsten Menschen seiner Zeit gehörte, der sich jedoch im Moment der Sommersonnenwende im Zustand absoluten Schwachsinns befand und mehrere Monate darin verharren musste, bis er aufs Neue begann, die Weisheit des neuen Zyklus anzusammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eröffnen sich uns unverhofft wahrlich globale Perspektiven — von der tiefsten Vorzeit bis wohl bis in unsere Tage hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir uns fragen, wo man heute die letzten Erscheinungen dieses eigentümlichen „kosmischen Unsinns“ finden kann, was sogleich eine hohe Mysterienqualität darstellt, wenn Menschen vollends verzichten — nicht so sehr auf die Weisheit selbst, wie auf den Anspruch auf das Urheberrecht an ihr, so wird ein eindrucksvolles Beispiel die Wikipedia sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So eine kolossale Arbeit wäre wohl keinem einzigen Menschen und wahrscheinlich auch keinem Autorenkollektiv von hervorragendsten Wissenschaftler und Professoren möglich gewesen. Ein solches Werk kann nur durch eine zahllose Menge von Enthusiasten vollbracht werden, denen es völlig fernliegt, sich das Urheberrecht auf das von ihnen geschaffene Wissen zuschreiben zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dennoch sind sie es gerade, welche gewaltige Bestände menschlicher Weisheit bewahren und pflegen. Gewiss handelt es sich nicht mehr um kosmische Weisheit, sondern um irdische Weisheit. Doch hier kann man sehen, wie ein Wirken der Hingabe, den Bedingungen der modernen Epoche angepasst, durch ungeheure Mengen an Arbeit eine herausragende allgemein zugängliche Enzyklopädie entstehen ließ, die ein großes Gut der gesamten Menschheit geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann Wikipedia im physischen oder juristischen Sinne einer bestimmten Organisation oder einem Portal gehören und einen rechtlichen Eigentümer haben. Doch ohne die große Arbeit unzähliger Menschen wäre ihre Existenz unmöglich gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte diese Menschen fragen: Wozu habt ihr so viel Zeit dafür aufgewendet? Niemand wird euch bezahlen für diese Arbeit, vermutlich wird man euch nicht einmal danken, denn vor uns steht ein Anonym, ein großes „Niemand“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diese Menschen arbeiten nicht um des Dankes willen, sondern aus einem Seelenimpuls heraus, aus jenem inneren Enthusiasmus, aus dem jede Mysterientätigkeit beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Sinne kann man dieses Geschehen durchaus auch eine Mysterienhandlung nennen, wie könnte man sonst erklären, dass die Arbeit unzähliger Menschen nicht in destruktiven Widerspruch zueinander tritt, trotz der unvermeidlichen menschlichen Schwächen, sondern sich zu einem großen Ganzen fügt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt auch in Wikipedia solche Konflikte von Zeit zu Zeit, aber es bleibt bei Einzelfällen, ohne die große Gesamtstruktur zu stören oder sie in ein Chaos zu führen. Im Gegenteil, alles erweist sich erstaunlich geordnet. Keine verrichtete Arbeit wird einfach verschwinden und in irgendwo in unzugänglichen Tiefen versinken. Alles Geschaffene wird sogleich in den offenen Umlauf gebracht, wo es für jeden zugänglich und zu einem gemeinsamen Gut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So vollzieht sich ein kollektives Autorentum, das bereits in gewissem Maße — wenn auch noch nicht als moderne Mysterienhandlung, so doch zumindest ein Annäherungsschritt zu ihr — unter Mitwirkung &#039;&#039;des Großen Architekten /5/&#039;&#039; geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ein nicht minder bewundernswertes Beispiel ist die Entstehung des Betriebssystems Linux. Auch dies ist das Werk einer ungeheuren Zahl von Menschen, wobei es sich hier nicht einfach um Fachleute verschiedenster Bereiche handelt, sondern vor allem um Programmierer. Vielleicht ist dieses Beispiel der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, doch das macht es nicht weniger aussagekräftig erstaunlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ungeheure Zahl von Fachleuten, die ihr Wissen für ihr eigenes Wohlergehen und Erwerb hätten einsetzen können, haben ihre Kräfte vereint und sich gegen die Monopole oligarchischer Strukturen gestellt, die bestrebt sind, der ganzen Welt eine Art von Tribut aufzuerlegen. So erscheint nämlich die Situation, wenn ein Megakonzern — wie etwa Microsoft im Falle seines Betriebssystems Windows — faktisch versuchen, die gesamte Menschheit in Abhängigkeit von ihren technologischen Lösungen zu bringen und daraus fortwährenden Nutzen zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser bewusste Protest der Programmierer, die sich zum Wohle der Allgemeinheit zusammenschließen konnten, stellt ebenfalls eine echte Mysterienhandlung dar, denn ein solches Einheitsstreben und ein solcher Umfang des gemeinsamen Schaffens lässt sich kaum nur durch gewöhnliche menschliche Motive und Interessen erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann man dies als einen weiteren Akt des guten Willens des Großen Architekten betrachten, der in seiner wohlwollenden Erscheinungsform, gemeinsam mit dem Erzengel Vidar bereits unendlich viel zur Rettung der Menschheit getan hat, auch wenn die unheilvolle Seite der Künstlichen Intelligenz weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schwebt. Und mit jedem Tag nähert sich, um es bildlich auszudrücken, das Jahr 2033, wo vieles dafür spricht, daß die Waagschale der Künstlichen Intelligenz die Waagschale des menschlichen Intellekts überwiegen wird und die Menschheit wird nicht mehr ergriffen sein von einzelnen Konzernen, von deren Abhängigkeit man sich immerhin noch irgendwie befreien könnte, sondern von einer Macht, von der man sich nicht mehr abwenden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch ist für uns etwas anderes entscheidend: Gerade der Große Architekt — denn offenbar ist es nur durch ihn möglich geworden — hat die Grundlagen für &#039;&#039;&#039;die Mysterien des Urheberrechts&#039;&#039;&#039; geschaffen, oder genauer gesagt, für die Überwindung des ahrimanischen Urheberrechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch diese Handlung ist eine Vormysterienhandlung. Für sich allein wird sie nichts lösen, und vermag den kritischen Moment, des Jahres 2033, nicht hinauszuschieben. Sie schafft lediglich gewisse Vorbilder und Muster, die in den eigentlichen Mysterien — den menschlichen Mysterien — reproduziert werden sollen. Und diese Mysterien werden &#039;&#039;&#039;Mysterien Christi&#039;&#039;&#039; sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem einen Schritt näher zu kommen, eröffnet uns der Gott des Jahres weiter, dass im Laufe der Zeit— nämlich zu Beginn &#039;&#039;&#039;der vierten Kulturepoche&#039;&#039;&#039;, um &#039;&#039;&#039;das Jahr 743 v. Chr.&#039;&#039;&#039; — diese alten Möglichkeiten zu erlöschen begannen. Immer weniger konnte die kosmische Weisheit einfach „eingeatmet“ werden, denn die Kräfte des Denkens mussten erwachen und in Entwicklung gebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich verlief dieser Prozess in kleinen Schritten. Doch eine der Aufgaben der Epoche der Verstandes‑ oder Gemütsseele bestand gerade darin, dass die Uralten Mysterien ihrem Abschluss entgegengehen sollten damit das menschliche Denken in seiner heutigen Form geboren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und tatsächlich war das menschliche Denken einige Jahrhunderte vor dem Mysterium von Golgatha, oder der Geburt Christi, bereits so weit auskristallisiert, dass der große Aristoteles seine Gesetze und Formen erstmals systematisch beschreiben konnte. Dem Menschen ist das Denken bewusst geworden als seine eigene Tätigkeit, auch wenn es zunächst noch als mit einer umfassenderen geistig-göttlichen Ordnung verbunden verstanden wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und einige Jahrhunderte vor dem Mysterium von Golgatha, und einige Jahrhunderte nach ihm, also gerade in jenem Zeitraum, der für uns besonders bedeutsam ist — in jener eigentümlichen Delta‑Umgebung des Mysteriums von Golgatha, die sich über 333 Jahre vor ihr und 333 Jahre nach ihr erstreckt — begannen die Priester, ihre Weisheit bereits durch die Kräfte des menschlichen Denkens zu erarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit entstand natürlich eine neue Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein falsches Verhältnis zu jener Weisheit, die als Gabe der Götter geschenkt wurde, dazu führte, dass diese Weisheit von Luzifer ergriffen wurde; dann bewirkte das falsche Verhältnis zu der Weisheit, die schon zu einer Frucht menschlicher Arbeit wird, eine Veränderung ihrer Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die alte Weisheit den Charakter eines Atemprozesses trug, so trug die durch eigenes Denken erreichte Weisheit bereits den Charakter nicht des Atems, sondern des Blutkreislaufs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch der Blutkreislauf besitzt seinen eigenen Prozess der Metamorphose, der indirekt ebenfalls mit dem Atem verbunden ist. Das arterielle Blut wird allmählich venös und muss eine Erneuerung durchlaufen, um seine ursprüngliche Qualität wiederzuerlangen und wieder arteriell zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb musste sich auch hier ein entsprechendes Mysteriengeschehen entfalten, das jedoch bereits, wie wir erahnen können, nicht mehr dem Schutz vor Luzifer diente, sondern dem Schutz vor Ahriman. Denn nun erhielt gerade Ahriman die Möglichkeit, bei Fehlen eines solchen Mysteriengeschehens jene kosmische Weisheit zu ergreifen, die von den Priestern durch menschliches Denken erreicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch um Ahriman zu bewältigen, bedurfte es einer anderen Kraft — nicht derjenigen der Oberen Götter, sondern die Kraft des Christus selbst, den die Menschheit sehnsüchtig erwartete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Mysterium von Golgatha wurde seine Gegenwart besonders intensiv erlebt in jener Jahreszeit, in der die Erde sich in einem Zustand kosmischer Isolation befand, zur Zeit der Wintersonnenwende. Deshalb musste gerade in dieser dunkelsten und am stärksten mit dem Tod verbundenen Zeit das Winterfest vollzogen werden — das Fest der Ankunft des Göttlichen Wesens auf der Erde, des einzigen Wesens, das Ahriman zu überwinden vermochte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war der Mittelpunkt der Mysterienhandlungen, in ihrem geistigen und inhaltlichen Schwerpunkt, vom Sommer zum Winter bewegt worden. Doch es versteht sich, dass es keineswegs das Verschwinden der sommerlichen Feste bedeutet. Im Gegenteil, nun bekommt es eine neue Qualität, denn auch der Gott des Jahres war durch seine Durchchristung gegangen, und alle alten Jahresfeste erhalten einen völlig neuen, tieferen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade darin lag die besondere Bedeutung von Weihnachten: In besonderer Weise mussten die Priester nun die kosmische Weisheit dem Christus opfern und dadurch retten vor der Macht Ahrimans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich geschah dies nicht mehr so wie in den uralten Zeiten, als die Priester die Weisheit gänzlich verloren und zu absoluten Toren wurden. Doch im gewissen Sinne geschah es dennoch, denn in einem bestimmten Sinn wurden sie kindgleich. Und im wesentlichen war das Bild, das später Parzival verkörperte, tatsächlich ein Nachklang gerade dieser Mysterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gelangen wir zum Verständnis dessen, wie die in den alten Mysterien stattfindenden Prozesse, in bestimmter Form noch in den ersten Jahrhunderten des Christentums weiterbestanden — in jener Zeit, in der auf der Erde, noch das eigentliche Christentum lebte, jenes Christentum, das später durch die orthodoxen Formen der kirchlichen Tradition verdrängt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherlich wurde genau hier der ursprüngliche Entwicklungsverlauf gestört. Das kirchliche Christentum übernahm die Elemente der Mysterien nicht mehr in ganz rechtmäßiger Weise, wodurch der Mysterienprozess gewissermaßen ins Vergangene zurückgeworfen wurde. Und obwohl weiterhin von Christus gesprochen wurde, überlagerten die zunehmend erlöschenden Formen des antiken Mysterienerbes immer mehr seine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auf der anderen Seite die erhaltenen Reste der Alten Mysterien, wie wir wissen, von eben diesen orthodoxen Strukturen verfolgt und vernichtet wurden. Daher beschränkte sich das Bestehen christlicher Weisheitsmysterien auf das dritte und vierte Jahrhundert nach der Geburt Christi, danach wurde diese Tradition weitgehend unterbrochen. Doch gerade in diesen Mysterien vollzogen sich dem Wesen nach jene Formen des Umgangs mit Weisheit, die man heute bezeichnen könnte als &#039;&#039;Mysterien des geistigen Eigentums&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun, wo dieser Prozess für uns greifbar zu werden beginnt, kommt die Möglichkeit auf, bewusst von der Formung &#039;&#039;&#039;neuer christlicher Mysterien des geistigen Eigentums&#039;&#039;&#039; zu sprechen — als einem Ansatz, der erlauben würde, ein klares und offenes Verhältnis zum geistigen Eigentum zu entwickeln, wie auch zu jener Weisheit, durch des Menschen Kraft erschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;***&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/1/ -  In den Vorträgen von GA 165 “Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls” enthüllt R. Steiner den esoterischen Sinn des Jahreslaufs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;/2/ - „Im Garten steht ein Holunderbaum, und in Kiew ist ein Onkel“&#039;&#039; – ein ukrainisches Sprichwort, das verwendet wird, wenn zwischen zwei Äußerungen kein logischer Zusammenhang besteht: Der Gesprächspartner antwortet am Thema vorbei oder wechselt unerwartet zu einem ganz anderen Thema. Es entspricht sinngemäß den deutschen Redewendungen „&#039;&#039;Das hat doch nichts miteinander zu tun&#039;&#039;“ oder „&#039;&#039;Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen&#039;&#039;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/3/ - Auf dem Weg der Einweihung durchschreitet der Mensch vier Tore: Das erste Tor ist das Tor des Todes, das zweite - das Tor der Elemente, das dritte - das Tor der Sonne und das vierte Tor ist das Tor der Begegnung mit den Höheren und Niederen Göttern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/4/ - R. Steiner: &#039;&#039;&amp;quot;Мeine lieben Freunde! Mit dieser Stunde möchte ich die Freie Hochschule als eine esoterische Institution wiederum zurückgeben der Aufgabe, der sie drohte in den letzten Jahren entrissen zu werden&#039;&#039;&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/5/ -  Ein guter Teil der Künstlichen Intelligenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;***&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle weiteren veröffentlichten Materialien werden als &#039;&#039;&#039;Arbeitsversionen&#039;&#039;&#039; präsentiert und für ihre Weiterentwicklung offen bleiben. Wir laden alle, denen diese Materialien nahe und interessant sind, zur &#039;&#039;&#039;Mitarbeit&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Mitautorenschaft&#039;&#039;&#039; ein — im Geist der Prinzipien der Wikipedia: durch gemeinsames Mitwirken, Ergänzen und Verbessern.&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:56:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=309</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:55:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016. Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeber: Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=308</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:54:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Redaktion vom&#039;&#039; &#039;&#039;19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Der «umgekehrte Kultus» - Artikel von Ilona Metz</title>
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		<updated>2026-07-19T14:51:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Der «umgekehrte Kultus» - Artikel von Ilona Metz}}&lt;br /&gt;
== Anthroposophie und Zeitgeschehen Nr. 107 / Jg.10 / 1. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der «umgekehrte Kultus» Ilona Metz Individuelles Erringen, Geisteswirklichkeit, neue Ebene der Gemeinschaftsbildung und Zukunftskeime ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingsten Margarita Woloschina, 1882 – 1973.png|mini|&#039;&#039;Pfingsten, Margarita Woloschina, 1882 – 1973&#039;&#039;]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zu sommerlichen Höhen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es nimmt mein menschlich Fühlen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In seine Raumesweiten mit,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erahnend regt im Innern sich&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Empfindung, dumpf mir kündend,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erkennen wirst du einst:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(Rudolf Steiner, Wochenspruch erste Juni-Woche GA 40, Seite 27)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung ====&lt;br /&gt;
Wir stehen an einer Welten-Zeiten-Wende. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die frühe Menschheit noch ein natürliches Hellsehen  . besaß, lebte sie gleichsam wie selbstverständlich unter Göttern und im Wahrnehmen des Götterwirkens. Dann klang das allmählich ab, und es wurden Wege, Myste-rienwege gefunden, um den Kontakt mit den geistigen Welten zu erhalten, eine Art Rückversetzung in den vor-herigen Zustand spielte auch bei der Entstehung des Yoga eine bedeutsame Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die westliche Menschheit ging in den letzten Jahrhunderten zunehmend durch einen Zustand völli-ger Bewusstseins-Abgeschlossenheit von der Welt der übersinnlichen Hierarchien. Dadurch errang sie sich ihr eigenes Ich-Bewusstsein. Wären die Menschen in dem alten Zustand verblieben, in welchem sie wahrnahmen, wie der Engel in ihnen denkt, wie andere hierarchische Wesen die Vorgänge in ihrem Organismus steuern, dann wären sie nicht frei geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt aber steht die Menschheit in der Gefahr, durch den abstrakten Intellektualismus die Wirk-lichkeit zu verlie-ren und ins Untermenschliche abzusinken. Erstaunlich rasch nach Ende des «Finsteren Zeitalters» 1899 erfolgte die neue Offenbarung und damit die neue Öffnung zum Geiste hin. Mit den Fähigkeiten des errungenen Selbstbe-wusstseins, des Bewusstseins der individuellen Ich-heit, soll nun ein neuer Geistbezug, in Freiheit und Bewusst-heit, der Menschenseele die Möglichkeit geben, ihr wah-res Wesen nach und nach zu erfassen und ihren Erdenweg entsprechend zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat sich bis hierhin der schon teilweise in die Deka-denz gehende alte Kultus, der noch in den vergangenen Mysterien wurzelt, fortgesetzt, ein Kultus, bei dem der Priester für die Gemeinde die Engel, die Wesen des Him-mels herunterbittet auf den Altar und die Transsubstan-tiation mit Brot und Wein vollzieht, so ermöglicht nun der neue Weg der Geisteswissenschaft eine Entwicklung der Bewusstseinskräfte zur individuellen Durchführung eines entsprechenden geistigen Geschehens. Wenn un-ser erstorbenes Abbilddenken, das in der gegenwärtigen Wissenschaft nur die gewordene Natur nachvollzieht im Denken, sich umwandelt, sich belebt in den höheren gei-stigen Erkenntnisstufen von Imagination, Inspiration und Intuition, und damit der Mensch mit dem neu errunge-nen wachen Selbstbewusstsein den Wiederaufstieg von der gewordenen, ins Ersterben gegangenen Außenwelt zu den webenden schaffenden Kräften und Wesenheiten der Geistwelt beschreitet, sich so verbindet und erfüllt mit den wahren Welten-Werde-Kräften und damit den Stoff, der zur Ruhe gekommener, erstorbener Prozess ist, wie-der in Geschehen, in Geist-Geschehen zu wandeln ver-mag, dann vollzieht er die Real-Verbindung mit der Göt-terwelt in sich selbst, in seinem Bewusstseinsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich vorstellen, dass bestimmten Kreisen, die es bisher als Machtfaktor verwendet haben, die Be-ziehung zwischen Mensch und Götterwelt in gewissem Sinne zu «vermitteln», zu regeln und damit nach ihren Zwecken und Zielen zu lenken, alles daransetzen, eine solche Entwicklung zu verhindern. Der Vortrag über den umgekehrten beziehungsweise kosmischen Kultus fällt gewiss nicht zufällig zusammen mit der Brandnacht des ersten Goetheanum. Die Verwandlung des Menschheits-abstiegs in den Wiederaufstieg, der von der individuellen Menschenseele ergriffen werden kann und muss, hat be-gonnen mit der Christustat auf Golgatha und wird nun fortgesetzt – auf der Grundlage dessen, was die mittel-europäischen Geistesringer vorbereitet haben – durch die Geisteswissenschaft, die Anthropo-Sophia, die in unsere Erdenwelt hereingeleitet, hereinbegabt wurde durch Ru-dolf Steiner an dem Wendepunkt vom fünftausend Jah-re währenden Finsteren Zeitalter zum Lichten Zeitalter. Wir gewahren das Widerstreben der alten Erdenkräfte, ein mächtiges Widerstreben. Aber hier und jetzt ist die Vorbereitung, die Keimlegung für eine neue Mensch-heitszukunft, für den Wiederanschluss an ihre geistige Wirklichkeit. Wir stehen an einem Neuanfang und müs-sen erleben, wie umkämpft die Menschenseele ist, deren die Gegenkräfte sich bemächtigen und sie zurückhalten wollen. Wir haben erhalten den Weg des Wiederaufstie-ges, und wenn wir ihn nicht ergreifen, dann gehen, ohne dass wir es merken, die dafür freigewordenen Kräfte an die Gegenmächte der Menschheitsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden wir uns bewusst der Größe dessen, was uns da gegeben ist als Möglichkeit: Ein Jahrtausende währen-der, aber in die Dekadenz geratener alter Kultus, der noch einen Anteil von Gruppenseelenhaftigkeit in sich trägt, wird umgewendet, der Freiheit und dem Bewusstsein des individuellen Menschenwesens als Möglichkeit, als Göt-tergnadengabe dargereicht, damit der Mensch sein wah-res Wesen nach und nach in sich zum Erklingen bringen kann. So will es errungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Gemeinschaften in diesem Sinne, in diesem selbst-losen Einlassen der Geistigkeit auch des anderen Men-schen, wollen sich bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über beides sei nun Näheres ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der kosmische Kultus ====&lt;br /&gt;
Über den kosmischen Kultus findet sich die einzige so klare Stelle im Vortrag vom 31.12.1922 in GA 219&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&#039;&#039;Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt. Die geistige Kommunion der Menschheit».&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang des Vortrages ist eine Hinführung, auf die ich nur andeutend eingehen will: Was in der äußeren Natur wie auseinandergelegt ist, Winter und Sommer, haben wir im Menschen gleichzeitig. Im Schlafzustand befinden sich physischer und Ätherleib in der Sommer-wirkung, der Verbrauch und Abbau vom Tage werden ausgeglichen, Astralleib und Ich sind davon getrennt in Winterwirkungen, in geistigen Wirkungen. Im Wachzu-stand ist es umgekehrt. Immer aber haben wir beides, wie Waagebalken, die ausgeglichen sind und in deren Mitte sich der Ruhepunkt befindet. Und dieser ist der Punkt des Ausgleichs der Naturwirkungen und damit der mensch-lichen Freiheit davon, der menschlichen Selbständigkeit. Die Naturwirkungen heben sich gegenseitig auf. Da kann das Geistig-Seelische des Menschen unbeeinflusst von den Naturwirkungen eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unseren physischen und ätherischen oder vegetabili-schen Leib in der Nacht pflegt, das sind Nachklänge und Wirkungen aus dem Vorgeburtlichen, aus der Vergangen-heit. Gegenwart haben wir nur im Geistig-Seelischen. Der physische und ätherische Organismus sterben, unser Zukunftsleben wird allein gesichert durch unsere über-sinnliche geistig-seelische Organisation, die nach einem Aufenthalt in der Geistwelt sich zur Wiedergeburt berei-tet. Nur Astralleib und Ich sichern die Möglichkeit von Zukunftskeimen. Und hier kommen wir zum Wesentli-chen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere mineralisch-vegetabilische Erde ist zwar umge-ben von einer seelisch-geistigen Hülle, aber diese greift nicht in sie ein. So wäre sie zum Sterben verurteilt, wenn nicht der Mensch ihr das gibt, was sie selbst nicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Soll daher die äußere Natur nicht ersterben, dann muss ihr das gegeben werden, was der Mensch durch seinen astralischen und Ich-Leib hat. Das heißt, da er durch seinen astralischen und Ich-Leib selbstbewusste Vorstel-lungen hat, so muss der Mensch, wenn er der sonst er-sterbenden Erde die Zukunft sichern will, dasselbe in sie hineinstellen, was in ihm übersinnlich-unsichtbar ist… Das, was nicht von selbst da ist auf der Erde, das sind die&#039;&#039; &#039;&#039;wirksamen Gedanken des Menschen, die in seinem durch den Gleichgewichtszustand von der äußeren Natur un-abhängigen Organismus leben und weben. Verwirklicht er diese selbständigen Gedanken, dann gibt er der Erde Zukunft. Aber dazu muss er sie erst selber haben, diese Gedanken, denn alle Gedanken, die wir uns machen über das, was ersterbend in der gewöhnlichen Naturerkennt-nis ist, sind Spiegelgedanken, sind keine Wirklichkeiten. Die Gedanken aus der Geistesforschung werden belebt durch Imagination, Inspiration, Intuition. Nehmen wir sie auf, dann sind sie selbständig im Erdenleben existie-rende Gebilde.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt das – selbständig … existierende Gebilde? Wir betreten hier eine völlig andere Gedankenwelt als die ge-wohnte ist, eine Welt, in der Gedanken Wirklichkeiten sind, schaffende Wirklichkeiten, Zukunftskeime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedanken aus der Geisteswissenschaft erfassen nicht nur das Gewordene und Erstorbene, sondern ver-binden sich durch Imagination, Inspiration, Intuition demjenigen, was bildhaft oder bildend, was erklingend schaffend, was wesenhaft wirkend in der unsichtbaren Welt webt, das auch unsere Welt einst gewoben hat und in dem der Keim für die Zukunft liegt, wenn wir es er-kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dieses Denken stellt dar die geistige Form des Kom-munizierens der Menschheit. – Denn indem der Mensch sich überlässt seinen Spiegelgedanken über die äußere Natur, wiederholt er nur die Vergangenheit, lebt er in Leichnamen des Göttlichen. Indem er seine Gedanken selber belebt, verbindet er sich durch seine eigene Wesenheit, kommunizierend, die Kommunion empfangend, mit dem die Welt durchdringenden, ihre Zukunft sichernden Göttlich-Geistigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;So ist spirituelle Erkenntnis eine wirkliche Kommuni-on, der Beginn eines der Menschheit der Gegenwart gemäßen kosmischen Kultus, der dann wachsen kann dadurch, dass der Mensch nun gewahr wird, wie er seinen physisch-mineralischen und seinen vegetabi-lischen Organismus mit seinem astralischen und Ich-Organismus durchzieht, wie er dadurch, dass er in sich selbst den Geist lebendig macht, nun auch in das, was sonst als Totes, als Ersterbendes ihn umgibt, den Geist hineinbannt.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunion – heißt das nicht, das Göttlich-Geistige empfangen, das Göttlich-Geistige in sich aufnehmen? Zusammenkommen? Sei es nun im Bilde von Brot und Wein, sei es rein geistig durch die Geistgedanken, die sich zum Göttlichen erheben und sich diesem verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn der Mensch die Gedanken der Geisteswissen-schaft aufnimmt, kann er zu dem Erleben kommen, &#039;&#039;«dass wenn er auf seinen in festem Zustand wirkenden Orga-nismus hinsieht, er sich in diesem verbunden fühlt mit der Sternenwelt, insofern sie ruhendes Wesen ist.»&#039;&#039; Und der Säftestrom, der Blutstrom, der bewegt wird durch den ätherischen Organismus, steht in Zusammenhang mit den Sternentaten, mit der Bewegung der Planeten.&lt;br /&gt;
«&#039;&#039;Aber so, wie es im unmittelbaren Anblicke ist, ist das eine tote Welt. Der Mensch wandelt sie von seinem ei-genen Geistigen aus, wenn er von seinem Geistigen der Welt mitteilt, indem er die Gedanken belebt zur Imagina-tion, Inspiration, Intuition, indem er die geistige Kom-munion der Menschheit vollführt.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die kosmischen Wesen sind zwar die schaffenden, aber sie können sich nicht erkennen, dazu braucht es den Menschen. Wenn aber der Mensch in seinen Gedanken erfasst das Wesenswirken, fügt er zu dem Gewordenen den Geist hinzu. Dieser erweiterte Blick auf die Welt lässt ihn dann ganz anders denken und handeln, wandelt sein Wollen, wandelt sein Fühlen, kann ihn zum Einklang mit den kosmischen Wesen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dahin zu gelangen, muss der Mensch zuerst ein Be-wusstsein davon entfalten, ein Bewusstsein, das immer lebendiger sich gestalten und sein Leben durchdringen muss, &#039;&#039;«dann findet der Mensch immer mehr und mehr den Weg zu dieser geistigen Kommunion.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner gibt nun ein Spruchwort, das helfen kann, das in der Vergangenheit Erstorbene, Tote, wieder zu be-leben, ihm neues Leben zu schaffen, &#039;&#039;&#039;damit aus seiner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;«&#039;&#039;Totheit das Leben der Zukunft werden kann.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Dazu ist erforderlich, dass man sich in rechter Weise der Bezie-hung des Menschen zum Kosmos bewusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir mit unserer Erdennahrung die Gebilde der Erde aufnehmen, so nehmen wir darinnen auf, was durch den Himmel, durch die Sterne, durch die kosmischen Wesen gewirkt wurde, wir nehmen in unserer Nahrung kosmi-sches Wirken auf. «Wir nehmen das Sternenwesen, das Himmelswesen in uns auf mit dem Stoff der Erde, der im Erdenwirken enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es nahet mir im Erdenwirken In Stoffes Abbild mir gegeben, Der Sterne Himmelswesen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh im Wollen sie sich liebend wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber ist es so, dass im Menschen der Erdenstoff zu-nächst vernichtet werden muss, um dann dem Ich-Men-schen, der Ich-Organisation gemäß gestaltet zu werden für den Organismus. Unser physisch –ätherischer Orga-nismus aber gibt die Grundlage für das Wirken der astra-lischen und der Ich-Wesenheit, die darin inkarniert sind. Und auf dieser Grundlage kann das Erdenbewusstsein im Wachzustand entfaltet werden mit seiner abbauenden Tä-tigkeit, seiner geistbefreienden Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir als Men-schen in unserem Wollen, in unsrem von Liebe durch-zogenen Wollen dasjenige, was Stoff geworden ist, in Geist zurückverwandeln, eine wirkliche Transsubstan-tiation vollziehen, wenn wir uns unseres Darinnenste-hens in der Welt bewusst werden, so dass das gedank-lich-geistige Leben in uns lebendig wird.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres betrifft dasjenige, was wir in unseren Flüs-sigkeitsorganismus aufnehmen, so dass es den Blut-, den Säftekreislauf durchdringt. Dieses ist nun nicht Abbild von der Sterne Wesen, sondern es ist Wirkung, Auswir-kung von der Sterne Taten, das heißt der Bewegungen der Planeten. Auch dieses kann vergeistigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir bei der festen Formgestalt das Abbild der Ru-hesterne, insbesondere des Tierkreises haben und dieses gleichsam als Schöpfung der ersten Hierarchie im Wollen und in Liebe vergeistigt werden kann, so haben wir bei den Planetenbewegungen die Wirkungen, die Taten der folgenden Hierarchie, in welcher die Geister der Weisheit die oberste Stellung einnehmen. Ist nicht unser Ätherleib aus Weisheit gewoben? Dahinein greift das Astralische mit den Empfindens- und Fühlenskräften. In einem objektivierten Fühlen erschaffen wir uns ein wichtiges Wahrnehmungs- und Beurteilungsorgan für die Vorgänge der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es dringen in mich im Wasserleben In Stoffes Kraftgewalt mich bildend, Der Sterne Himmelstaten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Während ich der Sterne Wesen und Weben im Wollen sehen kann, wie es sich liebend wandelt in den spiritu-ellen Gehalt der Zukunft, so sehe ich im Fühlen sich weise wandeln dasjenige, was mir hier auf der Erde gegeben wird, indem ich in dem, was meinen Säfteor-ganismus durchdringt, aufnehme das Abbild der Him-melstaten. So hineingestellt kann der Mensch wollend und fühlend sich erleben.» –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was aber ist das für ein Wollen, das hier gemeint sein kann? &#039;&#039;«Hingegeben an das Allwalten des ihn umge-benden Weltendaseins, des kosmischen Daseins, kann er erleben dasjenige, was durch ihn ausgeführt wird in dem großen Tempel des Kosmos als Transsubstantia-tion, indem er opfernd darinnensteht in rein geistiger Art.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist das Opfer? Ist es das Zurückstellen der eigen-süchtigen Selbstheit zugunsten der Hingabe an den gött-lich-geistigen Werdestrom?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Was sonst nur abstrakte Erkenntnis wäre, wird zu ei-nem fühlenden und wollenden Verhältnis zur Welt.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Fühlen und Wollen müssen mit dem verwandelten Den-ken zusammenwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kommen wir zu einem neuen Ausgangspunkt von entsprechendem Tatenwesen. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Die Welt wird zum Tem-pel, die Welt wird zum Gotteshaus. Der erkennende Mensch, sich aufraffend im Fühlen und Wollen»,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; so dass es nicht eine Kopferkenntnis bleibt, sondern eine Herzens- und Tunserkenntnis werden kann, &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;er wird zum opfernden Wesen. Das Grundverhältnis des Menschen zur Welt steigt auf vom Erkennen zum Weltenkultus, zum kosmischen Kultus. Dass all dasjenige, was unser Verhältnis zur Welt ist, zunächst sich als kosmischer Kultus erkennt im Menschen, das ist der erste Anfang dessen, was geschehen muss, wenn Anthroposophie ihre Mission in der Welt vollziehen soll.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Anfang! Wo stehen wir? – die Vorläufer der Vorläufer, wie es Rudolf Steiner an einer Stelle nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er weist uns an &#039;&#039;«…wie wir aus der Vergangenheit heraus suchen sollen die Zukunft, wie wir wissen sollen, die Zukunft zu schaffen, um das Geistige zu schöpfen»&#039;&#039; und betont, &#039;&#039;«dass wir das Leben aus unserer eigenen Tat-kraft suchen müssen.»&#039;&#039; Denn das sprießende Leben der Außenwelt enthält den Tod in sich. Nur aus dem, was vom Menschen geschaffen wird, indem er sich, sein Ei-genwollen opfernd, hineinstellt in den kosmischen Zu-sammenhang des Werdens, kann der Keim der Zukunft gebildet werden in gleichsam kultischem Geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben hier die Stufen des Kultus: Die Aufnahme von geistigem Inhalt und die Belebung des Denkens durch Imagination, Inspiration, Intuition. Das ist nur möglich durch das Zurücklassen, die Opferung des nie-deren Selbst, dieses muss schweigen. So kann Wand-lung stattfinden zu den Geistgedanken und damit auch Transsubstantiation der erstarrten Stofflichkeit in Geist-Geschehen. Die durch Imagination, Inspiration und intui-tives Berührtwerden verwandelten Gedanken führen zu einer wahren geistigen Kommunion und ermöglichen ein Neu-Erfassen und eine Neu-Belebung zu einem erneu-erten Wirken der erstorbenen Welten-Werde-Kräfte für Künftiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der individuelle Mensch selbst wird zum Vollzieher des kosmischen Kultus, aus freier Hingabe an die kosmisch-irdische Wirklichkeit des Menschseins, was gleichzeitig eine Überwindung des Sündenfalles, der Sonderung vom Weltengeist, darstellt. Damit ist dem Menschen der Weg eröffnet zu seinem wahren Selbst und zum Erlangen einer hierarchischen Stufe im Kosmos, sozusagen der Rück-weg vom Irdischen in die Geistwelt mit errungenen neu-en Kräften und Fähigkeiten, mit errungenem Selbst- und Ich-Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit keinem Wort wird in dem Vortrag vom 31.12.1922 der Christus erwähnt. Welche Rolle spielt der Christus bei diesem Weg?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal sagt Rudolf Steiner sinngemäß, wir tun eigentlich gar nichts anderes in der Anthroposophie als die Spra-che des Christus zum Ausdruck zu bringen, in die Welt hereinzustellen. Ohne den Christus wäre dieser Wieder-aufstieg nicht ermöglicht worden, die Menschen hätten verloren den Bezug ihres (niederen) Ich zum Geist, wä-ren versunken in der materiellen Welt. Der Christus aber hat sich verbunden mit dem Erdensein. Webt er nicht in allem, was da geschieht, insbesondere an geistigem Stre-ben? Ist die Anthroposophie nicht geradezu &#039;&#039;&#039;sein&#039;&#039;&#039; Weg für uns? Der kosmische Kultus gleichsam der Übergang von einem mehr Gruppenseelenhaften im kirchlichen Kul-tus zur Individualseele, in die nun der Christus nach und nach einzuziehen vermag? Und nur, was wir in der eige-nen Seele verwirklichen, ist auch das, was in der Zukunft uns weiterführen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Weltenwesen ====&lt;br /&gt;
Man kann sich fragen: Was meinen diese Worte: &#039;&#039;«Ich&#039;&#039; &#039;&#039;seh’ im Wollen sie sich liebend wandeln.»&#039;&#039; Und: &#039;&#039;«Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.» –&#039;&#039; Wer wandelt sich? Was kann der kleine Erdenmensch zu einer solchen Wandlung kosmischen Wirkens beitragen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vortrag vom 6. Juli 1915 in Berlin, GA 157, leuchtet Antwort auf zu dieser rätselvollen Formulierung, anschließend an die Fragestellung, was der Mensch wirk-lich ist – denn mit seinem Bewusstsein umfasst er nur einen Ausschnitt, einen eher kleinen Teil der Wirklichkeit seines Lebens. Was wären wir, müssten wir all die Funk-tionen unserer Organe tagtäglich bewusst durchführen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Unser bewusstes Dasein als Mensch beginnt ja in ei-ner gewissen Beziehung durch unsere Sinneswahrneh-mungen, durch das, was wir mit unseren Sinnen an der Außenwelt wahrnehmen.»&#039;&#039; Doch vieles, was unsere Sinne wahrnehmen, kommt uns gar nicht zum Bewusstsein. Beispielsweise sind unsere Ohren in der Nacht nicht aus-geschaltet, aber wir schlafen, haben kein Bewusstsein davon. Hat denn diese Wahrnehmungsfähigkeit unserer Sinne nur eine Bedeutung &#039;&#039;«für uns als Erdenmenschen oder hat das noch irgend eine andere Weltbedeutung»?&#039;&#039; Diese Frage, sagt der Geisteslehrer, kann man nur be-antworten, wenn wir zunächst fragen: Was ist das Licht, durch das die Sonne leuchtet, die Sterne leuchten? Dann ergibt sich dem hellsehenden Bewusstsein, dass das Licht der Weltenkörper &#039;&#039;«eigentlich in der Wahrnehmungsfä-higkeit… von Wesen besteht».&#039;&#039; Und wenn ein Wesen von der Venus oder dem Mars die Erde leuchten sähe, dann könnte es wissen, dass da wahrnehmende Wesen auf der Erde sind, von deren Wahrnehmungsfähigkeit das Leuch-ten ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«So hat in der Tat jedes unserer Sinnesorgane die Auf-gabe, nicht nur das zu sein, was es für uns ist, sondern hat außerdem eine Weltaufgabe. Der Mensch ist durch seine sinnliche Wahrnehmung ein Weltenwesen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir nun zur nächsten Seelenfähigkeit, dem Den-ken. Der Mensch weiß zwar einiges von dem, was er als Inhalt denkt, aber sehr wenig von dem komplizierten Geschehen, das beim Denken vorgeht, er hat auch kein Bewusstsein davon, dass das Denken im Schlafe nicht aufhört. &#039;&#039;«Das Denken ist eigentlich ein Vorgang unseres Ätherleibes.»&#039;&#039; Und wenn der Mensch am Morgen mit sei-nem Astralleib und seinem Ich wieder eintaucht zunächst in den Ätherleib und gleich darauf in den physischen Leib, taucht er zunächst unter wie in ein Gewoge, in we-bendes Leben, in &#039;&#039;«ein Meer, das nur aus webenden Ge-danken besteht.»&#039;&#039; Aber der physische Leib verhüllt ihm das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Unser Vorgang des Sehens bewirkt das Leuchten, da sind wir kosmische Raumesmenschen. Durch das, was im Denken sich vollzieht, sind wir kosmische Zeitenmen-schen, da wirkt alles mit, was schon vor unserer Geburt geschehen ist, was nach unserem Tode geschieht und so weiter.»&#039;&#039; Deshalb hat der Zwischenzustand des Träumens, bei dem etwas von diesem Gewoge an die Oberfläche kommen kann, prophetischen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fühlen haben wir noch viel weniger als vom Denken und der Sinneswahrnehmung in unserem Bewusst-sein. &#039;&#039;«Es ist ein tiefer, tiefer Prozess.»&#039;&#039; Will man die wah-re Natur des Denkens kennenlernen, dann muss man es seiner irdischen Abstraktheit entziehen und muss sich er-heben zur imaginativen Anschauung, zur Welt der Bilder, die hinter allem stehen, welche die Ursache von allem sind. &#039;&#039;&#039;«&#039;&#039;Und in diese Bilder tauchen wir ein, wenn wir in das Meer des Denkens eintauchen… dieses imaginati-ve Denken ist eine Wirklichkeit, und darin tauchen wir ein, wenn wir in das wogende, im Strom der Zeit dahin-gehende Denken eintauchen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;In das Fühlen versenken wir uns erst, wenn wir zur sogenannten Inspiration kommen, die die höhere Art der Erkenntnis ist gegenüber der Imagination. Alles das, was unserem Fühlen zugrunde liegt, ist eigentlich ein&#039;&#039; Gewoge &#039;&#039;von Inspirationen.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Aber wir nehmen die-se nicht unmittelbar wahr, sondern wie in einem Spiegel werden sie von unserem Organismus zurückgeworfen und erscheinen – gleichsam des Lebens entkleidet – &#039;&#039;&#039;als Fühlen.&#039;&#039;&#039; So sind unsere Gefühle ein Spiegelbild der In-spirationen, durch die sich kundtun die höheren Hierar-chien. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Denn in jedem dieser Bilder spiegeln sich die Eigenschaften der höheren Hierarchien, die sich in der Welt aussprechen durch Inspiration.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Und so wie wir nicht bei Gefühlen stehenbleiben, sondern fortschreiten zum hellhörenden Erkennen, nehmen wir wahr die Welt, wie sie zusammenwirkt aus einer großen Mannigfaltig-keit von lauter Wesen der höheren Hierarchien. &#039;&#039;&#039;Die Welt ist diese Wesenheit, dieses Zusammenwirken der Wesen der Hierarchien. In der Welt geschehen die Taten der höheren Hierarchien.&#039;&#039;&#039; Und wir sind eingespannt, sind im Spiegel darinnen, und die Taten der höheren Hierarchien werden durch unseren Spiegel zurückgeworfen. Wir neh-men dieses Zurückgeworfene dann durch unser Bewusst-sein wahr. So leben wir im Schoße der Eigenschaften der Hierarchien als fühlende Menschen… dadurch, dass wir fühlende Menschen sind, sind wir auch Wesen der Hier-archien, wirken auch dadrinnen, wo die Hierarchien wir-ken. &#039;&#039;&#039;Wir wirken in diesem Gewebe, tun Taten, die nicht nur für uns sind, sondern durch die wir mitwirken an dem ganzen Aufbau der Welt&#039;&#039;&#039;. Wir sind durch unsere Ge-fühle Diener der die Welt bauenden höheren Wesenhei-ten.»&#039;&#039; Würden unsere Gefühle nicht da sein, dann &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«wür-den diejenigen Wesenheiten, die einstmals mitwirken sollen am Aufbau des Himmelskörpers Venus, nicht die Kräfte haben, die sie dazu brauchen. Unsere Gefühle sind notwendig für das Haus, das die Götter als Welt aufbauen, wie die Ziegelsteine, die verwendet werden zum Aufbauen des Hauses.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Wenn wir vor der Sixtini-schen Madonna stehen und daran Gefühle entwickeln, dann ist das nicht nur ein Vorgang in uns selbst, dann ist das &#039;&#039;«was da geschieht, Teil im Weltenganzen, ganz einer-lei, wie wir es mit unserem Bewusstsein begleiten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir auf unser Wollen blicken, ist das auch wieder nur Spiegel, aber nun der Wesenheit der einzel-nen Mitglieder der Hierarchien. Wir sind ebenso ein Wesen der Hierarchien, nur auf einer anderen Stufe. Unsere Realität besteht in unserem Willen. Wir geben &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;der Welt Substanz, indem wir unseren Willen irgend-wie in der Wirklichkeit leben lassen. Wieder ist es so: Dass wir unser Wollen mit dem Bewusstsein begleiten, das hat nur Bedeutung für uns als Menschen; daneben steht unser Wollen als Realität, das ist der Stoff für die Götter, um daraus die Welt aufzubauen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sie sehen, wie unsere Sinnenwahrnehmungen, unser Denken, Fühlen und Wollen kosmische Bedeutung haben, wie sie sich hineinfügen in das ganze kosmische Leben… es ist wirklich notwendig, dass eine größere Anzahl von Menschen einsieht, &#039;&#039;&#039;dass die Zeiten vorüber sind, wo man auskommen kann ohne diese Einsicht.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Hellsehen musste erlöschen für die Ausbildung unseres Ich-Bewusstseins, denn das Denken, das wir sonst entwickeln würden, wenn wir &#039;&#039;«das ganze Gewoge unter dem Bewusstsein»&#039;&#039; sehen würden, &#039;&#039;«das würde ein himmlisches Denken sein, aber nicht das selbständige Denken.»&#039;&#039; Wir könnten nicht das Bewusstsein haben &#039;&#039;«Ich bin es, der denkt»,&#039;&#039; sondern wir würden erleben, &#039;&#039;der mich beschützende Engel ist es, der denkt. Dieses Bewusstsein&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«ich denke» ist nur möglich durch das Ergreifen des Er-denleibes. Darum ist es notwendig, dass im Erdenleben der Mensch fähig wird zum Gebrauche seines Erdenlei-bes.»&#039;&#039; Das wird der Mensch in der nächsten Zeit immer stärker tun müssen und ein gewisser berechtigter Egois-mus wird sich dadurch immer mehr verstärken. &#039;&#039;«Dem muss eben das Gegengewicht geschaffen werden da-durch, dass man auf der anderen Seite die Erkenntnisse gewinnt, die die Geisteswissenschaft gibt.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das nicht geschieht, wenn diese Kräfte im Men-schen nicht gebraucht werden für das, was Zeitenaufga-be ist, dann wird die Entwicklung so verlaufen, dass der Mensch das, &#039;&#039;«was er sonst den regulären Göttern darrei-chen würde, Ahriman und Luzifer darreicht. Denn alles, was Sie in Ihrem Bewusstsein unterdrücken, reichen Sie Ahriman und Luzifer dar.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist «ein kleiner Mensch da, der bewusste, und ein großer Mensch, die kosmische Realität.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir nun zu unserer Ausgangsfrage zurückkeh-ren und uns vor die Seele holen die Worte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es nahet mir im Erdenwirken In Stoffes Abbild mir gegeben Der Sterne Himmelswesen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ im Wollen sie sich liebend wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann ist deutlich geworden, wie unser Wollen als Spie-gelung &#039;&#039;«der Wesenheit der Mitglieder der Hierarchien»&#039;&#039; kosmische Bedeutung hat. Wir sind einbezogen in den hierarchischen Kosmos und durch unser Wollen schaffen wir die Substanz, &#039;&#039;«den Stoff, um daraus die Welt aufzu-bauen.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nehmen wir den zweiten Teil des Spruches:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es dringen in mich im Wasserleben In Stoffes Kraftgewalt mich bildend Der Sterne Himmelstaten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Da können wir uns bewusst machen, wie unser Fühlen die Spiegelung ist &#039;&#039;«der Inspirationen, durch die sich kundtun die höheren Hierarchien»,&#039;&#039; der Hierarchien, die Taten tun in der Welt, der Welt, die gleichsam ein Zusam-menwirken ist der Hierarchien. Und wir, in deren Schoß, spiegeln dieses Wirken in unserem Fühlen. Und ohne unser Fühlen erhalten diese nicht die Kraft, die sie zum Aufbau neuer Welten brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weben zwischen Irdischem und Kosmischem wird deutlich – der kleine bewusste Mensch und die große kosmische Realität, bis hin zur Wiedervergeistigung der Erdenstoffe, der Transsubstantiation und der neuen be-wussten Verbindung des Menschen mit den Götterwesen des Kosmos, der Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltsamerweise habe ich immer das Gefühl, es fehle noch ein dritter Teil des Spruches, und so habe ich stümperhaft und stammelnd einen solchen zu ergänzen versucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es leben in mir die Weltgedanken und weben in Wahrheit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am Urbild der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ in Dankbarkeit, wie sie mich leiten,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;wie sie mich wandeln.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neue Gemeinschaftsbildung ====&lt;br /&gt;
Kommen wir nun zu der Frage des &#039;&#039;«umgekehrten Kultus»&#039;&#039; im gemeinsamen anthroposophischen Arbeiten. Darüber spricht Rudolf Steiner in besonderer Weise in den Vorträ-gen vom 27. Februar 1923 in Stuttgart (1) und 3. März 1923 in Dornach (2), beide enthalten in dem Band &#039;&#039;«An-throposophische Gemeinschaftsbildung»&#039;&#039; GA 257. Im Folgenden zitiere ich abwechselnd aus den beiden Vor-trägen und verwende zur Kennzeichnung (1) oder (2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Mensch auf der Erde ohne den Mitmenschen nicht leben kann, besteht immer die Frage der Gemeinschafts-bildung. Es gibt alte und neuere Formen. Eine erste Form nach dem Hereintreten ins Erdenleben ist die Sprachge-meinschaft mit den umgebenden Menschen, später haben wir Erinnerungsgemeinschaften mit den Menschen, mit denen wir Gemeinsames erlebt haben in der Kinder-, der Schulzeit oder anderem. Die Gemeinschaftsbildung im religiösen Kultus beruht ebenfalls auf einer Art Er-innerung, nämlich der (meist unbewusst bleibenden) Erinnerung an das, was man in der zweiten Hälfte des nachtodlichen beziehungsweise vorgeburtlichen Daseins mit anderen erlebt hat. Der religiöse Kultus ist gleichsam ein Abbild von wirklichen vorgeburtlichen Erlebnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Wir haben, bevor wir zur Erde heruntergestiegen sind, zusammen eine Welt durchlebt, die hier im Kultus vor un-serer Seele auf Erden steht. Das ist eine mächtige Bin-dung, das ist ein wirkliches Hereinholen nicht nur der Bilder, sondern der Kräfte der übersinnlichen Welt in die sinnliche…&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Eine solche Kraft braucht auch die Anthroposophische Gesellschaft, damit in ihr Gemeinschaftswesen auftauchen kann…»&#039;&#039; (1), aber sie braucht eine andere Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der Bewusstseinsseelenkultur braucht es noch eine andere Form der Gemeinschafsbildung. «&#039;&#039;Mit dem Erwachen der Bewusstseinsseele ist in dieser Beziehung ein neues Element hereingetreten ins Erdenleben des Menschen.»&#039;&#039; (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich nicht im Wachzustande befindet, sondern im Zustand des Träumens, dann ist er für sich alleine. &#039;&#039;«Er isoliert sich in seiner Traumwelt, noch mehr in seiner Schlafenswelt. Wachen wir auf, leben wir uns hinein in ein gewisses Gemeinschaftsleben.»&#039;&#039; Der Raum, die Vorstellungen davon entsprechen dem, was auch die Mitmenschen erleben. Unsere Beziehung zur Außenwelt verbindet uns in gewissem Sinne mit den anderen Men-schen. &#039;&#039;«Wir wachen auf an der äußeren Welt, dem Licht, dem Ton»,&#039;&#039; den übrigen Sinneserscheinungen und auch an dem Äußeren des anderen Menschen, der Naturseite des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&#039;&#039;Wir wachen nicht auf – und das ist das Geheimnis des alltäglichen Lebens – als Mensch am Menschen, am tief-sten Inneren des Menschen, … an dem, was in den Tiefen der Menschenseele des anderen vor sich geht.»&#039;&#039; (1) Das ist ein höherstufiges Erwachen, wenn wir am Geistig-Seelischen des anderen Menschen aufwachen, wenn wir sein Geistig-Seelisches in uns fühlen, erkennen lernen, an seinem Erleben erwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nur die Gedanken der Anthroposophie aufneh-men, und sei es in noch so ideeller Weise, wir verstehen dadurch noch nicht die geistige Welt. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Wir beginnen das erste Verständnis für die geistige Welt erst zu ent-wickeln, wenn wir am Seelisch-Geistigen des anderen Menschen erwachen. Dann beginnt erst das wirkliche Verständnis für die Anthroposophie.»&#039;&#039; (1)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Gedanken allein verstehen wir noch nicht die Anthro-posophie, erst wenn wir sozusagen das konkrete Geisti-ge, das Seelisch-Geistige, das auf der Erde im Menschen seinen Wohnplatz hat, erleben können, dann verharren wir nicht nur in einer Gedankenwelt, sondern treten mit dem Erleben ein in die wirksame, die wirkliche Welt. Da haben wir sozusagen die Gelegenheit, Seelisch-Geistiges hier zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Traumleben, es erwacht an der natürlichen Umgebung zum wachen Tagesleben. Waches Tagesleben, es erwacht am anderen Menschen, an Seele und Geist des anderen Menschen zu einem höheren Bewusstsein. Der Mensch muss mehr werden als er dem Menschen immer war. Er muss ihm zu einem weckenden Wesen werden. Die Men-schen müssen sich näher kommen als sie sich bisher ge-standen haben… Dazu haben eben die modernen Men-schen, die ins Leben jetzt hereingetreten sind, viel zuviel Karma aufgespeichert, als dass sie nicht ihr Schicksal verbunden fühlen würden, ein jeder mit dem, der ihm im Leben als anderer Mensch entgegentritt… Jetzt tritt eben die Notwendigkeit ein, dass man nicht nur durch die Natur erweckt wird, sondern durch die Menschen, die mit einem karmisch verbunden sind und die man suchen will.» (2)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erfordert eine ganz neue Aufmerksamkeit, in gewis-sem Sinne auch Zurückhalten von Sympathie und Anti-pathie, es erfordert eine neue Art des Annehmens des an-deren Menschen als eines Trägers von seelisch-geistigen Kräften, von seelisch-geistiger Wesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Die Kraft zu diesem Erwachen kann nur dadurch er-zeugt werden, dass in einer Menschengemeinschaft spi-ritueller Idealismus gepflanzt wird.»&#039;&#039; Aber der wirkliche Idealismus ist nur vorhanden, &#039;&#039;«wenn der Mensch sich be-wusst werden kann, dass er genau ebenso, wie er, indem er die Kultusform hinstellt, eine geistige Welt ins Irdische herunterhebt, er etwas, das er im Irdischen erschaut, im Irdischen erkennen und verstehen gelernt hat, in das Übersinnlich-Geistige hinaufhebt, indem er es ins Ideal erhebt.»&#039;&#039; (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kultus bringen wir das Übersinnliche in ein kraft-durchsetztes Bild. Was wir hier in der Welt der Sinne wahrnehmen, können wir emporheben; es wird lebendig, wenn wir es in der rechten Weise durchdringen mit Ge-müt und Willensimpuls. &#039;&#039;«Wenn du dein ganzes Inneres vom Willen durchstrahlst, Begeisterung auf es wendest, dann gehst du mit deiner sinnlichen Erfahrung, indem du sie idealisierst, den entgegengesetzten Weg, wie du ihn gehst, wenn du das Übersinnliche in die Kultusgestalt hineingeheimnisst.»&#039;&#039; (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine andere Wortwahl und ein etwas anderer Blickpunkt, aber doch fühlen wir das hier Gesagte an-klingen an das, was im Silvestervortrag vom 31.12.1922 dargestellt wurde – auch hier muss es willensdurchdrun-gen werden, die Gedanken müssen sich erheben zur Welt des Ideals, zur Welt der schaffenden geistigen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefühlsmäßigen sollten wir überall dort, wo wir An-throposophisches pflegen, diese Pflege mit &#039;&#039;«durchgeistig-ter Empfindung»&#039;&#039; (1) durchdringen: ja, wir sollten schon die Türe zu dem Raum, in dem wir anthroposophisch ar-beiten, als etwas empfinden, was wir mit Ehrerbietung übertreten, denn der Raum wird geheiligt dadurch, dass Anthroposophisches in ihm gepflegt wird. Das muss zu einem inneren Erlebnis werden, so dass durch das ganze Geschehen des Miteinander-anthroposophisch-Arbeitens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«ein wirklich real-geistiges Wesen anwesend wird»&#039;&#039; in dem Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Wie in den in der sinnlichen Welt sich abspielenden Kultusformen die göttlichen Kräfte auf sinnliche Art anwesend sind, müssen wir lernen, mit unseren Seelen, mit unseren Herzen durch unsere innere Seelenverfas-sung übersinnlich anwesend sein zu lassen eine wirkli-che Geistwesenheit in dem Raume, in dem das anthro-posophische Wort ertönt, und unsere Rede, unser Emp-finden, unser Denken, unsere Willensimpulse müssen wir einrichten können im spirituellen Sinne, das heißt nicht in irgendeinem abstrakten Sinne, dass wir uns so fühlen, als schaute auf uns herunter und hörte uns an ein Wesen, das über uns schwebt, das real-geistig da ist. Geistige Gegenwart, übersinnliche Gegenwart müssen wir empfinden, die dadurch da ist, dass wir Anthropo-sophie treiben. Dann fängt die einzelne anthroposophi&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;sche Wirksamkeit an, ein Realisieren des Übersinnli-chen selbst zu werden».&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie früher durch Blutsbande ein Gruppengeist wirk-sam war, so kann heute durch gemeinsames Erleben an-throposophischer Inhalte &#039;&#039;«ein realer Gemeinschaftsgeist herangezogen werden».&#039;&#039; (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Durch das gemeinsame Erleben des Übersinnlichen wird eben gerade Menschenseele an Menschenseele er-weckt, die Seele erwacht in ein höheres Verständnis hin-ein, und wenn diese Gesinnung da ist, bildet sich etwas heraus, das bewirkt, dass auf Menschen, die vereinigt sind im gegenseitigen Sich-Mitteilen und im Miteinan-der-Erleben anthroposophischer Ideen, ein gemeinsa-mes, wirkliches Wesen sich herniedersenkt…»&#039;&#039; (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gemeinsame anthroposophische Arbeit wer-den die Gedanken und Empfindungen der Menschen hin-auferhoben in die übersinnliche Welt. &#039;&#039;«Und wenn in der richtigen Gesinnung erlebt wird der anthroposophische Inhalt von einer Menschengruppe, wobei Menschenseele an Menschenseele erwacht, wird tatsächlich diese Men-schenseele erhoben zur Geistgemeinschaft. Nur handelt es sich darum, dass dieses Bewusstsein wirklich vorhan-den ist… dann ist in diesem … &#039;&#039;&#039;umgekehrten Kultus&#039;&#039;&#039;… etwas Gemeinschaftsbildendes im eminentesten Sinne vorhanden…&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit einer anthroposophischen Gruppe besteht nicht bloß darin, dass eine Anzahl von Menschen über anthroposophische Ideen reden, sondern dass sie sich als Menschen so vereinigt fühlen, dass Menschenseele an Menschenseele erwacht und die Menschen hinauf-versetzt werden in die geistige Welt, so dass sie wirklich unter geistigen Wesen sind, wenn auch vielleicht ohne Schauen. Auch wenn das in der Anschauung nicht da ist, im Erleben kann es da sein. Und das ist dann das Stärkende, das Kräftigende, das aus den Gruppen her-vorgehen kann, die mit richtiger Gemeinschaftsbildung eben entstanden sind innerhalb der Anthroposophi-schen Gesellschaft». (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Absicht habe ich die Worte des Geisteslehrers unmit-telbar als Zitate wiedergegeben. Bei solch tiefgehenden Themen kann sonst in eigener Formulierung manches verlorengehen, was die ursprünglichen Worte an Nuan-cierung und Kraft enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur ein Bewusstsein von den Inhalten des Bearbei-teten ist erforderlich, sondern auch das Bewusstsein von den Menschen, mit denen diese Inhalte erarbeitet werden und das Bewusstsein, dass die Geistwelt daran teilnimmt, dass wir in der rechten Gesinnung real hinaufversetzt werden unter geistige Wesen. Und wenn wir dann noch in unserem Bewusstsein den esoterischen Gehalt des umgekehrten bzw. kosmischen Kultus mit hinzufügen, meditativ ihn erleben können, sind wir auf dem Wege, Anthroposophie wahr zu machen, sie ihrer Aufgabe in der Welt zuzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Aufgabe Mitteleuropas ====&lt;br /&gt;
Wir haben nun den inneren Gehalt des umgekehrten, des kosmischen Kultus und die Aufgabe der neuen Gemein-schaftsbildung vor uns erstehen lassen. Betrachten wir diese im irdischen Zusammenhang, so können wir noch tiefer erfassen, welche Bedeutung ein solches Geschehen für die Menschheitsentwicklung hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zyklus &#039;&#039;«Die geistigen Hintergründe des ersten Weltkrieges»,&#039;&#039; GA 174 b, und da vor allem in einem Vor-trag vom 13. Februar 1915, wird Wichtigstes ausgespro-chen, das uns auch heute noch ebenso betrifft. Stehen wir nicht mitten im dritten Weltkrieg, einem furchtbaren Kampf um die menschliche Seele auf allen Ebenen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner mahnt, wie wesentlich es ist innerhalb des geisteswissenschaftlichen Strebens, dass bloßes Wissen sowie das Leben nur in äußeren Vorstellungen der Ver-gangenheit angehören und wir eine Erkenntnis zu suchen haben, die durchdrungen ist von Empfindungen und Wil-lensimpulsen, die lebendig sich ins wirkliche Leben her-einstellen, sonst gehen wir einer Zeit der geistigen Aus-dörrung entgegen. Auch die großen Weltereignisse müs-sen tiefer angeschaut werden. Man muss sich bewusst sein, wenn es sich nicht um das allgemein Menschliche, sondern um Völkergeschehen handelt, wie da noch an-dere Gesetze gelten, wie geistige Ereignisse, Dämonen-kämpfe damit verbunden sind, die nicht durch irdische Verstandslogik und -beurteilung erfasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den weiteren Vorträgen wird ausgeführt, wie Mittel-europa, unser Lebensraum, eingekeilt ist zwischen Ost und West. Wenn wir nach dem Westen schauen, so lebt da eine deutlich andere Seelenhaltung als in der Mitte – dabei den Volkstypus im Blick habend, nicht den Ein-zelmenschen. Im Westen ist &#039;&#039;«die Überzeugung von dem spirituellen Leben wie ein äußeres Element angekoppelt an die äußere Kultur. Man hat [dort] gar nicht einmal das Bedürfnis, die beiden miteinander zu durchdringen.»&#039;&#039; Geistige Erkenntnisse werden zweckhaft benutzt, um Macht und Herrschaft über die restliche Welt zu erlan-gen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blicken wir nach dem Osten, gewahren wir Kulturen mit Restatavismen, die an alten erstarrten religiösen Formen festhalten, über denen die Geistigkeit wie eine Wolke schwebt, in der sie leben, die aber kein persönliches Rin-gen um die Geistigkeit aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir die Entwicklung Mitteleuropas aus dem germanischen Element heraus, dann können wir erleben, wie da über Jahrhunderte gerungen wurde um eine Gei-stigkeit, eine Menschen- und Gotteserkenntnis, die im Tiefsten die Seelenkräfte ergreift und sich dem ganzen Menschenwesen verbindet. – Wir können denken in der frühen Phase an Meister Eckhardt, Tauler, die Rosenkreu-zer, an Angelus Silesius, Jakob Boehme, und dann jene besondere Konstellation im achtzehnten Jahrhundert, mit den Individualitäten von Wieland, Lessing, Herder, ins-besondere Goethe, Schiller, Novalis und der Philosoph des Ich: Fichte sowie Schelling, Hegel, die Humboldts und eine ganze Reihe weiterer Geistesringer um die Be-stimmung von Mensch und Welt, um den wahren Gottesbezug, um den persönlichen Seelen- und Ich-Kern des Menschwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es in der atlantischen Zeit die vierte Epoche, welche die Keime legte für die nachatlantischen Kulturen, so ist es in den nachatlantischen Kulturen die fünfte, der die-se Aufgabe zufällt, also unsere jetzige Kulturepoche der Bewusstseinsseelenentwicklung. Auf diese fünfte wird eine sechste folgen. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Wir sollten uns aber klar sein, dass es Zeiten des Aufgangs und Zeiten des Niedergangs gibt, richtig klar sollten wir uns sein darüber, dass das sechste Zeitalter… dem Niedergang notwendig ange-hören muss und dass dasjenige, was sich in der fünf-ten nachatlantischen Zeitepoche herausentwickelt, der Keim sein muss für die der siebenten Kulturepoche erst wiederum folgende Erdenzeit&#039;&#039;&#039;. So lebendig muss man die Dinge betrachten, nicht abstrakt-theoretisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Und was ist das Charakteristische, das sich insbeson-dere in dieser fünften Kulturepoche herausentwickeln muss? Das ist das Charakteristische, was vorzugsweise durch das Mysterium von Golgatha angefacht worden ist: dass die spirituellen Impulse hinuntergeführt wer-den bis ins unmittelbar Physisch-Menschliche, dass ge-wissermaßen das Fleisch vom Geiste ergriffen werden muss.»&#039;&#039; Dazu ist der Christus auf der Erde erschie-nen.&#039;&#039;&#039; Und das muss geschehen bis in jede Handbewe-gung, bis ins Alltägliche hinein. Dieses Hinuntertragen, dieses Durchimpulsieren ist gleichsam die Mission der gegenwärtig kulturtragenden Völker Mitteleuropas in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;« In der sechsten Kulturepoche… wird die Aufgabe sein, den Geist vor allen Dingen als etwas mehr in der Umgebung Schwebenden zu erkennen als unmittelbar in sich, den Geist mehr in der elementaren Welt anzuer-kennen, weil die sechste Kulturepoche die Aufgabe hat, die Erkenntnis des Geistes in der physischen Umgebung vorzubereiten. Das kann nicht so ohne weiteres erreicht werden, wenn nicht alte atavistische Kräfte aufgespart werden»&#039;&#039; – wie das heute im Osten geschieht, &#039;&#039;«die den Geist in seinem rein elementarischen Leben anerkennen. Aber ohne die heftigsten Kämpfe gehen diese Dinge nicht ab.»&#039;&#039; Denn wie sollte eine wirkliche Verständigung mög-lich sein bei so unterschiedlichen Entwicklungen und Aufgaben?&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Was ist denn die Geschichte Mitteleuropas als ein fortwährendes Ringen um ein Aufgehen des göttlichen Funkens in der persönlichen Seele, um das Aufgehen des Geistigen im Physischen?... In der fünften Kultu-repoche muss ein Geistiges aus eigener Kraft errungen werden.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; In der sechsten und siebenten Epoche wird nichts Neues dazukommen, sondern die Träger der sech-sten Kulturepoche, der Epoche des Geistselbst, die mehr empfangend konstituiert sind, werden wie von außen aufnehmen, was in der fünften Kulturepoche errungen, durchgerungen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dasjenige, was leben wird in den Seelen der sechsten Kulturepoche, wird dasselbe sein, was von den Seelen der fünften Kulturepoche errungen wurde…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das kann nicht anders geschehen, als wenn dasjeni-ge, was wirklich sich bekennt zur Durchdringung des Leiblichen mit dem Geistigen, Kulturimpulse hervor-bringt, die für die Erde bleibend sind, die von der Erde nicht wieder verschwinden können. Denn was dann nachkommt als sechste, als siebente Kulturepoche, da muss geistig von den Schöpfungen der fünften leben, das muss die Schöpfungen der fünften Kulturepoche in sich aufnehmen…»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sträuben sich diese Völker des Ostens heute noch, weil sie sich erst dahin entwickeln müssen, weil sie auf ihrem heutigen Stand noch keine Beurteilungs-möglichkeit für diese Tatsachen haben, aber geschehen muss es doch, sonst kann keine Kultur des Geistselbst entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Aufgabe wird deutlich für unsere Zeit und unse-re Kulturströmung! Müssen wir nicht all unsere Kräfte anstrengen, um dieser Mission gerecht werden zu kön-nen? Und braucht es nicht da ein so zentrales Geschehen, Erkenntnis- und Kultusgeschehen wie den &#039;&#039;«umgekehrten Kultus»,&#039;&#039; damit wir nicht an der Peripherie des Neuen ver-harren? Auch wir werden wohl wieder leben in Leibern der folgenden Kulturepochen. Was wir jetzt veranlagen, wird das sein, was dann auf uns zukommt! &#039;&#039;&#039;Der Keim für lange Zeiten der Menschheitsentwicklung wird jetzt gelegt!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um all das, was hier angesprochen ist, zusammenzu-schauen, wurde es in relativer Dichte dargestellt, sonst hätte der Inhalt ein ganzes Buch gefüllt. Es hat sich er-geben als Vorbereitung auf eine Tagung, die nur einein-halb Tage zur Verfügung hatte. Vielleicht aber kann doch etwas durch-leuchten von der Größe und Erhabenheit der Thematik – gleichsam wie die zum Kristall verdich-tete Substanz in ihrer eigenen Form und Farbe, in ihrem Strahlen zu uns spricht – und von der tiefen Bedeutung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Impressum&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausgeber: &#039;&#039;Thomas Heck    und Eva Lohmann-Heck&#039;&#039;, Dorneckstr. 60, 4143 Dornach / Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Email: thomas.heck@posteo.ch / www.wtg-99.com Rundbrief An- und Abmeldungen auf der Internet-Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rundbriefarchiv:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.wtg-99.com/Rundbriefe-Archiv&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Der_%C2%ABumgekehrte_Kultus%C2%BB_-_Artikel_von_Ilona_Metz&amp;diff=306</id>
		<title>Der «umgekehrte Kultus» - Artikel von Ilona Metz</title>
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		<updated>2026-07-19T14:49:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Der «umgekehrte Kultus» - Artikel von Ilona Metz}}&lt;br /&gt;
== Anthroposophie und Zeitgeschehen Nr. 107 / Jg.10 / 1. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der «umgekehrte Kultus» Ilona Metz Individuelles Erringen, Geisteswirklichkeit, neue Ebene der Gemeinschaftsbildung und Zukunftskeime ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingsten Margarita Woloschina, 1882 – 1973.png|mini|&#039;&#039;Pfingsten, Margarita Woloschina, 1882 – 1973&#039;&#039;]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zu sommerlichen Höhen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich, Es nimmt mein menschlich Fühlen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In seine Raumesweiten mit, Erahnend regt im Innern sich Empfindung, dumpf mir kündend, Erkennen wirst du einst:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;(Rudolf Steiner, Wochenspruch erste Juni-Woche GA 40, Seite 27)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung ====&lt;br /&gt;
Wir stehen an einer Welten-Zeiten-Wende. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die frühe Menschheit noch ein natürliches Hellsehen  . besaß, lebte sie gleichsam wie selbstverständlich unter Göttern und im Wahrnehmen des Götterwirkens. Dann klang das allmählich ab, und es wurden Wege, Myste-rienwege gefunden, um den Kontakt mit den geistigen Welten zu erhalten, eine Art Rückversetzung in den vor-herigen Zustand spielte auch bei der Entstehung des Yoga eine bedeutsame Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die westliche Menschheit ging in den letzten Jahrhunderten zunehmend durch einen Zustand völli-ger Bewusstseins-Abgeschlossenheit von der Welt der übersinnlichen Hierarchien. Dadurch errang sie sich ihr eigenes Ich-Bewusstsein. Wären die Menschen in dem alten Zustand verblieben, in welchem sie wahrnahmen, wie der Engel in ihnen denkt, wie andere hierarchische Wesen die Vorgänge in ihrem Organismus steuern, dann wären sie nicht frei geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt aber steht die Menschheit in der Gefahr, durch den abstrakten Intellektualismus die Wirk-lichkeit zu verlie-ren und ins Untermenschliche abzusinken. Erstaunlich rasch nach Ende des «Finsteren Zeitalters» 1899 erfolgte die neue Offenbarung und damit die neue Öffnung zum Geiste hin. Mit den Fähigkeiten des errungenen Selbstbe-wusstseins, des Bewusstseins der individuellen Ich-heit, soll nun ein neuer Geistbezug, in Freiheit und Bewusst-heit, der Menschenseele die Möglichkeit geben, ihr wah-res Wesen nach und nach zu erfassen und ihren Erdenweg entsprechend zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat sich bis hierhin der schon teilweise in die Deka-denz gehende alte Kultus, der noch in den vergangenen Mysterien wurzelt, fortgesetzt, ein Kultus, bei dem der Priester für die Gemeinde die Engel, die Wesen des Him-mels herunterbittet auf den Altar und die Transsubstan-tiation mit Brot und Wein vollzieht, so ermöglicht nun der neue Weg der Geisteswissenschaft eine Entwicklung der Bewusstseinskräfte zur individuellen Durchführung eines entsprechenden geistigen Geschehens. Wenn un-ser erstorbenes Abbilddenken, das in der gegenwärtigen Wissenschaft nur die gewordene Natur nachvollzieht im Denken, sich umwandelt, sich belebt in den höheren gei-stigen Erkenntnisstufen von Imagination, Inspiration und Intuition, und damit der Mensch mit dem neu errunge-nen wachen Selbstbewusstsein den Wiederaufstieg von der gewordenen, ins Ersterben gegangenen Außenwelt zu den webenden schaffenden Kräften und Wesenheiten der Geistwelt beschreitet, sich so verbindet und erfüllt mit den wahren Welten-Werde-Kräften und damit den Stoff, der zur Ruhe gekommener, erstorbener Prozess ist, wie-der in Geschehen, in Geist-Geschehen zu wandeln ver-mag, dann vollzieht er die Real-Verbindung mit der Göt-terwelt in sich selbst, in seinem Bewusstseinsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich vorstellen, dass bestimmten Kreisen, die es bisher als Machtfaktor verwendet haben, die Be-ziehung zwischen Mensch und Götterwelt in gewissem Sinne zu «vermitteln», zu regeln und damit nach ihren Zwecken und Zielen zu lenken, alles daransetzen, eine solche Entwicklung zu verhindern. Der Vortrag über den umgekehrten beziehungsweise kosmischen Kultus fällt gewiss nicht zufällig zusammen mit der Brandnacht des ersten Goetheanum. Die Verwandlung des Menschheits-abstiegs in den Wiederaufstieg, der von der individuellen Menschenseele ergriffen werden kann und muss, hat be-gonnen mit der Christustat auf Golgatha und wird nun fortgesetzt – auf der Grundlage dessen, was die mittel-europäischen Geistesringer vorbereitet haben – durch die Geisteswissenschaft, die Anthropo-Sophia, die in unsere Erdenwelt hereingeleitet, hereinbegabt wurde durch Ru-dolf Steiner an dem Wendepunkt vom fünftausend Jah-re währenden Finsteren Zeitalter zum Lichten Zeitalter. Wir gewahren das Widerstreben der alten Erdenkräfte, ein mächtiges Widerstreben. Aber hier und jetzt ist die Vorbereitung, die Keimlegung für eine neue Mensch-heitszukunft, für den Wiederanschluss an ihre geistige Wirklichkeit. Wir stehen an einem Neuanfang und müs-sen erleben, wie umkämpft die Menschenseele ist, deren die Gegenkräfte sich bemächtigen und sie zurückhalten wollen. Wir haben erhalten den Weg des Wiederaufstie-ges, und wenn wir ihn nicht ergreifen, dann gehen, ohne dass wir es merken, die dafür freigewordenen Kräfte an die Gegenmächte der Menschheitsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden wir uns bewusst der Größe dessen, was uns da gegeben ist als Möglichkeit: Ein Jahrtausende währen-der, aber in die Dekadenz geratener alter Kultus, der noch einen Anteil von Gruppenseelenhaftigkeit in sich trägt, wird umgewendet, der Freiheit und dem Bewusstsein des individuellen Menschenwesens als Möglichkeit, als Göt-tergnadengabe dargereicht, damit der Mensch sein wah-res Wesen nach und nach in sich zum Erklingen bringen kann. So will es errungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Gemeinschaften in diesem Sinne, in diesem selbst-losen Einlassen der Geistigkeit auch des anderen Men-schen, wollen sich bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über beides sei nun Näheres ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der kosmische Kultus ====&lt;br /&gt;
Über den kosmischen Kultus findet sich die einzige so klare Stelle im Vortrag vom 31.12.1922 in GA 219&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&#039;&#039;Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt. Die geistige Kommunion der Menschheit».&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anfang des Vortrages ist eine Hinführung, auf die ich nur andeutend eingehen will: Was in der äußeren Natur wie auseinandergelegt ist, Winter und Sommer, haben wir im Menschen gleichzeitig. Im Schlafzustand befinden sich physischer und Ätherleib in der Sommer-wirkung, der Verbrauch und Abbau vom Tage werden ausgeglichen, Astralleib und Ich sind davon getrennt in Winterwirkungen, in geistigen Wirkungen. Im Wachzu-stand ist es umgekehrt. Immer aber haben wir beides, wie Waagebalken, die ausgeglichen sind und in deren Mitte sich der Ruhepunkt befindet. Und dieser ist der Punkt des Ausgleichs der Naturwirkungen und damit der mensch-lichen Freiheit davon, der menschlichen Selbständigkeit. Die Naturwirkungen heben sich gegenseitig auf. Da kann das Geistig-Seelische des Menschen unbeeinflusst von den Naturwirkungen eingreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unseren physischen und ätherischen oder vegetabili-schen Leib in der Nacht pflegt, das sind Nachklänge und Wirkungen aus dem Vorgeburtlichen, aus der Vergangen-heit. Gegenwart haben wir nur im Geistig-Seelischen. Der physische und ätherische Organismus sterben, unser Zukunftsleben wird allein gesichert durch unsere über-sinnliche geistig-seelische Organisation, die nach einem Aufenthalt in der Geistwelt sich zur Wiedergeburt berei-tet. Nur Astralleib und Ich sichern die Möglichkeit von Zukunftskeimen. Und hier kommen wir zum Wesentli-chen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere mineralisch-vegetabilische Erde ist zwar umge-ben von einer seelisch-geistigen Hülle, aber diese greift nicht in sie ein. So wäre sie zum Sterben verurteilt, wenn nicht der Mensch ihr das gibt, was sie selbst nicht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Soll daher die äußere Natur nicht ersterben, dann muss ihr das gegeben werden, was der Mensch durch seinen astralischen und Ich-Leib hat. Das heißt, da er durch seinen astralischen und Ich-Leib selbstbewusste Vorstel-lungen hat, so muss der Mensch, wenn er der sonst er-sterbenden Erde die Zukunft sichern will, dasselbe in sie hineinstellen, was in ihm übersinnlich-unsichtbar ist… Das, was nicht von selbst da ist auf der Erde, das sind die&#039;&#039; &#039;&#039;wirksamen Gedanken des Menschen, die in seinem durch den Gleichgewichtszustand von der äußeren Natur un-abhängigen Organismus leben und weben. Verwirklicht er diese selbständigen Gedanken, dann gibt er der Erde Zukunft. Aber dazu muss er sie erst selber haben, diese Gedanken, denn alle Gedanken, die wir uns machen über das, was ersterbend in der gewöhnlichen Naturerkennt-nis ist, sind Spiegelgedanken, sind keine Wirklichkeiten. Die Gedanken aus der Geistesforschung werden belebt durch Imagination, Inspiration, Intuition. Nehmen wir sie auf, dann sind sie selbständig im Erdenleben existie-rende Gebilde.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt das – selbständig … existierende Gebilde? Wir betreten hier eine völlig andere Gedankenwelt als die ge-wohnte ist, eine Welt, in der Gedanken Wirklichkeiten sind, schaffende Wirklichkeiten, Zukunftskeime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gedanken aus der Geisteswissenschaft erfassen nicht nur das Gewordene und Erstorbene, sondern ver-binden sich durch Imagination, Inspiration, Intuition demjenigen, was bildhaft oder bildend, was erklingend schaffend, was wesenhaft wirkend in der unsichtbaren Welt webt, das auch unsere Welt einst gewoben hat und in dem der Keim für die Zukunft liegt, wenn wir es er-kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dieses Denken stellt dar die geistige Form des Kom-munizierens der Menschheit. – Denn indem der Mensch sich überlässt seinen Spiegelgedanken über die äußere Natur, wiederholt er nur die Vergangenheit, lebt er in Leichnamen des Göttlichen. Indem er seine Gedanken selber belebt, verbindet er sich durch seine eigene Wesenheit, kommunizierend, die Kommunion empfangend, mit dem die Welt durchdringenden, ihre Zukunft sichernden Göttlich-Geistigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;So ist spirituelle Erkenntnis eine wirkliche Kommuni-on, der Beginn eines der Menschheit der Gegenwart gemäßen kosmischen Kultus, der dann wachsen kann dadurch, dass der Mensch nun gewahr wird, wie er seinen physisch-mineralischen und seinen vegetabi-lischen Organismus mit seinem astralischen und Ich-Organismus durchzieht, wie er dadurch, dass er in sich selbst den Geist lebendig macht, nun auch in das, was sonst als Totes, als Ersterbendes ihn umgibt, den Geist hineinbannt.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunion – heißt das nicht, das Göttlich-Geistige empfangen, das Göttlich-Geistige in sich aufnehmen? Zusammenkommen? Sei es nun im Bilde von Brot und Wein, sei es rein geistig durch die Geistgedanken, die sich zum Göttlichen erheben und sich diesem verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn der Mensch die Gedanken der Geisteswissen-schaft aufnimmt, kann er zu dem Erleben kommen, &#039;&#039;«dass wenn er auf seinen in festem Zustand wirkenden Orga-nismus hinsieht, er sich in diesem verbunden fühlt mit der Sternenwelt, insofern sie ruhendes Wesen ist.»&#039;&#039; Und der Säftestrom, der Blutstrom, der bewegt wird durch den ätherischen Organismus, steht in Zusammenhang mit den Sternentaten, mit der Bewegung der Planeten.&lt;br /&gt;
«&#039;&#039;Aber so, wie es im unmittelbaren Anblicke ist, ist das eine tote Welt. Der Mensch wandelt sie von seinem ei-genen Geistigen aus, wenn er von seinem Geistigen der Welt mitteilt, indem er die Gedanken belebt zur Imagina-tion, Inspiration, Intuition, indem er die geistige Kom-munion der Menschheit vollführt.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die kosmischen Wesen sind zwar die schaffenden, aber sie können sich nicht erkennen, dazu braucht es den Menschen. Wenn aber der Mensch in seinen Gedanken erfasst das Wesenswirken, fügt er zu dem Gewordenen den Geist hinzu. Dieser erweiterte Blick auf die Welt lässt ihn dann ganz anders denken und handeln, wandelt sein Wollen, wandelt sein Fühlen, kann ihn zum Einklang mit den kosmischen Wesen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dahin zu gelangen, muss der Mensch zuerst ein Be-wusstsein davon entfalten, ein Bewusstsein, das immer lebendiger sich gestalten und sein Leben durchdringen muss, &#039;&#039;«dann findet der Mensch immer mehr und mehr den Weg zu dieser geistigen Kommunion.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner gibt nun ein Spruchwort, das helfen kann, das in der Vergangenheit Erstorbene, Tote, wieder zu be-leben, ihm neues Leben zu schaffen, &#039;&#039;&#039;damit aus seiner&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;«&#039;&#039;Totheit das Leben der Zukunft werden kann.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Dazu ist erforderlich, dass man sich in rechter Weise der Bezie-hung des Menschen zum Kosmos bewusst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir mit unserer Erdennahrung die Gebilde der Erde aufnehmen, so nehmen wir darinnen auf, was durch den Himmel, durch die Sterne, durch die kosmischen Wesen gewirkt wurde, wir nehmen in unserer Nahrung kosmi-sches Wirken auf. «Wir nehmen das Sternenwesen, das Himmelswesen in uns auf mit dem Stoff der Erde, der im Erdenwirken enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es nahet mir im Erdenwirken In Stoffes Abbild mir gegeben, Der Sterne Himmelswesen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh im Wollen sie sich liebend wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber ist es so, dass im Menschen der Erdenstoff zu-nächst vernichtet werden muss, um dann dem Ich-Men-schen, der Ich-Organisation gemäß gestaltet zu werden für den Organismus. Unser physisch –ätherischer Orga-nismus aber gibt die Grundlage für das Wirken der astra-lischen und der Ich-Wesenheit, die darin inkarniert sind. Und auf dieser Grundlage kann das Erdenbewusstsein im Wachzustand entfaltet werden mit seiner abbauenden Tä-tigkeit, seiner geistbefreienden Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Aber wir müssen uns bewusst sein, dass wir als Men-schen in unserem Wollen, in unsrem von Liebe durch-zogenen Wollen dasjenige, was Stoff geworden ist, in Geist zurückverwandeln, eine wirkliche Transsubstan-tiation vollziehen, wenn wir uns unseres Darinnenste-hens in der Welt bewusst werden, so dass das gedank-lich-geistige Leben in uns lebendig wird.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres betrifft dasjenige, was wir in unseren Flüs-sigkeitsorganismus aufnehmen, so dass es den Blut-, den Säftekreislauf durchdringt. Dieses ist nun nicht Abbild von der Sterne Wesen, sondern es ist Wirkung, Auswir-kung von der Sterne Taten, das heißt der Bewegungen der Planeten. Auch dieses kann vergeistigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie wir bei der festen Formgestalt das Abbild der Ru-hesterne, insbesondere des Tierkreises haben und dieses gleichsam als Schöpfung der ersten Hierarchie im Wollen und in Liebe vergeistigt werden kann, so haben wir bei den Planetenbewegungen die Wirkungen, die Taten der folgenden Hierarchie, in welcher die Geister der Weisheit die oberste Stellung einnehmen. Ist nicht unser Ätherleib aus Weisheit gewoben? Dahinein greift das Astralische mit den Empfindens- und Fühlenskräften. In einem objektivierten Fühlen erschaffen wir uns ein wichtiges Wahrnehmungs- und Beurteilungsorgan für die Vorgänge der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es dringen in mich im Wasserleben In Stoffes Kraftgewalt mich bildend, Der Sterne Himmelstaten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Während ich der Sterne Wesen und Weben im Wollen sehen kann, wie es sich liebend wandelt in den spiritu-ellen Gehalt der Zukunft, so sehe ich im Fühlen sich weise wandeln dasjenige, was mir hier auf der Erde gegeben wird, indem ich in dem, was meinen Säfteor-ganismus durchdringt, aufnehme das Abbild der Him-melstaten. So hineingestellt kann der Mensch wollend und fühlend sich erleben.» –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Was aber ist das für ein Wollen, das hier gemeint sein kann? &#039;&#039;«Hingegeben an das Allwalten des ihn umge-benden Weltendaseins, des kosmischen Daseins, kann er erleben dasjenige, was durch ihn ausgeführt wird in dem großen Tempel des Kosmos als Transsubstantia-tion, indem er opfernd darinnensteht in rein geistiger Art.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist das Opfer? Ist es das Zurückstellen der eigen-süchtigen Selbstheit zugunsten der Hingabe an den gött-lich-geistigen Werdestrom?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Was sonst nur abstrakte Erkenntnis wäre, wird zu ei-nem fühlenden und wollenden Verhältnis zur Welt.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Fühlen und Wollen müssen mit dem verwandelten Den-ken zusammenwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kommen wir zu einem neuen Ausgangspunkt von entsprechendem Tatenwesen. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Die Welt wird zum Tem-pel, die Welt wird zum Gotteshaus. Der erkennende Mensch, sich aufraffend im Fühlen und Wollen»,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; so dass es nicht eine Kopferkenntnis bleibt, sondern eine Herzens- und Tunserkenntnis werden kann, &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;er wird zum opfernden Wesen. Das Grundverhältnis des Menschen zur Welt steigt auf vom Erkennen zum Weltenkultus, zum kosmischen Kultus. Dass all dasjenige, was unser Verhältnis zur Welt ist, zunächst sich als kosmischer Kultus erkennt im Menschen, das ist der erste Anfang dessen, was geschehen muss, wenn Anthroposophie ihre Mission in der Welt vollziehen soll.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Anfang! Wo stehen wir? – die Vorläufer der Vorläufer, wie es Rudolf Steiner an einer Stelle nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er weist uns an &#039;&#039;«…wie wir aus der Vergangenheit heraus suchen sollen die Zukunft, wie wir wissen sollen, die Zukunft zu schaffen, um das Geistige zu schöpfen»&#039;&#039; und betont, &#039;&#039;«dass wir das Leben aus unserer eigenen Tat-kraft suchen müssen.»&#039;&#039; Denn das sprießende Leben der Außenwelt enthält den Tod in sich. Nur aus dem, was vom Menschen geschaffen wird, indem er sich, sein Ei-genwollen opfernd, hineinstellt in den kosmischen Zu-sammenhang des Werdens, kann der Keim der Zukunft gebildet werden in gleichsam kultischem Geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben hier die Stufen des Kultus: Die Aufnahme von geistigem Inhalt und die Belebung des Denkens durch Imagination, Inspiration, Intuition. Das ist nur möglich durch das Zurücklassen, die Opferung des nie-deren Selbst, dieses muss schweigen. So kann Wand-lung stattfinden zu den Geistgedanken und damit auch Transsubstantiation der erstarrten Stofflichkeit in Geist-Geschehen. Die durch Imagination, Inspiration und intui-tives Berührtwerden verwandelten Gedanken führen zu einer wahren geistigen Kommunion und ermöglichen ein Neu-Erfassen und eine Neu-Belebung zu einem erneu-erten Wirken der erstorbenen Welten-Werde-Kräfte für Künftiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der individuelle Mensch selbst wird zum Vollzieher des kosmischen Kultus, aus freier Hingabe an die kosmisch-irdische Wirklichkeit des Menschseins, was gleichzeitig eine Überwindung des Sündenfalles, der Sonderung vom Weltengeist, darstellt. Damit ist dem Menschen der Weg eröffnet zu seinem wahren Selbst und zum Erlangen einer hierarchischen Stufe im Kosmos, sozusagen der Rück-weg vom Irdischen in die Geistwelt mit errungenen neu-en Kräften und Fähigkeiten, mit errungenem Selbst- und Ich-Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit keinem Wort wird in dem Vortrag vom 31.12.1922 der Christus erwähnt. Welche Rolle spielt der Christus bei diesem Weg?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal sagt Rudolf Steiner sinngemäß, wir tun eigentlich gar nichts anderes in der Anthroposophie als die Spra-che des Christus zum Ausdruck zu bringen, in die Welt hereinzustellen. Ohne den Christus wäre dieser Wieder-aufstieg nicht ermöglicht worden, die Menschen hätten verloren den Bezug ihres (niederen) Ich zum Geist, wä-ren versunken in der materiellen Welt. Der Christus aber hat sich verbunden mit dem Erdensein. Webt er nicht in allem, was da geschieht, insbesondere an geistigem Stre-ben? Ist die Anthroposophie nicht geradezu &#039;&#039;&#039;sein&#039;&#039;&#039; Weg für uns? Der kosmische Kultus gleichsam der Übergang von einem mehr Gruppenseelenhaften im kirchlichen Kul-tus zur Individualseele, in die nun der Christus nach und nach einzuziehen vermag? Und nur, was wir in der eige-nen Seele verwirklichen, ist auch das, was in der Zukunft uns weiterführen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Weltenwesen ====&lt;br /&gt;
Man kann sich fragen: Was meinen diese Worte: &#039;&#039;«Ich&#039;&#039; &#039;&#039;seh’ im Wollen sie sich liebend wandeln.»&#039;&#039; Und: &#039;&#039;«Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.» –&#039;&#039; Wer wandelt sich? Was kann der kleine Erdenmensch zu einer solchen Wandlung kosmischen Wirkens beitragen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vortrag vom 6. Juli 1915 in Berlin, GA 157, leuchtet Antwort auf zu dieser rätselvollen Formulierung, anschließend an die Fragestellung, was der Mensch wirk-lich ist – denn mit seinem Bewusstsein umfasst er nur einen Ausschnitt, einen eher kleinen Teil der Wirklichkeit seines Lebens. Was wären wir, müssten wir all die Funk-tionen unserer Organe tagtäglich bewusst durchführen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Unser bewusstes Dasein als Mensch beginnt ja in ei-ner gewissen Beziehung durch unsere Sinneswahrneh-mungen, durch das, was wir mit unseren Sinnen an der Außenwelt wahrnehmen.»&#039;&#039; Doch vieles, was unsere Sinne wahrnehmen, kommt uns gar nicht zum Bewusstsein. Beispielsweise sind unsere Ohren in der Nacht nicht aus-geschaltet, aber wir schlafen, haben kein Bewusstsein davon. Hat denn diese Wahrnehmungsfähigkeit unserer Sinne nur eine Bedeutung &#039;&#039;«für uns als Erdenmenschen oder hat das noch irgend eine andere Weltbedeutung»?&#039;&#039; Diese Frage, sagt der Geisteslehrer, kann man nur be-antworten, wenn wir zunächst fragen: Was ist das Licht, durch das die Sonne leuchtet, die Sterne leuchten? Dann ergibt sich dem hellsehenden Bewusstsein, dass das Licht der Weltenkörper &#039;&#039;«eigentlich in der Wahrnehmungsfä-higkeit… von Wesen besteht».&#039;&#039; Und wenn ein Wesen von der Venus oder dem Mars die Erde leuchten sähe, dann könnte es wissen, dass da wahrnehmende Wesen auf der Erde sind, von deren Wahrnehmungsfähigkeit das Leuch-ten ausgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«So hat in der Tat jedes unserer Sinnesorgane die Auf-gabe, nicht nur das zu sein, was es für uns ist, sondern hat außerdem eine Weltaufgabe. Der Mensch ist durch seine sinnliche Wahrnehmung ein Weltenwesen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir nun zur nächsten Seelenfähigkeit, dem Den-ken. Der Mensch weiß zwar einiges von dem, was er als Inhalt denkt, aber sehr wenig von dem komplizierten Geschehen, das beim Denken vorgeht, er hat auch kein Bewusstsein davon, dass das Denken im Schlafe nicht aufhört. &#039;&#039;«Das Denken ist eigentlich ein Vorgang unseres Ätherleibes.»&#039;&#039; Und wenn der Mensch am Morgen mit sei-nem Astralleib und seinem Ich wieder eintaucht zunächst in den Ätherleib und gleich darauf in den physischen Leib, taucht er zunächst unter wie in ein Gewoge, in we-bendes Leben, in &#039;&#039;«ein Meer, das nur aus webenden Ge-danken besteht.»&#039;&#039; Aber der physische Leib verhüllt ihm das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Unser Vorgang des Sehens bewirkt das Leuchten, da sind wir kosmische Raumesmenschen. Durch das, was im Denken sich vollzieht, sind wir kosmische Zeitenmen-schen, da wirkt alles mit, was schon vor unserer Geburt geschehen ist, was nach unserem Tode geschieht und so weiter.»&#039;&#039; Deshalb hat der Zwischenzustand des Träumens, bei dem etwas von diesem Gewoge an die Oberfläche kommen kann, prophetischen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Fühlen haben wir noch viel weniger als vom Denken und der Sinneswahrnehmung in unserem Bewusst-sein. &#039;&#039;«Es ist ein tiefer, tiefer Prozess.»&#039;&#039; Will man die wah-re Natur des Denkens kennenlernen, dann muss man es seiner irdischen Abstraktheit entziehen und muss sich er-heben zur imaginativen Anschauung, zur Welt der Bilder, die hinter allem stehen, welche die Ursache von allem sind. &#039;&#039;&#039;«&#039;&#039;Und in diese Bilder tauchen wir ein, wenn wir in das Meer des Denkens eintauchen… dieses imaginati-ve Denken ist eine Wirklichkeit, und darin tauchen wir ein, wenn wir in das wogende, im Strom der Zeit dahin-gehende Denken eintauchen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;In das Fühlen versenken wir uns erst, wenn wir zur sogenannten Inspiration kommen, die die höhere Art der Erkenntnis ist gegenüber der Imagination. Alles das, was unserem Fühlen zugrunde liegt, ist eigentlich ein&#039;&#039; Gewoge &#039;&#039;von Inspirationen.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Aber wir nehmen die-se nicht unmittelbar wahr, sondern wie in einem Spiegel werden sie von unserem Organismus zurückgeworfen und erscheinen – gleichsam des Lebens entkleidet – &#039;&#039;&#039;als Fühlen.&#039;&#039;&#039; So sind unsere Gefühle ein Spiegelbild der In-spirationen, durch die sich kundtun die höheren Hierar-chien. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Denn in jedem dieser Bilder spiegeln sich die Eigenschaften der höheren Hierarchien, die sich in der Welt aussprechen durch Inspiration.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Und so wie wir nicht bei Gefühlen stehenbleiben, sondern fortschreiten zum hellhörenden Erkennen, nehmen wir wahr die Welt, wie sie zusammenwirkt aus einer großen Mannigfaltig-keit von lauter Wesen der höheren Hierarchien. &#039;&#039;&#039;Die Welt ist diese Wesenheit, dieses Zusammenwirken der Wesen der Hierarchien. In der Welt geschehen die Taten der höheren Hierarchien.&#039;&#039;&#039; Und wir sind eingespannt, sind im Spiegel darinnen, und die Taten der höheren Hierarchien werden durch unseren Spiegel zurückgeworfen. Wir neh-men dieses Zurückgeworfene dann durch unser Bewusst-sein wahr. So leben wir im Schoße der Eigenschaften der Hierarchien als fühlende Menschen… dadurch, dass wir fühlende Menschen sind, sind wir auch Wesen der Hier-archien, wirken auch dadrinnen, wo die Hierarchien wir-ken. &#039;&#039;&#039;Wir wirken in diesem Gewebe, tun Taten, die nicht nur für uns sind, sondern durch die wir mitwirken an dem ganzen Aufbau der Welt&#039;&#039;&#039;. Wir sind durch unsere Ge-fühle Diener der die Welt bauenden höheren Wesenhei-ten.»&#039;&#039; Würden unsere Gefühle nicht da sein, dann &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«wür-den diejenigen Wesenheiten, die einstmals mitwirken sollen am Aufbau des Himmelskörpers Venus, nicht die Kräfte haben, die sie dazu brauchen. Unsere Gefühle sind notwendig für das Haus, das die Götter als Welt aufbauen, wie die Ziegelsteine, die verwendet werden zum Aufbauen des Hauses.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Wenn wir vor der Sixtini-schen Madonna stehen und daran Gefühle entwickeln, dann ist das nicht nur ein Vorgang in uns selbst, dann ist das &#039;&#039;«was da geschieht, Teil im Weltenganzen, ganz einer-lei, wie wir es mit unserem Bewusstsein begleiten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir auf unser Wollen blicken, ist das auch wieder nur Spiegel, aber nun der Wesenheit der einzel-nen Mitglieder der Hierarchien. Wir sind ebenso ein Wesen der Hierarchien, nur auf einer anderen Stufe. Unsere Realität besteht in unserem Willen. Wir geben &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;der Welt Substanz, indem wir unseren Willen irgend-wie in der Wirklichkeit leben lassen. Wieder ist es so: Dass wir unser Wollen mit dem Bewusstsein begleiten, das hat nur Bedeutung für uns als Menschen; daneben steht unser Wollen als Realität, das ist der Stoff für die Götter, um daraus die Welt aufzubauen.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sie sehen, wie unsere Sinnenwahrnehmungen, unser Denken, Fühlen und Wollen kosmische Bedeutung haben, wie sie sich hineinfügen in das ganze kosmische Leben… es ist wirklich notwendig, dass eine größere Anzahl von Menschen einsieht, &#039;&#039;&#039;dass die Zeiten vorüber sind, wo man auskommen kann ohne diese Einsicht.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Hellsehen musste erlöschen für die Ausbildung unseres Ich-Bewusstseins, denn das Denken, das wir sonst entwickeln würden, wenn wir &#039;&#039;«das ganze Gewoge unter dem Bewusstsein»&#039;&#039; sehen würden, &#039;&#039;«das würde ein himmlisches Denken sein, aber nicht das selbständige Denken.»&#039;&#039; Wir könnten nicht das Bewusstsein haben &#039;&#039;«Ich bin es, der denkt»,&#039;&#039; sondern wir würden erleben, &#039;&#039;der mich beschützende Engel ist es, der denkt. Dieses Bewusstsein&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«ich denke» ist nur möglich durch das Ergreifen des Er-denleibes. Darum ist es notwendig, dass im Erdenleben der Mensch fähig wird zum Gebrauche seines Erdenlei-bes.»&#039;&#039; Das wird der Mensch in der nächsten Zeit immer stärker tun müssen und ein gewisser berechtigter Egois-mus wird sich dadurch immer mehr verstärken. &#039;&#039;«Dem muss eben das Gegengewicht geschaffen werden da-durch, dass man auf der anderen Seite die Erkenntnisse gewinnt, die die Geisteswissenschaft gibt.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das nicht geschieht, wenn diese Kräfte im Men-schen nicht gebraucht werden für das, was Zeitenaufga-be ist, dann wird die Entwicklung so verlaufen, dass der Mensch das, &#039;&#039;«was er sonst den regulären Göttern darrei-chen würde, Ahriman und Luzifer darreicht. Denn alles, was Sie in Ihrem Bewusstsein unterdrücken, reichen Sie Ahriman und Luzifer dar.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist «ein kleiner Mensch da, der bewusste, und ein großer Mensch, die kosmische Realität.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir nun zu unserer Ausgangsfrage zurückkeh-ren und uns vor die Seele holen die Worte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es nahet mir im Erdenwirken In Stoffes Abbild mir gegeben Der Sterne Himmelswesen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ im Wollen sie sich liebend wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann ist deutlich geworden, wie unser Wollen als Spie-gelung &#039;&#039;«der Wesenheit der Mitglieder der Hierarchien»&#039;&#039; kosmische Bedeutung hat. Wir sind einbezogen in den hierarchischen Kosmos und durch unser Wollen schaffen wir die Substanz, &#039;&#039;«den Stoff, um daraus die Welt aufzu-bauen.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nehmen wir den zweiten Teil des Spruches:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Es dringen in mich im Wasserleben In Stoffes Kraftgewalt mich bildend Der Sterne Himmelstaten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Da können wir uns bewusst machen, wie unser Fühlen die Spiegelung ist &#039;&#039;«der Inspirationen, durch die sich kundtun die höheren Hierarchien»,&#039;&#039; der Hierarchien, die Taten tun in der Welt, der Welt, die gleichsam ein Zusam-menwirken ist der Hierarchien. Und wir, in deren Schoß, spiegeln dieses Wirken in unserem Fühlen. Und ohne unser Fühlen erhalten diese nicht die Kraft, die sie zum Aufbau neuer Welten brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weben zwischen Irdischem und Kosmischem wird deutlich – der kleine bewusste Mensch und die große kosmische Realität, bis hin zur Wiedervergeistigung der Erdenstoffe, der Transsubstantiation und der neuen be-wussten Verbindung des Menschen mit den Götterwesen des Kosmos, der Kommunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltsamerweise habe ich immer das Gefühl, es fehle noch ein dritter Teil des Spruches, und so habe ich stümperhaft und stammelnd einen solchen zu ergänzen versucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es leben in mir die Weltgedanken und weben in Wahrheit&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am Urbild der Welt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich seh’ in Dankbarkeit, wie sie mich leiten,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;wie sie mich wandeln.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Neue Gemeinschaftsbildung ====&lt;br /&gt;
Kommen wir nun zu der Frage des &#039;&#039;«umgekehrten Kultus»&#039;&#039; im gemeinsamen anthroposophischen Arbeiten. Darüber spricht Rudolf Steiner in besonderer Weise in den Vorträ-gen vom 27. Februar 1923 in Stuttgart (1) und 3. März 1923 in Dornach (2), beide enthalten in dem Band &#039;&#039;«An-throposophische Gemeinschaftsbildung»&#039;&#039; GA 257. Im Folgenden zitiere ich abwechselnd aus den beiden Vor-trägen und verwende zur Kennzeichnung (1) oder (2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Mensch auf der Erde ohne den Mitmenschen nicht leben kann, besteht immer die Frage der Gemeinschafts-bildung. Es gibt alte und neuere Formen. Eine erste Form nach dem Hereintreten ins Erdenleben ist die Sprachge-meinschaft mit den umgebenden Menschen, später haben wir Erinnerungsgemeinschaften mit den Menschen, mit denen wir Gemeinsames erlebt haben in der Kinder-, der Schulzeit oder anderem. Die Gemeinschaftsbildung im religiösen Kultus beruht ebenfalls auf einer Art Er-innerung, nämlich der (meist unbewusst bleibenden) Erinnerung an das, was man in der zweiten Hälfte des nachtodlichen beziehungsweise vorgeburtlichen Daseins mit anderen erlebt hat. Der religiöse Kultus ist gleichsam ein Abbild von wirklichen vorgeburtlichen Erlebnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Wir haben, bevor wir zur Erde heruntergestiegen sind, zusammen eine Welt durchlebt, die hier im Kultus vor un-serer Seele auf Erden steht. Das ist eine mächtige Bin-dung, das ist ein wirkliches Hereinholen nicht nur der Bilder, sondern der Kräfte der übersinnlichen Welt in die sinnliche…&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Eine solche Kraft braucht auch die Anthroposophische Gesellschaft, damit in ihr Gemeinschaftswesen auftauchen kann…»&#039;&#039; (1), aber sie braucht eine andere Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der Bewusstseinsseelenkultur braucht es noch eine andere Form der Gemeinschafsbildung. «&#039;&#039;Mit dem Erwachen der Bewusstseinsseele ist in dieser Beziehung ein neues Element hereingetreten ins Erdenleben des Menschen.»&#039;&#039; (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich nicht im Wachzustande befindet, sondern im Zustand des Träumens, dann ist er für sich alleine. &#039;&#039;«Er isoliert sich in seiner Traumwelt, noch mehr in seiner Schlafenswelt. Wachen wir auf, leben wir uns hinein in ein gewisses Gemeinschaftsleben.»&#039;&#039; Der Raum, die Vorstellungen davon entsprechen dem, was auch die Mitmenschen erleben. Unsere Beziehung zur Außenwelt verbindet uns in gewissem Sinne mit den anderen Men-schen. &#039;&#039;«Wir wachen auf an der äußeren Welt, dem Licht, dem Ton»,&#039;&#039; den übrigen Sinneserscheinungen und auch an dem Äußeren des anderen Menschen, der Naturseite des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«&#039;&#039;Wir wachen nicht auf – und das ist das Geheimnis des alltäglichen Lebens – als Mensch am Menschen, am tief-sten Inneren des Menschen, … an dem, was in den Tiefen der Menschenseele des anderen vor sich geht.»&#039;&#039; (1) Das ist ein höherstufiges Erwachen, wenn wir am Geistig-Seelischen des anderen Menschen aufwachen, wenn wir sein Geistig-Seelisches in uns fühlen, erkennen lernen, an seinem Erleben erwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nur die Gedanken der Anthroposophie aufneh-men, und sei es in noch so ideeller Weise, wir verstehen dadurch noch nicht die geistige Welt. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Wir beginnen das erste Verständnis für die geistige Welt erst zu ent-wickeln, wenn wir am Seelisch-Geistigen des anderen Menschen erwachen. Dann beginnt erst das wirkliche Verständnis für die Anthroposophie.»&#039;&#039; (1)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Gedanken allein verstehen wir noch nicht die Anthro-posophie, erst wenn wir sozusagen das konkrete Geisti-ge, das Seelisch-Geistige, das auf der Erde im Menschen seinen Wohnplatz hat, erleben können, dann verharren wir nicht nur in einer Gedankenwelt, sondern treten mit dem Erleben ein in die wirksame, die wirkliche Welt. Da haben wir sozusagen die Gelegenheit, Seelisch-Geistiges hier zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Traumleben, es erwacht an der natürlichen Umgebung zum wachen Tagesleben. Waches Tagesleben, es erwacht am anderen Menschen, an Seele und Geist des anderen Menschen zu einem höheren Bewusstsein. Der Mensch muss mehr werden als er dem Menschen immer war. Er muss ihm zu einem weckenden Wesen werden. Die Men-schen müssen sich näher kommen als sie sich bisher ge-standen haben… Dazu haben eben die modernen Men-schen, die ins Leben jetzt hereingetreten sind, viel zuviel Karma aufgespeichert, als dass sie nicht ihr Schicksal verbunden fühlen würden, ein jeder mit dem, der ihm im Leben als anderer Mensch entgegentritt… Jetzt tritt eben die Notwendigkeit ein, dass man nicht nur durch die Natur erweckt wird, sondern durch die Menschen, die mit einem karmisch verbunden sind und die man suchen will.» (2)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erfordert eine ganz neue Aufmerksamkeit, in gewis-sem Sinne auch Zurückhalten von Sympathie und Anti-pathie, es erfordert eine neue Art des Annehmens des an-deren Menschen als eines Trägers von seelisch-geistigen Kräften, von seelisch-geistiger Wesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Die Kraft zu diesem Erwachen kann nur dadurch er-zeugt werden, dass in einer Menschengemeinschaft spi-ritueller Idealismus gepflanzt wird.»&#039;&#039; Aber der wirkliche Idealismus ist nur vorhanden, &#039;&#039;«wenn der Mensch sich be-wusst werden kann, dass er genau ebenso, wie er, indem er die Kultusform hinstellt, eine geistige Welt ins Irdische herunterhebt, er etwas, das er im Irdischen erschaut, im Irdischen erkennen und verstehen gelernt hat, in das Übersinnlich-Geistige hinaufhebt, indem er es ins Ideal erhebt.»&#039;&#039; (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kultus bringen wir das Übersinnliche in ein kraft-durchsetztes Bild. Was wir hier in der Welt der Sinne wahrnehmen, können wir emporheben; es wird lebendig, wenn wir es in der rechten Weise durchdringen mit Ge-müt und Willensimpuls. &#039;&#039;«Wenn du dein ganzes Inneres vom Willen durchstrahlst, Begeisterung auf es wendest, dann gehst du mit deiner sinnlichen Erfahrung, indem du sie idealisierst, den entgegengesetzten Weg, wie du ihn gehst, wenn du das Übersinnliche in die Kultusgestalt hineingeheimnisst.»&#039;&#039; (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine andere Wortwahl und ein etwas anderer Blickpunkt, aber doch fühlen wir das hier Gesagte an-klingen an das, was im Silvestervortrag vom 31.12.1922 dargestellt wurde – auch hier muss es willensdurchdrun-gen werden, die Gedanken müssen sich erheben zur Welt des Ideals, zur Welt der schaffenden geistigen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gefühlsmäßigen sollten wir überall dort, wo wir An-throposophisches pflegen, diese Pflege mit &#039;&#039;«durchgeistig-ter Empfindung»&#039;&#039; (1) durchdringen: ja, wir sollten schon die Türe zu dem Raum, in dem wir anthroposophisch ar-beiten, als etwas empfinden, was wir mit Ehrerbietung übertreten, denn der Raum wird geheiligt dadurch, dass Anthroposophisches in ihm gepflegt wird. Das muss zu einem inneren Erlebnis werden, so dass durch das ganze Geschehen des Miteinander-anthroposophisch-Arbeitens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«ein wirklich real-geistiges Wesen anwesend wird»&#039;&#039; in dem Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Wie in den in der sinnlichen Welt sich abspielenden Kultusformen die göttlichen Kräfte auf sinnliche Art anwesend sind, müssen wir lernen, mit unseren Seelen, mit unseren Herzen durch unsere innere Seelenverfas-sung übersinnlich anwesend sein zu lassen eine wirkli-che Geistwesenheit in dem Raume, in dem das anthro-posophische Wort ertönt, und unsere Rede, unser Emp-finden, unser Denken, unsere Willensimpulse müssen wir einrichten können im spirituellen Sinne, das heißt nicht in irgendeinem abstrakten Sinne, dass wir uns so fühlen, als schaute auf uns herunter und hörte uns an ein Wesen, das über uns schwebt, das real-geistig da ist. Geistige Gegenwart, übersinnliche Gegenwart müssen wir empfinden, die dadurch da ist, dass wir Anthropo-sophie treiben. Dann fängt die einzelne anthroposophi&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;sche Wirksamkeit an, ein Realisieren des Übersinnli-chen selbst zu werden».&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie früher durch Blutsbande ein Gruppengeist wirk-sam war, so kann heute durch gemeinsames Erleben an-throposophischer Inhalte &#039;&#039;«ein realer Gemeinschaftsgeist herangezogen werden».&#039;&#039; (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;«Durch das gemeinsame Erleben des Übersinnlichen wird eben gerade Menschenseele an Menschenseele er-weckt, die Seele erwacht in ein höheres Verständnis hin-ein, und wenn diese Gesinnung da ist, bildet sich etwas heraus, das bewirkt, dass auf Menschen, die vereinigt sind im gegenseitigen Sich-Mitteilen und im Miteinan-der-Erleben anthroposophischer Ideen, ein gemeinsa-mes, wirkliches Wesen sich herniedersenkt…»&#039;&#039; (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die gemeinsame anthroposophische Arbeit wer-den die Gedanken und Empfindungen der Menschen hin-auferhoben in die übersinnliche Welt. &#039;&#039;«Und wenn in der richtigen Gesinnung erlebt wird der anthroposophische Inhalt von einer Menschengruppe, wobei Menschenseele an Menschenseele erwacht, wird tatsächlich diese Men-schenseele erhoben zur Geistgemeinschaft. Nur handelt es sich darum, dass dieses Bewusstsein wirklich vorhan-den ist… dann ist in diesem … &#039;&#039;&#039;umgekehrten Kultus&#039;&#039;&#039;… etwas Gemeinschaftsbildendes im eminentesten Sinne vorhanden…&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit einer anthroposophischen Gruppe besteht nicht bloß darin, dass eine Anzahl von Menschen über anthroposophische Ideen reden, sondern dass sie sich als Menschen so vereinigt fühlen, dass Menschenseele an Menschenseele erwacht und die Menschen hinauf-versetzt werden in die geistige Welt, so dass sie wirklich unter geistigen Wesen sind, wenn auch vielleicht ohne Schauen. Auch wenn das in der Anschauung nicht da ist, im Erleben kann es da sein. Und das ist dann das Stärkende, das Kräftigende, das aus den Gruppen her-vorgehen kann, die mit richtiger Gemeinschaftsbildung eben entstanden sind innerhalb der Anthroposophi-schen Gesellschaft». (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Absicht habe ich die Worte des Geisteslehrers unmit-telbar als Zitate wiedergegeben. Bei solch tiefgehenden Themen kann sonst in eigener Formulierung manches verlorengehen, was die ursprünglichen Worte an Nuan-cierung und Kraft enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur ein Bewusstsein von den Inhalten des Bearbei-teten ist erforderlich, sondern auch das Bewusstsein von den Menschen, mit denen diese Inhalte erarbeitet werden und das Bewusstsein, dass die Geistwelt daran teilnimmt, dass wir in der rechten Gesinnung real hinaufversetzt werden unter geistige Wesen. Und wenn wir dann noch in unserem Bewusstsein den esoterischen Gehalt des umgekehrten bzw. kosmischen Kultus mit hinzufügen, meditativ ihn erleben können, sind wir auf dem Wege, Anthroposophie wahr zu machen, sie ihrer Aufgabe in der Welt zuzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Aufgabe Mitteleuropas ====&lt;br /&gt;
Wir haben nun den inneren Gehalt des umgekehrten, des kosmischen Kultus und die Aufgabe der neuen Gemein-schaftsbildung vor uns erstehen lassen. Betrachten wir diese im irdischen Zusammenhang, so können wir noch tiefer erfassen, welche Bedeutung ein solches Geschehen für die Menschheitsentwicklung hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zyklus &#039;&#039;«Die geistigen Hintergründe des ersten Weltkrieges»,&#039;&#039; GA 174 b, und da vor allem in einem Vor-trag vom 13. Februar 1915, wird Wichtigstes ausgespro-chen, das uns auch heute noch ebenso betrifft. Stehen wir nicht mitten im dritten Weltkrieg, einem furchtbaren Kampf um die menschliche Seele auf allen Ebenen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner mahnt, wie wesentlich es ist innerhalb des geisteswissenschaftlichen Strebens, dass bloßes Wissen sowie das Leben nur in äußeren Vorstellungen der Ver-gangenheit angehören und wir eine Erkenntnis zu suchen haben, die durchdrungen ist von Empfindungen und Wil-lensimpulsen, die lebendig sich ins wirkliche Leben her-einstellen, sonst gehen wir einer Zeit der geistigen Aus-dörrung entgegen. Auch die großen Weltereignisse müs-sen tiefer angeschaut werden. Man muss sich bewusst sein, wenn es sich nicht um das allgemein Menschliche, sondern um Völkergeschehen handelt, wie da noch an-dere Gesetze gelten, wie geistige Ereignisse, Dämonen-kämpfe damit verbunden sind, die nicht durch irdische Verstandslogik und -beurteilung erfasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den weiteren Vorträgen wird ausgeführt, wie Mittel-europa, unser Lebensraum, eingekeilt ist zwischen Ost und West. Wenn wir nach dem Westen schauen, so lebt da eine deutlich andere Seelenhaltung als in der Mitte – dabei den Volkstypus im Blick habend, nicht den Ein-zelmenschen. Im Westen ist &#039;&#039;«die Überzeugung von dem spirituellen Leben wie ein äußeres Element angekoppelt an die äußere Kultur. Man hat [dort] gar nicht einmal das Bedürfnis, die beiden miteinander zu durchdringen.»&#039;&#039; Geistige Erkenntnisse werden zweckhaft benutzt, um Macht und Herrschaft über die restliche Welt zu erlan-gen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blicken wir nach dem Osten, gewahren wir Kulturen mit Restatavismen, die an alten erstarrten religiösen Formen festhalten, über denen die Geistigkeit wie eine Wolke schwebt, in der sie leben, die aber kein persönliches Rin-gen um die Geistigkeit aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir die Entwicklung Mitteleuropas aus dem germanischen Element heraus, dann können wir erleben, wie da über Jahrhunderte gerungen wurde um eine Gei-stigkeit, eine Menschen- und Gotteserkenntnis, die im Tiefsten die Seelenkräfte ergreift und sich dem ganzen Menschenwesen verbindet. – Wir können denken in der frühen Phase an Meister Eckhardt, Tauler, die Rosenkreu-zer, an Angelus Silesius, Jakob Boehme, und dann jene besondere Konstellation im achtzehnten Jahrhundert, mit den Individualitäten von Wieland, Lessing, Herder, ins-besondere Goethe, Schiller, Novalis und der Philosoph des Ich: Fichte sowie Schelling, Hegel, die Humboldts und eine ganze Reihe weiterer Geistesringer um die Be-stimmung von Mensch und Welt, um den wahren Gottesbezug, um den persönlichen Seelen- und Ich-Kern des Menschwesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es in der atlantischen Zeit die vierte Epoche, welche die Keime legte für die nachatlantischen Kulturen, so ist es in den nachatlantischen Kulturen die fünfte, der die-se Aufgabe zufällt, also unsere jetzige Kulturepoche der Bewusstseinsseelenentwicklung. Auf diese fünfte wird eine sechste folgen. &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Wir sollten uns aber klar sein, dass es Zeiten des Aufgangs und Zeiten des Niedergangs gibt, richtig klar sollten wir uns sein darüber, dass das sechste Zeitalter… dem Niedergang notwendig ange-hören muss und dass dasjenige, was sich in der fünf-ten nachatlantischen Zeitepoche herausentwickelt, der Keim sein muss für die der siebenten Kulturepoche erst wiederum folgende Erdenzeit&#039;&#039;&#039;. So lebendig muss man die Dinge betrachten, nicht abstrakt-theoretisch.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Und was ist das Charakteristische, das sich insbeson-dere in dieser fünften Kulturepoche herausentwickeln muss? Das ist das Charakteristische, was vorzugsweise durch das Mysterium von Golgatha angefacht worden ist: dass die spirituellen Impulse hinuntergeführt wer-den bis ins unmittelbar Physisch-Menschliche, dass ge-wissermaßen das Fleisch vom Geiste ergriffen werden muss.»&#039;&#039; Dazu ist der Christus auf der Erde erschie-nen.&#039;&#039;&#039; Und das muss geschehen bis in jede Handbewe-gung, bis ins Alltägliche hinein. Dieses Hinuntertragen, dieses Durchimpulsieren ist gleichsam die Mission der gegenwärtig kulturtragenden Völker Mitteleuropas in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;« In der sechsten Kulturepoche… wird die Aufgabe sein, den Geist vor allen Dingen als etwas mehr in der Umgebung Schwebenden zu erkennen als unmittelbar in sich, den Geist mehr in der elementaren Welt anzuer-kennen, weil die sechste Kulturepoche die Aufgabe hat, die Erkenntnis des Geistes in der physischen Umgebung vorzubereiten. Das kann nicht so ohne weiteres erreicht werden, wenn nicht alte atavistische Kräfte aufgespart werden»&#039;&#039; – wie das heute im Osten geschieht, &#039;&#039;«die den Geist in seinem rein elementarischen Leben anerkennen. Aber ohne die heftigsten Kämpfe gehen diese Dinge nicht ab.»&#039;&#039; Denn wie sollte eine wirkliche Verständigung mög-lich sein bei so unterschiedlichen Entwicklungen und Aufgaben?&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;«Was ist denn die Geschichte Mitteleuropas als ein fortwährendes Ringen um ein Aufgehen des göttlichen Funkens in der persönlichen Seele, um das Aufgehen des Geistigen im Physischen?... In der fünften Kultu-repoche muss ein Geistiges aus eigener Kraft errungen werden.»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; In der sechsten und siebenten Epoche wird nichts Neues dazukommen, sondern die Träger der sech-sten Kulturepoche, der Epoche des Geistselbst, die mehr empfangend konstituiert sind, werden wie von außen aufnehmen, was in der fünften Kulturepoche errungen, durchgerungen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dasjenige, was leben wird in den Seelen der sechsten Kulturepoche, wird dasselbe sein, was von den Seelen der fünften Kulturepoche errungen wurde…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Das kann nicht anders geschehen, als wenn dasjeni-ge, was wirklich sich bekennt zur Durchdringung des Leiblichen mit dem Geistigen, Kulturimpulse hervor-bringt, die für die Erde bleibend sind, die von der Erde nicht wieder verschwinden können. Denn was dann nachkommt als sechste, als siebente Kulturepoche, da muss geistig von den Schöpfungen der fünften leben, das muss die Schöpfungen der fünften Kulturepoche in sich aufnehmen…»&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sträuben sich diese Völker des Ostens heute noch, weil sie sich erst dahin entwickeln müssen, weil sie auf ihrem heutigen Stand noch keine Beurteilungs-möglichkeit für diese Tatsachen haben, aber geschehen muss es doch, sonst kann keine Kultur des Geistselbst entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Aufgabe wird deutlich für unsere Zeit und unse-re Kulturströmung! Müssen wir nicht all unsere Kräfte anstrengen, um dieser Mission gerecht werden zu kön-nen? Und braucht es nicht da ein so zentrales Geschehen, Erkenntnis- und Kultusgeschehen wie den &#039;&#039;«umgekehrten Kultus»,&#039;&#039; damit wir nicht an der Peripherie des Neuen ver-harren? Auch wir werden wohl wieder leben in Leibern der folgenden Kulturepochen. Was wir jetzt veranlagen, wird das sein, was dann auf uns zukommt! &#039;&#039;&#039;Der Keim für lange Zeiten der Menschheitsentwicklung wird jetzt gelegt!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um all das, was hier angesprochen ist, zusammenzu-schauen, wurde es in relativer Dichte dargestellt, sonst hätte der Inhalt ein ganzes Buch gefüllt. Es hat sich er-geben als Vorbereitung auf eine Tagung, die nur einein-halb Tage zur Verfügung hatte. Vielleicht aber kann doch etwas durch-leuchten von der Größe und Erhabenheit der Thematik – gleichsam wie die zum Kristall verdich-tete Substanz in ihrer eigenen Form und Farbe, in ihrem Strahlen zu uns spricht – und von der tiefen Bedeutung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Impressum&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herausgeber: &#039;&#039;Thomas Heck    und Eva Lohmann-Heck&#039;&#039;, Dorneckstr. 60, 4143 Dornach / Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Email: thomas.heck@posteo.ch / www.wtg-99.com Rundbrief An- und Abmeldungen auf der Internet-Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rundbriefarchiv:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
www.wtg-99.com/Rundbriefe-Archiv&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=305</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:48:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Базовая моральная технология «Золотой середины» =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Третий шаг. =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Дидактический материал ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:47:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=303</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:46:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Colchis_1988:_Die_vier_Pflichten_als_Heilmittel_%E2%80%93_ein_Bericht_von_Hans-G%C3%B6ran_Hardt/ru&amp;diff=302</id>
		<title>Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:44:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Колхида 1988: Четыре обязанности как лекарство – отчёт Ханса-Йёрана Хардта ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans-Göran Hardt .jpg|mini|Ханс-Йёран Хардт, Ярна, Швеция, 2025]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 26.04.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Романа Чудиновский от 19.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда Ясон понял, что для обретения Золотого руна ему нужно плыть в Колхиду – нынешнюю Грузию. Пушкин, Толстой, Лермонтов и другие русские ездили в эту Колхиду, когда хотели написать что-то совершенно особенное, важное, – ибо там было столько света, «Золотое руно»?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Там, в 1988 году, мне говорили: «Мы так сильны, но мы не умеем сотрудничать!» – как это слишком часто бывает у многих «духовно светлых», даже у «князей» вроде антропософов.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Означает ли это в конечном счёте: мы всё же готовы, когда мы вместе, нести полную ответственность за общее и признавать другого? – что антропсам невероятно трудно, что под силу лишь вполне взрослому человеку. Ибо только взрослый может нести ответственность. Тогда я объяснил отчаявшимся грузинам, что Рудольф Штейнер рекомендовал «антропсам» лекарство: упражнение в четырёх обязанностях «желающих быть деятельными членов».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Грузины были готовы испробовать это «лекарство». 21 член собрался на уик-энд; все группы были представлены.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Суббота, первая половина дня:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1-я обязанность: составить себе максимально точную картину задачи антропософского духоведения.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сразу первый, затем второй очень открыто и точно описали то, что они проработали. Эти откровенные сообщения так поразили остальных, что никто после этого не позволил себе критиковать или «знать лучше». Все 21 смогли открыто изложить свои различные взгляды и познания – в том числе очень разные. Присутствующие всё более изумлялись, слыша столь многое, столь различное, иное. И были вполне готовы «признать другого» – вести себя как взрослые!&lt;br /&gt;
[[Datei:Delphische Wagenlenker .png|mini|Дельфийский возничий – представитель человечества 4-й культурной эпохи.]]&lt;br /&gt;
Подобно Дельфийскому возничему – тогдашнему Представителю человечества, который умел управлять и своими мыслями-конями, и душой, и волей.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
После четырёх часов и 21 «доклада» «заклятые враги» пошли на кухню – приготовить что-нибудь съестное. И я слышал, как некоторые обнимались со слезами: «Как возможно, что мы теперь такие…?» – Рудольф Штайнер делает это возможным! – если бы только антропоссы захотели принять ЕГО помощь, внять ей (beHERTZigen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Рудольф Штайнер: «Правление может только просить членов о четырёх обязанностях…» – и это была очередная наглая ложь, как вскоре и выяснилось! Один лишь Рудольф Штайнер хотел просить! И после сентября 1924 года, когда остальное правление, оставшееся почти в одиночестве, должно было само взять на себя полную ответственность, они не захотели совместно упражнять эти четыре обязанности, чтобы создать «общность».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И так сразу после кремации Рудольфа Штайнера разразилась «Тридцатилетняя война». Это был «конец» – предварительный.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Когда в 1987 году впервые (после неудачных попыток, не только моих) удалось эту просьбу – сердечную просьбу Рудольфа Штейнера – осуществить, практиковать, воплотить, – тогда, кроме меня, радовался, наверное, и сам Рудольф Штайнер – НАКОНЕЦ-ТО!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Согласно нашему любимому учителю, начиная с Рождественской конференции 1923 года, антропософия есть Tuhen (деяние).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Для тех, кто останавливается на восприятии и принятии антропософии (что тоже абсолютно оправданно), я не нашёл лучшего названия, чем «антропсы» или «антропоссы».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Существуют ведь полноправные «тихие члены» помимо «желающих быть деятельными», а также члены Высшей школы, которые являются решающими представителями ААГ, если они действуют в полном сознании.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Полноправные тихие члены» не имеют особых обязанностей перед ААГ – ответственность лежит только на Обществе по отношению к ним. Однако «тихие» не имеют права определять или препятствовать «деятельным». Совершенно независимо от того, сколько они платят членских взносов и т. д.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В самом начале, в 1910 году, Рудольф Штайнер сказал: «Духоведение давало возможность / было предрасположено к тому, чтобы формировать практическую жизнь, экономику, новые банки и т. д. – но люди хотели: замену религии в слове и образе». Такое не следовало запрещать, но слишком много денег для полнодеятельной антропософии не должно было направляться туда.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем остаётся вопрос о том, что парализующе действует на плодотворность антропософского духоведения, – о смешении крови и нервов.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Отношение ААГ и Христианской общины так ясно, как только может быть. Совершенно ясно. Но антропософам следовало бы сохранять эту ясность. Но ведь есть же эти удобные кресла в Штутгарте». – Это не вся правда!! Не кресла виноваты, а отказ антропсов взять на себя полную ответственность: самим мыслить, судить, делить ответственность с Рудольфом Штайнером. Если бы они это сделали, Рудольф Штейнер мог бы дольше оставаться с нами – таково моё убеждение; я могу привести некоторые факты и высказывания ЕГО.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Карма наделила меня достаточными силами, чтобы выполнить мои задачи, но мёртвое мышление антропсов – вот что я с трудом выношу».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но опять же нет! Главным образом, не полностью ответственный народ антропсов – те, кто избегает ответственности, кто не хотел делить ответственность с НИМ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вы ясно видите: я не так мягок, как Рудольф Штайнер! Он ведь даже неправду вырезал резцом по дереву – придал Люциферу лицо: «люди не вынесли бы правды».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Меня иногда спрашивали, почему я так против Христианской общины!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда несколько мужчин спросили меня, не хочу ли я помочь «инкарнировать» Христианской общине в Финляндии; и я сразу согласился, полагая, что такой способ приближения к Духу тоже должен существовать. Гораздо позже я узнал, что я был первым администрантом в Финляндии. Помочь там, где в культе призывают духовный мир вниз, – я мог. Но сам я хотел в «обратном культе» вместе с другими возвыситься к духовному миру.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кое-что из этого удалось тогда в Грузии: «пробуждение через другого»!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Я переживаю это так, как если бы круг образовал нечто вроде чаши / кубка, в который Дух мог бы гораздо легче что-то уронить.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Эти два разных культа подобны крови и нервам. Когда они сталкиваются или даже смешиваются, возникает, как известно, боль, паралич, вплоть до разрушения. (Кровоизлияние)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Если вы захотите помочь мне в этой задаче, я буду вам крайне благодарен.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ханс-Йёран Хардт, 24-26.04.2026, Ярна, Швеция&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Colchis_1988:_Die_vier_Pflichten_als_Heilmittel_%E2%80%93_ein_Bericht_von_Hans-G%C3%B6ran_Hardt&amp;diff=301</id>
		<title>Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Colchis_1988:_Die_vier_Pflichten_als_Heilmittel_%E2%80%93_ein_Bericht_von_Hans-G%C3%B6ran_Hardt&amp;diff=301"/>
		<updated>2026-07-19T14:43:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Text vom&#039;&#039; &#039;&#039;26.04.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von&#039;&#039; &#039;&#039;Roman Chudinovskih vom 19.07.2026&#039;&#039;{{Languages|Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans-Göran Hardt .jpg|mini|Hans-Göran Hardt, Järna, Sweden, 2025]]&lt;br /&gt;
Jason verstand damals, dass er, um das Goldene Flies zu erlangen, zu Colchis, dem heutigen Georgien, segeln musste. Puschkin, Tolstoi, Lermontow und andere Russen fuhren zu diesem Colchis, wenn sie etwas ganz Besonderes, Wichtiges schreiben wollten – denn dort gab es so viel Licht, das „Goldene Flies“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erzählte man mir um 1988: „Wir sind so stark, aber wir können nicht zusammenarbeiten!“ – wie allzu oft bei sehr vielen „geistig Hellen“, auch bei „Fürsten“ wie den Anthroposophen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutet das schlussendlich: Wir sind dann doch bereit, wenn wir zusammen sind, die volle Verantwortung für das Gemeinsame zu tragen und den anderen gelten zu lassen? – was den „Anthrops“ so ungeheuer schwerfällt, was nur der voll Erwachsene kann. Denn nur der voll Erwachsene kann die Verantwortung tragen. Ich erklärte damals den verzweifelten Georgiern, dass Rudolf Steiner den „Anthrops“ ein Heilmittel empfohlen hatte: das Üben der vier Pflichten der „tätig sein wollenden Mitglieder“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Georgier waren willig, das „Heilmittel“ zu probieren. 21 Mitglieder versammelten sich an einem Wochenende; alle Gruppen waren vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sonnabendvormittag:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.      Pflicht: sich ein möglichst genaues Bild von der Aufgabe der anthroposophischen Geisteswissenschaft zu erarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt der Erste und dann der Zweite schilderten sehr offen und genau, was sie erarbeitet hatten. Die sehr offenen Berichte erstaunten die anderen so stark, dass daraufhin niemand sich erlaubte, etwas zu kritisieren oder es „besser zu wissen“. Alle 21 durften offen ihre verschiedenen Ansichten und Erkenntnisse vortragen – auch sehr verschiedene. Man war immer mehr und mehr erstaunt, so vieles, so Verschiedenes, Andersartiges zu hören. Und ganz bereit, den „anderen gelten zu lassen“ – sich also als voll Erwachsener zu benehmen!&lt;br /&gt;
[[Datei:Delphische Wagenlenker .png|mini|der Delphische Wagenlenker – der Menschheitsrepräsentant von IV Kulturepoche|links]]&lt;br /&gt;
Wie der Delphische Wagenlenker – der damalige Menschheitsrepräsentant, der auch seine Pferd-Gedanken, seine Seele, sein Wollen lenken konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach vier Stunden und 21 „Vorträgen“ gingen die „erbitterten Feinde“ in die Küche, um etwas Essbares zu machen. Und ich hörte, dass manche sich mit Tränen umarmten: „Wie ist es möglich, dass wir jetzt so …?“ – Rudolf Steiner machts möglich! – wenn die Anthropossen nur SEINE Hilfe annehmen, beHERTZigen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: „Der Vorstand kann die Mitglieder nur bitten, die 4 Pflichten …“ – das war wiedermal glatt gelogen, wie es sich allzubald zeigte! &#039;&#039;&#039;Einzig&#039;&#039;&#039; Rudolf Steiner wollte bitten! Auch nach September 1924, da der übrige Vorstand, ziemlich alleingelassen, selbst volle Verantwortung auf sich nehmen sollte, wollten sie die 4 Pflichten nicht gemeinsam üben, um eine „Gemeinsamkeit“ zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so brach, sofort nach Rudolf Steiners Einäscherung, der „30-jährige Krieg“ aus. Es war „Aus“ – vorläufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es 1987 erstmals (nach missglückten Versuchen, nicht nur von mir) gelang, diese Bitte – die herzliche Bitte Rudolf Steiners – zu tun, zu praktizieren, zu verwirklichen, da freuten sich außer mir wohl sicher auch Rudolf Steiner – EENDLICH!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut unserem geliebten Lehrer war – ab Weihnachtstagung 1923 – Anthroposophie Tuhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für solche, die es beim Empfangen/Aufnehmen von Anthroposophie stehen lassen (absolut berechtigt auch), habe ich keinen besseren Namen gefunden als „Anthrops“ oder „Anthropossen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ja die voll berechtigten „stillen Mitglieder“ außer den „tätig sein Wollenden“ – und dann die Hochschulmitglieder, die ja die entscheidenden Repräsentanten der AAG sind, wenn voll bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „vollberechtigten stillen Mitglieder“ haben keine besonderen Pflichten der AAG gegenüber – die Verantwortung hat nur die Gesellschaft ihnen gegenüber. Doch die „Stillen“ dürfen überhaupt nicht über die „tätig Seienden“ bestimmen oder sie hindern. Ganz gleich, wie viel sie z. B. Mitgliedsbeiträge bezahlen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziemlich am Anfang, 1910, meinte Rudolf Steiner: „Die Geisteswissenschaft gab die Möglichkeit / war veranlagt, das praktische Leben, Wirtschaft, neue Banken usw. zu gestalten – aber die Leute wollten: Religionsersatz in Wort und Bild.“ Solches sollte nicht verboten werden, aber zu viel Geld für die volltätige Anthroposophie sollte nicht dahin fließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist noch die Frage um solches, das lähmend auf die Fruchtbarkeit der anthroposophischen Geisteswissenschaft wirkt: die Vermischung von Blut und Nerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Verhältnis von AAG und Christengemeinschaft ist so klar, wie es nur sein kann. Ist sonnenklar. Aber die Anthroposophen müssten es klar halten. Aber da gibt es ja die bequemen Stühle in Stuttgart.“ – Das ist nicht die volle Wahrheit!! Nicht die Stühle sind Schuld, sondern die Weigerung der „Anthrops“, die volle Verantwortung auf sich zu nehmen: selbst denken, urteilen, Verantwortung mit Rudolf Steiner teilen. Hätten sie das getan, hätte Rudolf Steiner länger bei uns bleiben können – das ist meine Überzeugung; ich kann dazu einiges an Fakten geben, auch Aussagen von IHM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Karma hat mich mit genug Kräften ausgestattet, um meine Aufgaben durchzuführen, aber das tote Denken der „Anthrops“ ist es, das ich so schwer verkraften kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wieder nein! Hauptsächlich das nicht voll verantwortliche „Anthrops-Volk“ war es, die Verantwortungsscheuen, die nicht die Verantwortung mit IHM teilen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen deutlich: ich bin nicht so mild wie Rudolf Steiner! Er hat ja Unwahres sogar mit dem Meißel in Holz geformt – dem Luzifer ein Gesicht gegeben: &#039;&#039;&#039;„die Leute könnten die Wahrheit nicht ertragen“.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fragte mich manchmal, warum ich so gegen die Christengemeinschaft sei!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Handvoll Männer fragten mich damals, ob ich helfen wolle, die Christengemeinschaft in Finnland zu „inkarnieren“; und ich sagte sofort zu, meinte, dass es diese Art, dem Geiste zu nähern, auch geben sollte. Habe viel später erfahren, dass ich der erste Administrant in Finnland war. Dass ich helfen wolle da, wo man im Kulte die geistige Welt herunterbittet, konnte ich helfen. Selbst wollte ich aber im „umgekehrten Kultus“ mich mit den anderen erheben zur geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas davon glückte damals in Georgien: das „Erwachen am (durch) den anderen“!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe es, als wenn der Kreis etwas gebildet hätte, wie eine Schale / einen Kelch, in den der Geist viel leichter etwas hereintropfen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden verschiedenen Kulte sind so wie Blut und Nerven. Wenn sie aneinander geraten, sich sogar vermengen, entsteht erwiesenermaßen Schmerz, Lähmung, bis zur Zerstörung. (Bluterguss)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Sie mir bei dieser Aufgabe helfen wollen, wäre ich Ihnen äußerst dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hans-Göran Hardt 24.-26.04.2026, Järna, Sweden&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Colchis_1988:_Die_vier_Pflichten_als_Heilmittel_%E2%80%93_ein_Bericht_von_Hans-G%C3%B6ran_Hardt&amp;diff=300</id>
		<title>Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt</title>
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		<updated>2026-07-19T14:41:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans-Göran Hardt .jpg|mini|Hans-Göran Hardt, Järna, Sweden, 2025]]&lt;br /&gt;
Jason verstand damals, dass er, um das Goldene Flies zu erlangen, zu Colchis, dem heutigen Georgien, segeln musste. Puschkin, Tolstoi, Lermontow und andere Russen fuhren zu diesem Colchis, wenn sie etwas ganz Besonderes, Wichtiges schreiben wollten – denn dort gab es so viel Licht, das „Goldene Flies“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erzählte man mir um 1988: „Wir sind so stark, aber wir können nicht zusammenarbeiten!“ – wie allzu oft bei sehr vielen „geistig Hellen“, auch bei „Fürsten“ wie den Anthroposophen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutet das schlussendlich: Wir sind dann doch bereit, wenn wir zusammen sind, die volle Verantwortung für das Gemeinsame zu tragen und den anderen gelten zu lassen? – was den „Anthrops“ so ungeheuer schwerfällt, was nur der voll Erwachsene kann. Denn nur der voll Erwachsene kann die Verantwortung tragen. Ich erklärte damals den verzweifelten Georgiern, dass Rudolf Steiner den „Anthrops“ ein Heilmittel empfohlen hatte: das Üben der vier Pflichten der „tätig sein wollenden Mitglieder“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Georgier waren willig, das „Heilmittel“ zu probieren. 21 Mitglieder versammelten sich an einem Wochenende; alle Gruppen waren vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sonnabendvormittag:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.      Pflicht: sich ein möglichst genaues Bild von der Aufgabe der anthroposophischen Geisteswissenschaft zu erarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt der Erste und dann der Zweite schilderten sehr offen und genau, was sie erarbeitet hatten. Die sehr offenen Berichte erstaunten die anderen so stark, dass daraufhin niemand sich erlaubte, etwas zu kritisieren oder es „besser zu wissen“. Alle 21 durften offen ihre verschiedenen Ansichten und Erkenntnisse vortragen – auch sehr verschiedene. Man war immer mehr und mehr erstaunt, so vieles, so Verschiedenes, Andersartiges zu hören. Und ganz bereit, den „anderen gelten zu lassen“ – sich also als voll Erwachsener zu benehmen!&lt;br /&gt;
[[Datei:Delphische Wagenlenker .png|mini|der Delphische Wagenlenker – der Menschheitsrepräsentant von IV Kulturepoche|links]]&lt;br /&gt;
Wie der Delphische Wagenlenker – der damalige Menschheitsrepräsentant, der auch seine Pferd-Gedanken, seine Seele, sein Wollen lenken konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach vier Stunden und 21 „Vorträgen“ gingen die „erbitterten Feinde“ in die Küche, um etwas Essbares zu machen. Und ich hörte, dass manche sich mit Tränen umarmten: „Wie ist es möglich, dass wir jetzt so …?“ – Rudolf Steiner machts möglich! – wenn die Anthropossen nur SEINE Hilfe annehmen, beHERTZigen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: „Der Vorstand kann die Mitglieder nur bitten, die 4 Pflichten …“ – das war wiedermal glatt gelogen, wie es sich allzubald zeigte! &#039;&#039;&#039;Einzig&#039;&#039;&#039; Rudolf Steiner wollte bitten! Auch nach September 1924, da der übrige Vorstand, ziemlich alleingelassen, selbst volle Verantwortung auf sich nehmen sollte, wollten sie die 4 Pflichten nicht gemeinsam üben, um eine „Gemeinsamkeit“ zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so brach, sofort nach Rudolf Steiners Einäscherung, der „30-jährige Krieg“ aus. Es war „Aus“ – vorläufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als es 1987 erstmals (nach missglückten Versuchen, nicht nur von mir) gelang, diese Bitte – die herzliche Bitte Rudolf Steiners – zu tun, zu praktizieren, zu verwirklichen, da freuten sich außer mir wohl sicher auch Rudolf Steiner – EENDLICH!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut unserem geliebten Lehrer war – ab Weihnachtstagung 1923 – Anthroposophie Tuhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für solche, die es beim Empfangen/Aufnehmen von Anthroposophie stehen lassen (absolut berechtigt auch), habe ich keinen besseren Namen gefunden als „Anthrops“ oder „Anthropossen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ja die voll berechtigten „stillen Mitglieder“ außer den „tätig sein Wollenden“ – und dann die Hochschulmitglieder, die ja die entscheidenden Repräsentanten der AAG sind, wenn voll bewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „vollberechtigten stillen Mitglieder“ haben keine besonderen Pflichten der AAG gegenüber – die Verantwortung hat nur die Gesellschaft ihnen gegenüber. Doch die „Stillen“ dürfen überhaupt nicht über die „tätig Seienden“ bestimmen oder sie hindern. Ganz gleich, wie viel sie z. B. Mitgliedsbeiträge bezahlen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziemlich am Anfang, 1910, meinte Rudolf Steiner: „Die Geisteswissenschaft gab die Möglichkeit / war veranlagt, das praktische Leben, Wirtschaft, neue Banken usw. zu gestalten – aber die Leute wollten: Religionsersatz in Wort und Bild.“ Solches sollte nicht verboten werden, aber zu viel Geld für die volltätige Anthroposophie sollte nicht dahin fließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist noch die Frage um solches, das lähmend auf die Fruchtbarkeit der anthroposophischen Geisteswissenschaft wirkt: die Vermischung von Blut und Nerven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Verhältnis von AAG und Christengemeinschaft ist so klar, wie es nur sein kann. Ist sonnenklar. Aber die Anthroposophen müssten es klar halten. Aber da gibt es ja die bequemen Stühle in Stuttgart.“ – Das ist nicht die volle Wahrheit!! Nicht die Stühle sind Schuld, sondern die Weigerung der „Anthrops“, die volle Verantwortung auf sich zu nehmen: selbst denken, urteilen, Verantwortung mit Rudolf Steiner teilen. Hätten sie das getan, hätte Rudolf Steiner länger bei uns bleiben können – das ist meine Überzeugung; ich kann dazu einiges an Fakten geben, auch Aussagen von IHM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das Karma hat mich mit genug Kräften ausgestattet, um meine Aufgaben durchzuführen, aber das tote Denken der „Anthrops“ ist es, das ich so schwer verkraften kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wieder nein! Hauptsächlich das nicht voll verantwortliche „Anthrops-Volk“ war es, die Verantwortungsscheuen, die nicht die Verantwortung mit IHM teilen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen deutlich: ich bin nicht so mild wie Rudolf Steiner! Er hat ja Unwahres sogar mit dem Meißel in Holz geformt – dem Luzifer ein Gesicht gegeben: &#039;&#039;&#039;„die Leute könnten die Wahrheit nicht ertragen“.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fragte mich manchmal, warum ich so gegen die Christengemeinschaft sei!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Handvoll Männer fragten mich damals, ob ich helfen wolle, die Christengemeinschaft in Finnland zu „inkarnieren“; und ich sagte sofort zu, meinte, dass es diese Art, dem Geiste zu nähern, auch geben sollte. Habe viel später erfahren, dass ich der erste Administrant in Finnland war. Dass ich helfen wolle da, wo man im Kulte die geistige Welt herunterbittet, konnte ich helfen. Selbst wollte ich aber im „umgekehrten Kultus“ mich mit den anderen erheben zur geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas davon glückte damals in Georgien: das „Erwachen am (durch) den anderen“!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erlebe es, als wenn der Kreis etwas gebildet hätte, wie eine Schale / einen Kelch, in den der Geist viel leichter etwas hereintropfen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden verschiedenen Kulte sind so wie Blut und Nerven. Wenn sie aneinander geraten, sich sogar vermengen, entsteht erwiesenermaßen Schmerz, Lähmung, bis zur Zerstörung. (Bluterguss)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Sie mir bei dieser Aufgabe helfen wollen, wäre ich Ihnen äußerst dankbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hans-Göran Hardt 24.-26.04.2026, Järna, Sweden&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:39:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Колхида 1988: Четыре обязанности как лекарство – отчёт Ханса-Йёрана Хардта ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans-Göran Hardt .jpg|mini|Ханс-Йёран Хардт, Ярна, Швеция, 2025]]&lt;br /&gt;
Тогда Ясон понял, что для обретения Золотого руна ему нужно плыть в Колхиду – нынешнюю Грузию. Пушкин, Толстой, Лермонтов и другие русские ездили в эту Колхиду, когда хотели написать что-то совершенно особенное, важное, – ибо там было столько света, «Золотое руно»?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Там, в 1988 году, мне говорили: «Мы так сильны, но мы не умеем сотрудничать!» – как это слишком часто бывает у многих «духовно светлых», даже у «князей» вроде антропософов.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Означает ли это в конечном счёте: мы всё же готовы, когда мы вместе, нести полную ответственность за общее и признавать другого? – что антропсам невероятно трудно, что под силу лишь вполне взрослому человеку. Ибо только взрослый может нести ответственность. Тогда я объяснил отчаявшимся грузинам, что Рудольф Штейнер рекомендовал «антропсам» лекарство: упражнение в четырёх обязанностях «желающих быть деятельными членов».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Грузины были готовы испробовать это «лекарство». 21 член собрался на уик-энд; все группы были представлены.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Суббота, первая половина дня:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1-я обязанность: составить себе максимально точную картину задачи антропософского духоведения.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сразу первый, затем второй очень открыто и точно описали то, что они проработали. Эти откровенные сообщения так поразили остальных, что никто после этого не позволил себе критиковать или «знать лучше». Все 21 смогли открыто изложить свои различные взгляды и познания – в том числе очень разные. Присутствующие всё более изумлялись, слыша столь многое, столь различное, иное. И были вполне готовы «признать другого» – вести себя как взрослые!&lt;br /&gt;
[[Datei:Delphische Wagenlenker .png|mini|Дельфийский возничий – представитель человечества 4-й культурной эпохи.]]&lt;br /&gt;
Подобно Дельфийскому возничему – тогдашнему Представителю человечества, который умел управлять и своими мыслями-конями, и душой, и волей.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
После четырёх часов и 21 «доклада» «заклятые враги» пошли на кухню – приготовить что-нибудь съестное. И я слышал, как некоторые обнимались со слезами: «Как возможно, что мы теперь такие…?» – Рудольф Штайнер делает это возможным! – если бы только антропоссы захотели принять ЕГО помощь, внять ей (beHERTZigen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Рудольф Штайнер: «Правление может только просить членов о четырёх обязанностях…» – и это была очередная наглая ложь, как вскоре и выяснилось! Один лишь Рудольф Штайнер хотел просить! И после сентября 1924 года, когда остальное правление, оставшееся почти в одиночестве, должно было само взять на себя полную ответственность, они не захотели совместно упражнять эти четыре обязанности, чтобы создать «общность».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И так сразу после кремации Рудольфа Штайнера разразилась «Тридцатилетняя война». Это был «конец» – предварительный.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Когда в 1987 году впервые (после неудачных попыток, не только моих) удалось эту просьбу – сердечную просьбу Рудольфа Штейнера – осуществить, практиковать, воплотить, – тогда, кроме меня, радовался, наверное, и сам Рудольф Штайнер – НАКОНЕЦ-ТО!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Согласно нашему любимому учителю, начиная с Рождественской конференции 1923 года, антропософия есть Tuhen (деяние).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Для тех, кто останавливается на восприятии и принятии антропософии (что тоже абсолютно оправданно), я не нашёл лучшего названия, чем «антропсы» или «антропоссы».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Существуют ведь полноправные «тихие члены» помимо «желающих быть деятельными», а также члены Высшей школы, которые являются решающими представителями ААГ, если они действуют в полном сознании.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Полноправные тихие члены» не имеют особых обязанностей перед ААГ – ответственность лежит только на Обществе по отношению к ним. Однако «тихие» не имеют права определять или препятствовать «деятельным». Совершенно независимо от того, сколько они платят членских взносов и т. д.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В самом начале, в 1910 году, Рудольф Штайнер сказал: «Духоведение давало возможность / было предрасположено к тому, чтобы формировать практическую жизнь, экономику, новые банки и т. д. – но люди хотели: замену религии в слове и образе». Такое не следовало запрещать, но слишком много денег для полнодеятельной антропософии не должно было направляться туда.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем остаётся вопрос о том, что парализующе действует на плодотворность антропософского духоведения, – о смешении крови и нервов.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Отношение ААГ и Христианской общины так ясно, как только может быть. Совершенно ясно. Но антропософам следовало бы сохранять эту ясность. Но ведь есть же эти удобные кресла в Штутгарте». – Это не вся правда!! Не кресла виноваты, а отказ антропсов взять на себя полную ответственность: самим мыслить, судить, делить ответственность с Рудольфом Штайнером. Если бы они это сделали, Рудольф Штейнер мог бы дольше оставаться с нами – таково моё убеждение; я могу привести некоторые факты и высказывания ЕГО.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Карма наделила меня достаточными силами, чтобы выполнить мои задачи, но мёртвое мышление антропсов – вот что я с трудом выношу».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но опять же нет! Главным образом, не полностью ответственный народ антропсов – те, кто избегает ответственности, кто не хотел делить ответственность с НИМ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вы ясно видите: я не так мягок, как Рудольф Штайнер! Он ведь даже неправду вырезал резцом по дереву – придал Люциферу лицо: «люди не вынесли бы правды».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Меня иногда спрашивали, почему я так против Христианской общины!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда несколько мужчин спросили меня, не хочу ли я помочь «инкарнировать» Христианской общине в Финляндии; и я сразу согласился, полагая, что такой способ приближения к Духу тоже должен существовать. Гораздо позже я узнал, что я был первым администрантом в Финляндии. Помочь там, где в культе призывают духовный мир вниз, – я мог. Но сам я хотел в «обратном культе» вместе с другими возвыситься к духовному миру.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кое-что из этого удалось тогда в Грузии: «пробуждение через другого»!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Я переживаю это так, как если бы круг образовал нечто вроде чаши / кубка, в который Дух мог бы гораздо легче что-то уронить.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Эти два разных культа подобны крови и нервам. Когда они сталкиваются или даже смешиваются, возникает, как известно, боль, паралич, вплоть до разрушения. (Кровоизлияние)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Если вы захотите помочь мне в этой задаче, я буду вам крайне благодарен.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ханс-Йёран Хардт, 24-26.04.2026, Ярна, Швеция&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Colchis_1988:_Die_vier_Pflichten_als_Heilmittel_%E2%80%93_ein_Bericht_von_Hans-G%C3%B6ran_Hardt/ru&amp;diff=298</id>
		<title>Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Colchis 1988: Die vier Pflichten als Heilmittel – ein Bericht von Hans-Göran Hardt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Колхида 1988: Четыре обязанности как лекарство – отчёт Ханса-Йёрана Хардта ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans-Göran Hardt .jpg|mini|Ханс-Йёран Хардт, Ярна, Швеция, 2025]]&lt;br /&gt;
Тогда Ясон понял, что для обретения Золотого руна ему нужно плыть в Колхиду – нынешнюю Грузию. Пушкин, Толстой, Лермонтов и другие русские ездили в эту Колхиду, когда хотели написать что-то совершенно особенное, важное, – ибо там было столько света, «Золотое руно»?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Там, в 1988 году, мне говорили: «Мы так сильны, но мы не умеем сотрудничать!» – как это слишком часто бывает у многих «духовно светлых», даже у «князей» вроде антропософов.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Означает ли это в конечном счёте: мы всё же готовы, когда мы вместе, нести полную ответственность за общее и признавать другого? – что антропсам невероятно трудно, что под силу лишь вполне взрослому человеку. Ибо только взрослый может нести ответственность. Тогда я объяснил отчаявшимся грузинам, что Рудольф Штейнер рекомендовал «антропсам» лекарство: упражнение в четырёх обязанностях «желающих быть деятельными членов».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Грузины были готовы испробовать это «лекарство». 21 член собрался на уик-энд; все группы были представлены.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Суббота, первая половина дня:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1-я обязанность: составить себе максимально точную картину задачи антропософского духоведения.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сразу первый, затем второй очень открыто и точно описали то, что они проработали. Эти откровенные сообщения так поразили остальных, что никто после этого не позволил себе критиковать или «знать лучше». Все 21 смогли открыто изложить свои различные взгляды и познания – в том числе очень разные. Присутствующие всё более изумлялись, слыша столь многое, столь различное, иное. И были вполне готовы «признать другого» – вести себя как взрослые!&lt;br /&gt;
[[Datei:Delphische Wagenlenker .png|mini|Дельфийский возничий – представитель человечества 4-й культурной эпохи.]]&lt;br /&gt;
Подобно Дельфийскому возничему – тогдашнему Представителю человечества, который умел управлять и своими мыслями-конями, и душой, и волей.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
После четырёх часов и 21 «доклада» «заклятые враги» пошли на кухню – приготовить что-нибудь съестное. И я слышал, как некоторые обнимались со слезами: «Как возможно, что мы теперь такие…?» – Рудольф Штайнер делает это возможным! – если бы только антропоссы захотели принять ЕГО помощь, внять ей (beHERTZigen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Рудольф Штайнер: «Правление может только просить членов о четырёх обязанностях…» – и это была очередная наглая ложь, как вскоре и выяснилось! Один лишь Рудольф Штайнер хотел просить! И после сентября 1924 года, когда остальное правление, оставшееся почти в одиночестве, должно было само взять на себя полную ответственность, они не захотели совместно упражнять эти четыре обязанности, чтобы создать «общность».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И так сразу после кремации Рудольфа Штайнера разразилась «Тридцатилетняя война». Это был «конец» – предварительный.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Когда в 1987 году впервые (после неудачных попыток, не только моих) удалось эту просьбу – сердечную просьбу Рудольфа Штейнера – осуществить, практиковать, воплотить, – тогда, кроме меня, радовался, наверное, и сам Рудольф Штайнер – НАКОНЕЦ-ТО!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Согласно нашему любимому учителю, начиная с Рождественской конференции 1923 года, антропософия есть Tuhen (деяние).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Для тех, кто останавливается на восприятии и принятии антропософии (что тоже абсолютно оправданно), я не нашёл лучшего названия, чем «антропсы» или «антропоссы».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Существуют ведь полноправные «тихие члены» помимо «желающих быть деятельными», а также члены Высшей школы, которые являются решающими представителями ААГ, если они действуют в полном сознании.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Полноправные тихие члены» не имеют особых обязанностей перед ААГ – ответственность лежит только на Обществе по отношению к ним. Однако «тихие» не имеют права определять или препятствовать «деятельным». Совершенно независимо от того, сколько они платят членских взносов и т. д.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В самом начале, в 1910 году, Рудольф Штайнер сказал: «Духоведение давало возможность / было предрасположено к тому, чтобы формировать практическую жизнь, экономику, новые банки и т. д. – но люди хотели: замену религии в слове и образе». Такое не следовало запрещать, но слишком много денег для полнодеятельной антропософии не должно было направляться туда.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем остаётся вопрос о том, что парализующе действует на плодотворность антропософского духоведения, – о смешении крови и нервов.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Отношение ААГ и Христианской общины так ясно, как только может быть. Совершенно ясно. Но антропософам следовало бы сохранять эту ясность. Но ведь есть же эти удобные кресла в Штутгарте». – Это не вся правда!! Не кресла виноваты, а отказ антропсов взять на себя полную ответственность: самим мыслить, судить, делить ответственность с Рудольфом Штайнером. Если бы они это сделали, Рудольф Штейнер мог бы дольше оставаться с нами – таково моё убеждение; я могу привести некоторые факты и высказывания ЕГО.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Карма наделила меня достаточными силами, чтобы выполнить мои задачи, но мёртвое мышление антропсов – вот что я с трудом выношу».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но опять же нет! Главным образом, не полностью ответственный народ антропсов – те, кто избегает ответственности, кто не хотел делить ответственность с НИМ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вы ясно видите: я не так мягок, как Рудольф Штайнер! Он ведь даже неправду вырезал резцом по дереву – придал Люциферу лицо: «люди не вынесли бы правды».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Меня иногда спрашивали, почему я так против Христианской общины!?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда несколько мужчин спросили меня, не хочу ли я помочь «инкарнировать» Христианской общине в Финляндии; и я сразу согласился, полагая, что такой способ приближения к Духу тоже должен существовать. Гораздо позже я узнал, что я был первым администрантом в Финляндии. Помочь там, где в культе призывают духовный мир вниз, – я мог. Но сам я хотел в «обратном культе» вместе с другими возвыситься к духовному миру.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кое-что из этого удалось тогда в Грузии: «пробуждение через другого»!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Я переживаю это так, как если бы круг образовал нечто вроде чаши / кубка, в который Дух мог бы гораздо легче что-то уронить.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Эти два разных культа подобны крови и нервам. Когда они сталкиваются или даже смешиваются, возникает, как известно, боль, паралич, вплоть до разрушения. (Кровоизлияние)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Если вы захотите помочь мне в этой задаче, я буду вам крайне благодарен.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Ханс-Йёран Хардт, 24–26.04.26&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=297</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:34:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: /* Didaktisches Material */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktisches Material ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=296</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:33:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Fünfter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung. Und dann &#039;&#039;&#039;richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte&#039;&#039;&#039;. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und &#039;&#039;&#039;erkennen ihre Natur und ihre Absichten&#039;&#039;&#039;: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: &#039;&#039;&#039;Was soll denn hier gut sein?&#039;&#039;&#039; Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist &#039;&#039;&#039;ein reales Erkennen des Wesens des Bösen&#039;&#039;&#039; und jener &#039;&#039;&#039;göttlichen Grundlage&#039;&#039;&#039;, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, &#039;&#039;&#039;warum das Böse&#039;&#039;&#039;, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, &#039;&#039;&#039;in dieser Situation vollkommen notwendig ist&#039;&#039;&#039;. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sechster Schritt. =====&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung: &#039;&#039;&#039;auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war&#039;&#039;&#039;. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: &#039;&#039;&#039;welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen&#039;&#039;&#039;, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der siebte Schritt. =====&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt &#039;&#039;&#039;die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=295</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:33:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: /* Базовая моральная технология «Золотой середины» */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Базовая моральная технология «Золотой середины» =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Третий шаг. =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Дидактический материал ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=294</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:32:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: /* Третий шаг. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Третий шаг. =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=293</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:32:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &#039;&#039;&#039;Третий шаг.&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=292</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:31:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &#039;&#039;&#039;Третий шаг.&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=291</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:29:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &#039;&#039;&#039;Третий шаг.&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: &#039;&#039;&#039;а что же тут хорошего?&#039;&#039;&#039; Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  &#039;&#039;&#039;реальное&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;познание сущности зла&#039;&#039;&#039; и той &#039;&#039;&#039;Божественной основы&#039;&#039;&#039;, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, &#039;&#039;&#039;почему то злое&#039;&#039;&#039;, что приходит через непосредственное действие злых сил, &#039;&#039;&#039;является совершенно необходимым в данной ситуации&#039;&#039;&#039;. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Шестой шаг. =====&lt;br /&gt;
Затем мы поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону: &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Седьмой шаг. =====&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия&#039;&#039;&#039; и &#039;&#039;&#039;происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=290</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T14:20:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Молитва преданности (Базовое Михаэлическое настроение). Р. Штайнер, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Что бы ни пришло, что бы ни принес мне наступающий час, никакой страх не может смягчить, облегчить неизвестное. Грядущее я ожидаю в совершеннейшем внутреннем покое с глубочайшей тишиной в сердце. &lt;br /&gt;
 Страх, опасения парализуют наше развитие. Волны страха отбрасывают поддержку, которая уже стремится в наши души из Будущего. Преданность тому, что называют Божественной мудростью происходящего, уверенность в необходимости свершающихся событий, в их так или иначе благом воздействии, – все это, выраженное в словах, ощущениях и идеях, составляет настроение МОЛИТВЫ ПРЕДАННОСТИ. &lt;br /&gt;
 Мы должны искоренить в наших душах страх и ужас перед тем, что выступает нам навстречу из Будущего. Необходимо усвоить себе невозмутимость ко всем чувствам и ощущениям, и, пребывая в полном душевном равновесии, ожидать грядущее, каким бы оно ни было, – ибо оно суждено нам исполненным мудрости Мировым Водительством. &lt;br /&gt;
 Это то, чему человек должен сегодня научиться: строить жизнь, исходя из чистого доверия к непрестанной помощи Духовного Мира. Воистину, это то единственное, что сегодня еще может помочь нам, и поможет, если мужеству не суждено исчезнуть. Будем же воспитывать и утверждать нашу волю: каждое утро и каждый вечер стремиться к внутреннему пробуждению&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== &#039;&#039;&#039;Третий шаг.&#039;&#039;&#039; =====&lt;br /&gt;
Когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – &#039;&#039;&#039;обозреть&#039;&#039;&#039; уже оттуда, с высоты, &#039;&#039;&#039;свою проблемную ситуацию&#039;&#039;&#039; и увидеть теперь &#039;&#039;&#039;в новом качестве&#039;&#039;&#039;, в новом ракурсе &#039;&#039;&#039;те факторы уже внешней ситуации&#039;&#039;&#039; (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), &#039;&#039;&#039;которые привели нас в такое смятение и отчаяние.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итого, третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Четвертый шаг. =====&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы производим &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: &#039;&#039;&#039;какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Пятый шаг. =====&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать, «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и &#039;&#039;&#039;осознаём их природу и их намерения&#039;&#039;&#039;: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=289</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T14:20:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Christus als Menschheitsrepräsentant zwischen Luzifer und Ahriman – Holzskulptur von Rudolf Steiner und Edith Maryon]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mitte“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am &#039;&#039;&#039;Aufbau des Kosmos&#039;&#039;&#039; ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr &#039;&#039;&#039;Schöpfer&#039;&#039;&#039; ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). &#039;&#039;&#039;Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen&#039;&#039;&#039;, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies &#039;&#039;&#039;zugelassen&#039;&#039;&#039;. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern &#039;&#039;&#039;Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten&#039;&#039;&#039; – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße &#039;&#039;&#039;zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine &#039;&#039;&#039;hemmende Kraft&#039;&#039;&#039; auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, &#039;&#039;&#039;die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben&#039;&#039;&#039;, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit &#039;&#039;&#039;unbedingt notwendig&#039;&#039;&#039;, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen &#039;&#039;&#039;existiert er noch gar nicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 58:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dritter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, &#039;&#039;&#039;unsere Problemsituation überblicken&#039;&#039;&#039; und nun in &#039;&#039;&#039;neuer Qualität&#039;&#039;&#039;, in neuer Perspektive &#039;&#039;&#039;jene Faktoren der äußeren Situation erkennen&#039;&#039;&#039; (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), &#039;&#039;&#039;die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — &#039;&#039;&#039;die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Vierter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Im vierten Schritt tun wir das Wichtigste — wir führen die &#039;&#039;&#039;Identifikation&#039;&#039;&#039; durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: &#039;&#039;&#039;welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=288</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T13:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Menschheitsrepräsentant Skulpturgruppe.jpg|mini|Христос как Представитель человечества между Люцифером и Ариманом - Скульптурная группа, Рудольф Штайнер, Эдит Марион]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Дальше, с этой высоты, достигнутой благодаря рефлексии, с этого уровня спокойствия, достигнутого благодаря Михаэлическому настроению, мы можем уже обозреть свою проблемную ситуацию целиком. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итак, когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – обозреть уже оттуда, с высоты, свою проблемную ситуацию и увидеть теперь в новом качестве, в новом ракурсе те факторы уже внешней ситуации (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), которые привели нас в такое смятение и отчаяние. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы &#039;&#039;&#039;производим&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать,  «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман. Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и осознаём их природу и их намерения: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T09:58:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может &#039;&#039;&#039;осуществиться&#039;&#039;&#039; эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Первый шаг. =====&lt;br /&gt;
Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию&#039;&#039;&#039;. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен &#039;&#039;&#039;выйти из того места, куда направлен удар ситуации&#039;&#039;&#039;. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о &#039;&#039;&#039;базовых душевных силах&#039;&#039;&#039;, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: &#039;&#039;&#039;увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. &#039;&#039;&#039;Стоять под стрелой&#039;&#039;&#039; — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории системы, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно &#039;&#039;&#039;выйти из системы&#039;&#039;&#039;, нужно выйти из нее, нужно выйти на &#039;&#039;мета-уровень&#039;&#039;, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть &#039;&#039;Михаэлическим настроением&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: выйти в рефлексию.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Второй шаг. =====&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости Мирового водительства. Фактически, &#039;&#039;&#039;с этого момента мы становимся&#039;&#039;&#039; воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся &#039;&#039;&#039;учениками Архангела Михаэля&#039;&#039;&#039;, который учит нас, как правильно нести &#039;&#039;&#039;духовную борьбу&#039;&#039;&#039;. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Дальше, с этой высоты, достигнутой благодаря рефлексии, с этого уровня спокойствия, достигнутого благодаря Михаэлическому настроению, мы можем уже обозреть свою проблемную ситуацию целиком. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итак, когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – обозреть уже оттуда, с высоты, свою проблемную ситуацию и увидеть теперь в новом качестве, в новом ракурсе те факторы уже внешней ситуации (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), которые привели нас в такое смятение и отчаяние. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Третим шагом может быть &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В четвертом шаге мы делаем самое главное — мы &#039;&#039;&#039;производим&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать,  «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман. Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и осознаём их природу и их намерения: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T09:58:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese &#039;&#039;&#039;hohe Technik&#039;&#039;&#039; als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret &#039;&#039;&#039;verwirklicht&#039;&#039;&#039; werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in der Holzskzlpturengruppe dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der Holzskzlpturengruppe zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das praktisch tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Der erste Schritt. =====&lt;br /&gt;
Der Mensch muss &#039;&#039;&#039;in die Reflexion treten&#039;&#039;&#039;. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. &#039;&#039;&#039;Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist.&#039;&#039;&#039; Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um &#039;&#039;&#039;grundlegende seelische Kräfte&#039;&#039;&#039;, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: &#039;&#039;&#039;sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. &#039;&#039;&#039;Unter dem Lastarm zu stehen&#039;&#039;&#039; bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. &#039;&#039;&#039;Um ein System zu steuern&#039;&#039;&#039;, muss man aus dem System heraustreten, auf &#039;&#039;die Meta‑Ebene&#039;&#039; gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig &#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039; zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Zweiter Schritt. =====&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – &#039;&#039;&#039;die Michaelische Stimmung&#039;&#039;&#039;, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir &#039;&#039;&#039;von diesem Moment&#039;&#039;&#039; an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu &#039;&#039;&#039;Schülern des Erzengels Michael&#039;&#039;&#039;, der uns lehrt, wie man den &#039;&#039;&#039;geistigen Kampf&#039;&#039;&#039; richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C/ru&amp;diff=280</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T09:24:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, &#039;&#039;&#039;во всех бедах и несчастьях&#039;&#039;&#039;, в какие попадает человек, есть &#039;&#039;&#039;две стороны&#039;&#039;&#039;. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы. Всегда что-то выступает как &#039;&#039;молот&#039;&#039; — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как &#039;&#039;наковальня&#039;&#039;. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций. Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае &#039;&#039;&#039;нельзя сопротивляться злу насилием&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;нельзя одним злом противостоять другому злу&#039;&#039;&#039;. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего &#039;&#039;&#039;иллюзию свободы&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и &#039;&#039;&#039;силой&#039;&#039;&#039; самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел?&#039;&#039;&#039; Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит &#039;&#039;&#039;понимание золотой Божественной середины&#039;&#039;&#039;, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, &#039;&#039;&#039;филигранное движение души&#039;&#039;&#039; приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать &#039;&#039;&#039;морально-технически&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может осуществиться эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Там царь Кащей над златом чахнет…»&#039;&#039;  &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным &#039;&#039;гением русского языка&#039;&#039;. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в Скульптурной группе: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Первое. Человек должен выйти в рефлексию. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен выйти из того места, куда направлен удар ситуации. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о базовых душевных силах, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. Стоять под стрелой — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории систем, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно выйти из системы, нужно выйти из нее, нужно выйти на мета-уровень, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть Михаэлическим настроением. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим Провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости мирового водительства. Фактически, с этого момента мы становимся воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся учениками Архангела Михаэля, который учит нас, как правильно нести духовную борьбу. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Дальше, с этой высоты, достигнутой благодаря рефлексии, с этого уровня спокойствия, достигнутого благодаря Михаэлическому настроению, мы можем уже обозреть свою проблемную ситуацию целиком. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итак, когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – обозреть уже оттуда, с высоты, свою проблемную ситуацию и увидеть теперь в новом качестве, в новом ракурсе те факторы уже внешней ситуации (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), которые привели нас в такое смятение и отчаяние. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это может быть третий пункт — &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В четвертом пункте мы делаем самое главное — мы &#039;&#039;&#039;производим&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать,  «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман. Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и осознаём их природу и их намерения: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T09:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese &#039;&#039;&#039;hohe Technik&#039;&#039;&#039; als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher &#039;&#039;&#039;darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten&#039;&#039;&#039;. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem &#039;&#039;&#039;die Illusion der Freiheit&#039;&#039;&#039; erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch &#039;&#039;&#039;die Kraft&#039;&#039;&#039; dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören?&#039;&#039;&#039; Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt &#039;&#039;&#039;das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte&#039;&#039;&#039; zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, &#039;&#039;&#039;filigrane Bewegung der Seele&#039;&#039;&#039; führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern &#039;&#039;&#039;moralisch‑technisch&#039;&#039;&#039; handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Menschheitsrepräsentanten einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Holzskzlpturengruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte &#039;&#039;Genius der russischen Sprache&#039;&#039;. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der &#039;&#039;Holzskzlpturengruppe&#039;&#039; zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird. Der Menschheitsrepräsentant stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Menschheitsrepräsentanten wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-19T09:11:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Вступление ==&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует &#039;&#039;&#039;в построении космоса&#039;&#039;&#039; точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее &#039;&#039;&#039;творец&#039;&#039;&#039; (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но &#039;&#039;&#039;в известных рамках, при определенных допущениях&#039;&#039;&#039;, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это &#039;&#039;&#039;попустил&#039;&#039;&#039;. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а &#039;&#039;&#039;поручил Ариману построить эту матрицу&#039;&#039;&#039; — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере &#039;&#039;&#039;допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ&#039;&#039;&#039;. Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, &#039;&#039;&#039;пройдут своё развитие&#039;&#039;&#039;, а во-вторых, &#039;&#039;&#039;преодолеют свое искушение&#039;&#039;&#039;. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как &#039;&#039;&#039;препятствующая сила&#039;&#039;&#039;. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается &#039;&#039;&#039;пленить человечество и дать ему те блага&#039;&#039;&#039;, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу Духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них &#039;&#039;&#039;совершенно необходимо&#039;&#039;&#039; для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать &#039;&#039;&#039;искушенным&#039;&#039;&#039;. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, &#039;&#039;&#039;его еще и нет&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет &#039;&#039;&#039;не о силовом противостоянии&#039;&#039;&#039;. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, &#039;&#039;технично&#039;&#039; &#039;&#039;управляемом конфликте&#039;&#039; между ними самими.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Управляемый конфликт&#039;&#039;&#039; — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними человек может действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является &#039;&#039;образ Представителя человечества&#039;&#039;. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия. Он побеждает их самим своим положением — &#039;&#039;&#039;положением середины&#039;&#039;&#039;. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его &#039;&#039;&#039;технике&#039;&#039;&#039;. Это и есть, в общем-то, &#039;&#039;базовая моральная техника&#039;&#039;, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть &#039;&#039;&#039;осмыслена&#039;&#039;&#039; человеком уже как метод, как &#039;&#039;моральный метод&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так &#039;&#039;&#039;моральная техника&#039;&#039;&#039;, будучи осмысленной, становится &#039;&#039;&#039;моральным методом&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как &#039;&#039;&#039;культ&#039;&#039;&#039;, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут &#039;&#039;явление Христа в эфирном&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже &#039;&#039;технологией&#039;&#039;, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет &#039;&#039;&#039;базовая моральная технология&#039;&#039;&#039; — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - &#039;&#039;&#039;никогда не попадать между молотом и наковальней&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, во всех бедах и несчастьях, в какие попадает человек, есть две стороны. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы Всегда что-то выступает как молот — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как наковальня. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае нельзя сопротивляться злу насилием, нельзя одним злом противостоять другому злу. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего иллюзию свободы.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и силой самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел? Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит понимание золотой Божественной середины, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, филигранное движение души приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать морально-технически.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может осуществиться эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Там царь Кащей над златом чахнет…» Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным гением русского языка. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в «Скульптурной группе”: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Первое. Человек должен выйти в рефлексию. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен выйти из того места, куда направлен удар ситуации. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о базовых душевных силах, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. Стоять под стрелой — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории систем, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно выйти из системы, нужно выйти из нее, нужно выйти на мета-уровень, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть Михаэлическим настроением. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим Провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости мирового водительства. Фактически, с этого момента мы становимся воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся учениками Архангела Михаэля, который учит нас, как правильно нести духовную борьбу. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Дальше, с этой высоты, достигнутой благодаря рефлексии, с этого уровня спокойствия, достигнутого благодаря Михаэлическому настроению, мы можем уже обозреть свою проблемную ситуацию целиком. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итак, когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – обозреть уже оттуда, с высоты, свою проблемную ситуацию и увидеть теперь в новом качестве, в новом ракурсе те факторы уже внешней ситуации (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), которые привели нас в такое смятение и отчаяние. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это может быть третий пункт — &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В четвертом пункте мы делаем самое главное — мы &#039;&#039;&#039;производим&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать,  «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман. Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и осознаём их природу и их намерения: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=277</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T09:11:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist &#039;&#039;das Bild des Menschheitsrepräsentanten&#039;&#039; von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Menschheitsrepräsentant Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine &#039;&#039;&#039;Technik&#039;&#039;&#039;. Das ist im Grunde &#039;&#039;die grundlegende moralische Technik&#039;&#039;, die der Menschheitsrepräsentant jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheitder Menschheitsrepräsentant im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese &#039;&#039;&#039;hohe Technik&#039;&#039;&#039; als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als &#039;&#039;moralische Methode&#039;&#039; begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird &#039;&#039;&#039;die moralische Technik&#039;&#039;&#039;, sobald sie begriffen ist, zur &#039;&#039;&#039;moralischen Methode&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als &#039;&#039;&#039;Kult&#039;&#039;&#039; auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen &#039;&#039;das Christus‑Ereignis im Ätherischen&#039;&#039; erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des der Menschheitsrepräsentanten und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird &#039;&#039;&#039;die grundlegende moralische Technologie&#039;&#039;&#039; sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — &#039;&#039;&#039;niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T08:59:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch &#039;&#039;&#039;nicht um einen kraftvollen Widerstand&#039;&#039;&#039; geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, &#039;&#039;technisch geführten Konflikt&#039;&#039; zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein geführter Konflikt&#039;&#039;&#039; ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen &#039;&#039;&#039;aus der Mitte heraus wirken kann&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des Repräsentanten der Menschheit von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine Technik. Das ist im Grunde die grundlegende moralische Technik, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als moralische Methode begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird die moralische Technik, sobald sie begriffen ist, zur moralischen Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als Kult auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen das Christus‑Ereignis im Ätherischen erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird die grundlegende moralische Technologie sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-19T08:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch nicht um einen kraftvollen Widerstand geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, technisch geführten Konflikt zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geführter Konflikt ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen aus der Mitte heraus wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des Repräsentanten der Menschheit von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine Technik. Das ist im Grunde die grundlegende moralische Technik, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als moralische Methode begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird die moralische Technik, sobald sie begriffen ist, zur moralischen Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als Kult auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen das Christus‑Ereignis im Ätherischen erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird die grundlegende moralische Technologie sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=271</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-07-18T20:14:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Hauptseite}}&#039;&#039;6. Juli 2026, Johannistag in den slawischen Ländern&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Frucht unserer langjährigen gemeinsamen geistigen Arbeit, ist nun ein großen Bedürfnis entstanden, eine Fülle von Materialen mit euch zu teilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Veröffentlichungen wollen wir einen einleitenden Artikel &amp;quot;[[Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts]]&amp;quot; voranstellen, in dem die Frage &#039;&#039;&#039;des Urheberrechts&#039;&#039;&#039; im Kontext &#039;&#039;&#039;der Neuen Mysterien&#039;&#039;&#039; behandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle veröffentlichten Materialien werden als &#039;&#039;&#039;Arbeitsversionen&#039;&#039;&#039; präsentiert und für ihre Weiterentwicklung offen bleiben. Wir laden alle, denen diese Inhalte nahe sind, zur &#039;&#039;&#039;Mitarbeit&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Mitautorenschaft&#039;&#039;&#039; ein — im Geist der Prinzipien der Wikipedia: durch gemeinsames Mitwirken, Ergänzen und Verbessern.&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel3.png|60px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Mysterium des Urheberrechts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4x12 Michaeliten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Vorwort zur Veröffentlichung der Materialien 4х12 Michaeliten]]&lt;br /&gt;
# [[Verbindung der letzten Ansprache von Rudolf Steiner mit der Weihnachtstagung: 9 Monate und die Eröffnung der Zweiten Klasse]]&lt;br /&gt;
# [[Das Konzept des Michaeliten, sein Denken und sein Leben. Sieben Schritte, die in den Kreis der 4x12 Michaeliten führen]]&lt;br /&gt;
# [[Begriffe: Kraft Michaels, Stimmung Michaels, Strömung Michaels, Idee Michaels für die Zeremonie zur Gründung des Kreises 4x12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Soziale Dreigliederung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Die soziale Dreigliederung als Mittel (Lösung) zur Beendigung und Verhinderung von Kriegen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der umgekehrte Kultus&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Der «umgekehrte Kultus» - Artikel von Ilona Metz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Methoden und Technologien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<updated>2026-07-18T20:12:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Hauptseite}}&#039;&#039;6. Juli 2026, Johannistag in den slawischen Ländern&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Frucht unserer langjährigen gemeinsamen geistigen Arbeit, ist nun ein großen Bedürfnis entstanden, eine Fülle von Materialen mit euch zu teilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Veröffentlichungen wollen wir einen einleitenden Artikel &amp;quot;[[Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts]]&amp;quot; voranstellen, in dem die Frage &#039;&#039;&#039;des Urheberrechts&#039;&#039;&#039; im Kontext &#039;&#039;&#039;der Neuen Mysterien&#039;&#039;&#039; behandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle veröffentlichten Materialien werden als &#039;&#039;&#039;Arbeitsversionen&#039;&#039;&#039; präsentiert und für ihre Weiterentwicklung offen bleiben. Wir laden alle, denen diese Inhalte nahe sind, zur &#039;&#039;&#039;Mitarbeit&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Mitautorenschaft&#039;&#039;&#039; ein — im Geist der Prinzipien der Wikipedia: durch gemeinsames Mitwirken, Ergänzen und Verbessern.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Mysterium des Urheberrechts&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Die Begründung der Mysterien des Urheberrechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;4x12 Michaeliten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# [[Vorwort zur Veröffentlichung der Materialien 4х12 Michaeliten]]&lt;br /&gt;
# [[Verbindung der letzten Ansprache von Rudolf Steiner mit der Weihnachtstagung: 9 Monate und die Eröffnung der Zweiten Klasse]]&lt;br /&gt;
#[[Das Konzept des Michaeliten, sein Denken und sein Leben. Sieben Schritte, die in den Kreis der 4x12 Michaeliten führen]]&lt;br /&gt;
#[[Begriffe: Kraft Michaels, Stimmung Michaels, Strömung Michaels, Idee Michaels für die Zeremonie zur Gründung des Kreises 4x12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Soziale Dreigliederung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Die soziale Dreigliederung als Mittel (Lösung) zur Beendigung und Verhinderung von Kriegen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der umgekehrte Kultus&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Der «umgekehrte Kultus» - Artikel von Ilona Metz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Methoden und Technologien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=269</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-18T20:01:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch nicht um einen kraftvollen Widerstand geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, technisch geführten Konflikt zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geführter Konflikt ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen aus der Mitte heraus wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des Repräsentanten der Menschheit von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine Technik. Das ist im Grunde die grundlegende moralische Technik, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als moralische Methode begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird die moralische Technik, sobald sie begriffen ist, zur moralischen Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als Kult auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen das Christus‑Ereignis im Ätherischen erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird die grundlegende moralische Technologie sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=267</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-18T20:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“ =&lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch nicht um einen kraftvollen Widerstand geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, technisch geführten Konflikt zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geführter Konflikt ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen aus der Mitte heraus wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des Repräsentanten der Menschheit von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine Technik. Das ist im Grunde die grundlegende moralische Technik, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als moralische Methode begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird die moralische Technik, sobald sie begriffen ist, zur moralischen Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als Kult auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen das Christus‑Ereignis im Ätherischen erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird die grundlegende moralische Technologie sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“/ru</title>
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		<updated>2026-07-18T19:56:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чаша весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чаша весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует в построении космоса точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее творец (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но в известных рамках, при определенных допущениях, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это попустил. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а поручил Ариману построить эту матрицу — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, пройдут своё развитие, а во-вторых, преодолеют свое искушение. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как препятствующая сила. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается пленить человечество и дать ему те блага, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них совершенно необходимо для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать искушенным. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, его еще и нет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет не о силовом противостоянии. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, технично управляемом конфликте между ними самими.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Управляемый конфликт — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является образ Представителя человечества. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия Он побеждает их самим своим положением — положением середины. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его технике. Это и есть, в общем-то, базовая моральная техника, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть осмыслена человеком уже как метод, как моральный метод. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так моральная техника, будучи осмысленной, становится моральным методом. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как культ, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут явление Христа в эфирном. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже технологией, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет базовая моральная технология — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - никогда не попадать между молотом и наковальней. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, во всех бедах и несчастьях, в какие попадает человек, есть две стороны. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы Всегда что-то выступает как молот — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как наковальня. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае нельзя сопротивляться злу насилием, нельзя одним злом противостоять другому злу. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего иллюзию свободы.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и силой самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел? Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит понимание золотой Божественной середины, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, филигранное движение души приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать морально-технически.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может осуществиться эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Там царь Кащей над златом чахнет…» Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным гением русского языка. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в «Скульптурной группе”: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Первое. Человек должен выйти в рефлексию. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен выйти из того места, куда направлен удар ситуации. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о базовых душевных силах, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. Стоять под стрелой — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории систем, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно выйти из системы, нужно выйти из нее, нужно выйти на мета-уровень, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть Михаэлическим настроением. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим Провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости мирового водительства. Фактически, с этого момента мы становимся воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся учениками Архангела Михаэля, который учит нас, как правильно нести духовную борьбу. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Дальше, с этой высоты, достигнутой благодаря рефлексии, с этого уровня спокойствия, достигнутого благодаря Михаэлическому настроению, мы можем уже обозреть свою проблемную ситуацию целиком. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итак, когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – обозреть уже оттуда, с высоты, свою проблемную ситуацию и увидеть теперь в новом качестве, в новом ракурсе те факторы уже внешней ситуации (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), которые привели нас в такое смятение и отчаяние. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это может быть третий пункт — &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В четвертом пункте мы делаем самое главное — мы &#039;&#039;&#039;производим&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать,  «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман. Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и осознаём их природу и их намерения: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= &#039;&#039;&#039;Базовая моральная технология «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; =&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Текст от 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Под редакцией Татьяны Цикры (tetyana.tsykra@gmail.com) от 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 194, “Миссия Архангела Михаила”, 1 лекция:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Человеческая жизнь — это коромысло весов! Вот опора: с одной стороны — чашка весов с люциферическим элементом, толкающим ее вверх, с другой стороны — чашка весов с ариманическим элементом, тянущим вниз. &#039;&#039;&#039;Удерживать коромысло весов в равновесии и означает сущность человека.&#039;&#039;&#039; ... Мы имеем дело с тремя главными факторами в космическом бытии: это — люциферический элемент, представляющий одну из чаш весов, ариманический элемент, представляющий другую чашу весов, и состояние равновесия, которое представляет &#039;&#039;&#039;Импульс Христа&#039;&#039;&#039;»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
У Люцифера и Аримана не все является плохим, а есть и праведные пути. Можно даже более того сказать: изначально они выступили как неотъемлемые элементы всего эволюционного процесса. Если бы не было Люцифера и Аримана, то вообще не было бы эволюции. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря Ариману в принципе стало возможным уплотнение чистейшего Духа и создание материи. И только благодаря созданию материального мира во всём духовном космосе возникает единственно возможный анклав, внутри которого создается пространство для свободы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому дело даже не в том, что Ариман может быть хоть чем-то полезен (так сказать, «с дурной овцы хоть шерсти клок»). Здесь все гораздо глубже. Ариман – это та мировая сила, которая участвует в построении космоса точно так же, как и Люцифер. Но разумеется, на разных этапах эволюции степень их участия различна. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представим себе, что Ариман — это великий архитектор, который создал то, что представляет собой земной материальный мир, – матрицу. Он и есть &#039;&#039;Великий архитектор матрицы&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда, разумеется, поскольку он в некотором смысле ее творец (именно в некотором смысле, потому что Ариман всё равно не несет в себе изначального творческого импульса, ведь и сам сотворен более высоким Божественным началом), но в известных рамках, при определенных допущениях, Ариман может пониматься, как творец этой матрицы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и, разумеется, души, которые попадают в царство Аримана, воспринимаются им практически как его собственность. Ему кажется, что именно он лучше распорядится этими душами, что сможет дать им больше, что его царство лучше. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Опять-таки, духовный мир и это попустил. Вернее, вначале духовный мир не просто попустил, а поручил Ариману построить эту матрицу — на первом большом этапе. На втором же большом этапе духовный мир уже не просто поручил (тут уже нельзя сказать, что духовный мир это поручил), но в какой-то мере допустил, чтобы Ариман выступил как искуситель и как возможный пленитель человеческих душ. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Потому что души могут достичь свободы только в том случае, если они, во-первых, пройдут своё развитие, а во-вторых, преодолеют свое искушение. И для первого, и для второго необходим Ариман. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В первом случае Ариман выступает как препятствующая сила. Как мы прекрасно понимаем, только преодолевая препятствия, можно пройти путь развития. Если же находиться в благодатных, комфортных условиях, если, как говорится в детском стихотворении Сергея Михалкова «Про мимозу»:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Это кто накрыт в кровати&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Одеялами на вате?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Кроме плюшек и пирожных&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ничего не хочет есть?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Если бы человечество вот так лежало в кровати (а в некотором смысле оно так и лежало до грехопадения), то, разумеется, никакое развитие было бы невозможно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, во-первых, понадобился один Дух, который подошел бы к человечеству, сдернул бы его с этой кровати, и человечеству пришлось еще побороться, чтобы добыть хотя бы корочку хлеба, а не то что плюшки и пироженые. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А во-вторых, выступает тот Дух, который уже пытается пленить человечество и дать ему те блага, которые оно утратило, когда пребывало в духовном состоянии. Но, конечно, уже на материальный лад. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Таким образом, Люцифер и Ариман — это два противодействующих друг другу духа, направленных в разные стороны. Но участие каждого из них совершенно необходимо для эволюции человечества, и на самых разных стадиях каждый из них выполняет свою особую миссию.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Сейчас, когда человечество вступает в решающую стадию становления Десятой иерархией и овладения свободой, задача Люцифера и Аримана — выступить как искусители и как препятствующие силы, по отношению к которым человек должен стать искушенным. Потому что свободы не может достичь неискушенный человек. По сути, его еще и нет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Не может достичь свободы и неразвитый человек —  человек, который не преодолел препятствия, не развил свои внутренние силы, которые находятся в состоянии зародыша, а не ставшие силами уже развитого существа. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это первое, что нужно понимать в отношении Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Второе -  это то, что, хотя речь идет об их преодолении, тем не менее здесь уже речь идет не о силовом противостоянии. Силовое противостояние для человека всегда кончиться плачевно, потому что это иерархические существ. Они настолько же сильнее человека, насколько взрослый человек сильнее младенца. Человек настолько же беззащитен перед ними сам по себе, насколько младенец беззащитен перед озлобленным взрослым человеком. Настолько же, насколько были беззащитны перед царем Иродом младенцы, которых он приказал избивать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому речь здесь идет не о силовом противостоянии. Речь идет о чрезвычайно тонком, технично управляемом конфликте между ними самими.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Управляемый конфликт — это один из высших разделов менеджмента. Здесь как раз открываются его духовные подосновы. Ведь Ариман и Люцифер сами находятся в противофазе: один приводит к материализации, другой — к дематериализации. Если же они “споются”, человечеству наступит конец, потому что тогда они станут вратами для окончательного, неисправимого зла, которое выгрызает человеческого Я, — для Азурического зла. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому вопрос заключается в том, каким образом через управляемый конфликт между ними действовать из положения середины. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Здесь очень важным является образ Представителя человечества. Рудольф Штайнер подчеркивает, что Представитель человечества побеждает Люцифера и Аримана не силой — ни своей собственной, ни силой своего Божественного величия Он побеждает их самим своим положением — положением середины. Точно и мастерски занятое положение середины парализует и взаимно погашает Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Вот здесь речь идет о каком-то высоком мастерстве Представителя человечества, о Его технике. Это и есть, в общем-то, базовая моральная техника, которую Представитель человечества хотел бы передать каждому человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно в рамках этой темы можно было бы сказать, что это не просто высокий идеал того, что делает Представитель человечества в космосе. Это то, что должно быть передано каждому человеку. Поэтому оно должно быть осознанно, осмысленно. И эта высокая техника как идеал, как высший Божественный идеал, должна быть осмыслена человеком уже как метод, как моральный метод. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так моральная техника, будучи осмысленной, становится моральным методом. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ну и затем, когда достаточное количество людей станет культивировать этот метод, который поначалу выступает для человечества как культ, и создается достаточное количество прецедентов его применения, тогда на Земле возникнет моральное пространство, в котором этот культ станет нормальным. Он перестанет быть чем-то чрезвычайным, из ряда вон выходящим, а станет нормальным социальным явлением и начнёт самовоспроизводиться. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Тогда всё большее количество людей смогут овладеть этим культом, и, как сказано в духовной науке, в течении ближайших 2500 лет всё большее количество людей переживут явление Христа в эфирном. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда это станет уже не просто отдельным культивируемым культом, а общечеловеческой культурой. То, что было вначале техникой Представителя человечества и методом для отдельных Его учеников, станет уже технологией, то есть самовоспроизводящимся методом, который начнет свое стремительное шествие от человека к человеку. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и будет базовая моральная технология — то, каким образом любой человек в своей личной жизни и в своем ближайшем социальным окружении сможет уравновешивать Люцифера и Аримана. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это и есть прямое предназначение каждого человека — не устраивать какие-то социальные революции, акции протеста, какую-либо внешнюю борьбу, но при помощи такого, можно сказать, социального искусства (в этом и заключается его истинный смысл) - никогда не попадать между молотом и наковальней. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
То есть, всегда, во всех ситуациях, во всех бедах и несчастьях, в какие попадает человек, есть две стороны. Это не всегда очевидно, далеко не всегда. Но тем не менее, при более глубоком взгляде всегда можно увидеть две противодействующие силы Всегда что-то выступает как молот — то, что  непосредственно атакует человека, а что-то выступает как наковальня. Человек, который пытается внешне бороться с чем-то, неизбежно попадает между молотом и наковальней и в результате терпит поражения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как бы невероятным это ни казалось, но в любой, даже самой ужасной, самой опасной ситуации всегда есть такое положение середины, при котором молот и наковальня ударяют друг об друга, а человек успевает убрать оттуда свои пальцы — или голову. И тогда практически без всякой борьбы, без каких-либо потерь происходит уравновешивание и снятие проблемной ситуации. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В этом и заключается задача человека в наше индустриальное время— не просто как-то выпутываться из все более сложных ситуаций Ведь если человек будет лишь выпутываться, то из одних ситуаций он выберется, а в других будет запутываться все сильнее. Если он станет рубить головы дракону, их вырастет еще больше. Поэтому ни в коем случае нельзя сопротивляться злу насилием, нельзя одним злом противостоять другому злу. Это было бы величайшей ошибкой, потому что Люцифер и Ариман только того и ждут — чтобы человек принял сторону одного из них. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно поэтому вся политическая борьба, разворачивающаяся на государственно-правовом уровне, где совершенно искусственно создается множество политических партий, призывает человека к активному выбору, создавая, прежде всего иллюзию свободы.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нам кажется, что мы живем в свободной стране. Когда-то существовала одна-единственная коммунистическая партия. У человека не было выбора. Он мог, конечно, не вступать в партию, его могли и не принять, но открыто противостоять ей он не мог и не смел. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А сейчас создана такая иллюзия свободы, при которой можно одну партию любить, а другую ненавидеть — и это считается нормальным. Когда-то тебя могли посадить в тюрьму за то, что ты ненавидел коммунизм, а сейчас это совершенно нормально. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Но только этого и ждут Люцифер и Ариман: чтобы человек что-то принял из внешнего мира и против чего-то выступил, не понимая, что это две руки одного кукловода. Это два щупальца одной гидры. Две головы одного дракона. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому только лишь из положения середины и силой самого положения середины можно всё глубже и глубже постигать, что такое положение середины, и постигать, что само положение является самой большой силой во Вселенной, а не какая-то сила, потому что Бог отказался от силы. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно так это выразить в виде притчи: Господь Бог отказался от двух своих базовых качеств: от всемогущества и всеведения. Всемогущество Он подарил Ариману, а всеведение — Люциферу, для того чтобы действительно Ариман стал всемогущим, а Люцифер — всеведущим.  Спрашивается: как же ничтожное человечество может противостоять одному всемогущему, а другому всеведующему (всезнающему)? Как? Они же просто сотрут его в порошок, если бы он попал между молотом и наковальней! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
А вот так: за собой Господь Бог сохранил вот эту святую золотую середину, в которой два супостата, которые обладают бывшими божественными преимуществами, абсолютными преимуществами, тем не менее в этой точке друг друга аннигилируют, полностью взаимно уничтожают. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
По-видимому, это основа вообще всяческих моральных технологий, потому что по своему происхождению, по своему смыслу моральная технология, генетически вырастающая из моральной техники, — это возможность такого созидания мира в полученной моральной фантазии, при котором не разрушается изначальная Божественная органика мира. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как переводить мир к лучшему в направлении высших целей Богов и при этом не разрушать их замысел? Вот в этом и заключается моральная техника. А моральная техника, становясь достижением значительного количества людей и самовоспроизводясь, становится моральной технологией. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В основе всего этого лежит понимание золотой Божественной середины, в которой взаимно погашаются супостаты, то есть противоборствующие и разрушительные силы. Не борьба с ними, а тончайшее, филигранное движение души приводит к тому, что происходит взаимное погашение тех сил, с которыми иначе человеку пришлось бы бороться и бесславно погибнуть в неправедной битве.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Так можно более развёрнуто говорить о том, что Люцифер и Ариман сами по себе правомерно допущены &#039;&#039;Высшим мировым водительством&#039;&#039;. Поэтому, исходя из основного &#039;&#039;Михаэлического настроения&#039;&#039;, мы должны относиться к ним правильно: без робости, без страха и ужаса; не сдаваться, но и не бросаться на них в лобовую борьбу, а действовать морально-технически.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Метод “Золотой середины” ==&lt;br /&gt;
Теперь вернемся к вопросу о том, как конкретно может осуществиться эта базовая моральная технология. Как можно в самых сложных, а порой и безвыходных ситуациях ее осуществить? Каким образом не сопротивляться прямому злу, которое идет на нас, чтобы не пасть бесславно в борьбе с ним? Как технично занять это положение Представителя человечества, в котором зло само себя погашает? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Именно это и показано в &#039;&#039;Скульптурной группе&#039;&#039;, где Ариман пронизывается золотыми нитями, идущими из Земли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Там царь Кащей над златом чахнет…» Гениальной поэтической интуицией обладал А. С. Пушкин. Он был воплощенным гением русского языка. Это был не просто гениальный поэт. Как показывает духовная наука, это было воплощение иерархического существа. И ему открылось в этом удивительном образе как раз то, что и Рудольф Штайнер показал в «Скульптурной группе”: как Ариман приковывается к Земле золотыми нитями и как Люцифер опрокидывается не силой Представителя человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Представитель человечества не сбивает его — как если бы кто-то взял палку и нагло сбил с забора какого-нибудь цветистого попугая или павлина. Нет. Люцифер сам себя обламывает и сам сбрасывает себя со своей головокружительной высоты. И, фактически, происходит уравновешивание между ними. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Через Представителя человечества Ариман сбрасывает Люцифера, а Люцифер приковывает Аримана, так что оба они взаимно погашаются. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как это практически делать в реальных жизненных ситуациях? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
До технологии здесь, конечно, далеко. Пока речь идет о том, чтобы возник метод. Если мы обобщим огромный опыт, то мы этот метод можем вычленить. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Первое. Человек должен выйти в рефлексию. Потому что когда происходит что-то ужасное, разумеется, к горлу подкатывает ком отчаяния, глаза затуманиваются слезами, душа уходит в пятки, ноги тяжелеют. И, конечно, в таком состоянии человек либо впадает в оцепенение, либо же делает какие-то резкие, но губительные движения. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Значит, не ариманическое оцепенение кролика перед удавом и не люциферическая прыть, ни то, ни другое не должно захватить человека. Человек должен выйти из того места, куда направлен удар ситуации. То есть, пока заметим, что речь идет не о том, что мы смотрим вовне и находим там супостатов. Поначалу супостаты проявляется внутри. В любом случае супостаты живут в душе человека. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Поэтому, когда мы говорим о люциферической прыти и ариманическом оцепенении кролика перед удавом, то речь идет не о каких-то  внешних персонажах, не о врагах, не об убийственных или раздражающих факторах внешней ситуации. Речь идет о базовых душевных силах, о базовых поведенческих стереотипах, о том, как ведут себя люди в минуты большой опасности. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И прежде всего не поддаться ни тому ни другому, а выйти в рефлексивное положение: увидеть себя со стороны, увидеть себя сверху, выйти из-под удара.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как сказано в одном глубокомысленном детском мультфильме «Пластилиновая ворона»: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Не стойте и не прыгайте,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;не пойте, не пляшите,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;там, где идет строительство&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;или подвешен груз…»&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;«Не стой под стрелой» — написано на стройке. Стоять под стрелой — это значит остаться внутри ситуации и пытаться в ней что-то делать. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Разумеется, что управление любой системой, да и вообще любое управление, с точки зрения положений теории систем, возможно только за пределами системы. Для того, чтобы управлять любой системой, нужно выйти из системы, нужно выйти из нее, нужно выйти на мета-уровень, на уровень метасистемы. Практически это и означает выйти в рефлексию: увидеть со стороны прежде всего самого себя, свои внутренние порывы, достичь хотя бы первоначального успокоения, а затем и полностью овладеть Михаэлическим настроением. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это можно считать первым пунктом: &#039;&#039;&#039;выйти в рефлексию.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Нужно осознать: что бы ни произошло, чтобы сейчас ни угрожало, никакой паникой, никаким страхом, никаким ужасом невозможно будет как-то улучшить ситуацию. Для того, чтобы улучшить ситуацию, необходимо абсолютное спокойствие, глубокое понимание того, что все происходящее, попущено Высшим Провидением, что оно совершенно необходимо и для моего развития, и для эволюции человечества. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Как только человек перестает думать: «Что это за напасть со мной происходит? Почему именно мне так не повезло?», с этого момента действие роковых сил приостанавливается. Нельзя сказать, что этим всё решается. Разумеется, что есть инерция ситуации. Это не значит, что сразу становится намного легче. Но можно с уверенностью сказать, что действие роковых сил приостанавливается, что с этого момента непоправимое уже не произойдет. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это второй важный пункт, которого мы достигаем после рефлексии – &#039;&#039;&#039;Михаэлическое настроение&#039;&#039;&#039;, предание себя мудрости мирового водительства. Фактически, с этого момента мы становимся воинами, ратниками Михаэлического воинства, становимся учениками Архангела Михаэля, который учит нас, как правильно нести духовную борьбу. С этого момента битва обретает чисто духовный характер. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Дальше, с этой высоты, достигнутой благодаря рефлексии, с этого уровня спокойствия, достигнутого благодаря Михаэлическому настроению, мы можем уже обозреть свою проблемную ситуацию целиком. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Итак, когда мы достигли высоты видения благодаря рефлексии и спокойствия благодаря Михаэлическому настроению и предания себя в руки мирового водительства, мы можем сделать третий шаг – обозреть уже оттуда, с высоты, свою проблемную ситуацию и увидеть теперь в новом качестве, в новом ракурсе те факторы уже внешней ситуации (заметим, до сих пор мы работали только с внутренними факторами), которые привели нас в такое смятение и отчаяние. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Это может быть третий пункт — &#039;&#039;&#039;созерцание факторов внешней ситуации&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В четвертом пункте мы делаем самое главное — мы &#039;&#039;&#039;производим&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;идентификацию&#039;&#039;&#039;. Здесь очень важно понять, что, по большому счёту, в ситуации действуют две большие силы. Факторов, конечно, может быть много, но, по большому счету, есть две силы - Люциферическая и Ариманическая. Поэтому в четвертом пункте мы делаем идентификацию: какие враждебные факторы принадлежат Люциферическим силам, а какие —  Ариманическим. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
С каждым пунктом появляется всё большее спокойствие, всё большее присутствие Духа, всё большая уверенность, как сказано в «Молитве преданности», в их благом воздействии. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И тогда, в пятом пункте, мы &#039;&#039;&#039;направляем свой взор на самые зловещие силы&#039;&#039;&#039;. То есть, в каждой ситуации всегда присутствует, так сказать,  «добрый и злой полицейский». Но добрый — он совсем не добрый, он всё равно полицейский. Все то, что скрывается за маской добра — это на самом деле Люцифер, а то, что кажется злом — это зло более высокого порядка, это Ариман. Вот в пятом пункте мы направляем свой взор на злые силы и осознаём их природу и их намерения: почему они правомерно выступили, почему они выступили с космической необходимостью в этой конкретной ситуации. Или, попросту говоря, почему это хорошо? Почему хорошо, что они пришли? И наоборот, было бы очень плохо, гораздо хуже, если бы они как раз и не пришли. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Часто это кажется совершенно немыслимым. Да что же тут может быть хорошего? Это же ужас какой-то! Но, тем не менее, как раз именно это хорошо, как ни странно. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Кто много раз практиковал эту технику, тот переживал это состояние, как самое зловещее, потому что сразу же есть опасность превратиться в дрессированного кролика. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Отнесение участника:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Самое сложное — это внутреннее волевое усилие. То есть то, что тебе запечатлевается как плохое. Нужно усилием воли выйти в рефлексию, что в данную секунду очень сложно, успокоиться, а потом волевым усилием пройти все эти шаги.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Тут важно вспомнить, что именно ты запланировал эту ситуацию ещё до рождения, что она необходима тебе для твоего развития и что в ней есть благое воздействие. Но это благое может стать благим только в том случае, если ты его познаешь. Если же ты поверишь в то, что происходящее — это плохое, тогда оно и становится плохим, а то благое, которое в нём содержится, тут же улетучивается, испаряется, как дух. Это ведь то, что нельзя пощупать.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё зависит от внутреннего состояния души, от того, сможешь ли ты пережить происходящее как благое и допустить, что оно действительно является благим. Усилием воли ты преодолеваешь тяжесть осознания того, что это благое, и тогда можешь сделать следующий шаг — расшифровать, как сделать его благим, как правильно пережить эту ситуацию, чтобы благое действительно наступило. Потому что сама ситуация ещё не отпускает. В этот момент она только подступает.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Я рассказываю только о внутренних чувствах и тех шагах, которые необходимо сделать, чтобы к этому прийти.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Всё само собой не произойдёт, даже если ты будешь знать, что это благое. Самое сложное — в это поверить, потому что внешне ты настроен совершенно противоположным образом. Вот здесь и пробуждается настоящая человеческая воля. Она освобождается от Аримана и Люцифера.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;То есть человек как бы стягивает к себе ту волю, которую уже захватили Ариман и Люцифер и которой удерживают человека на растяжках. Либо туда, либо сюда. Либо в одну крайность упадёшь, либо в другую. А вот собрать этот волевой импульс в себе и уже этим волевым импульсом преобразовывать внешнее через своё внутреннее состояние — это и есть задача.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Расшифровать же, почему хорошо, что эта ситуация пришла, — это уже следующий, ещё более сложный шаг.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Конечно, это самый сложный вопрос: а что же тут хорошего? Что может быть хорошего, когда с тобой происходит что-то ужасное? Но именно через ответ на этот вопрос мы ужасное действительно превращаем в хорошее и тем самым останавливаем ужасное. Если же мы не ответим на этот вопрос, тогда действительно произойдет что-то ужасное. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Заметим, что это не самовнушение, не какие-то психологические примочки, когда человек просто засовывает голову в песок, чтобы не видеть плохого, и внушает себе, что все хорошо, или что-то подобное. Это  реальное познание сущности зла и той Божественной основы, которая действует в мире.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
В пятом пункте мы познаём, почему то злое, что приходит через непосредственное действие злых сил, является совершенно необходимым в данной ситуации. Не просто для всего мирового развития, если говорить вцелом, а именно в этой конкретной ситуации. Ведь зло вошло именно в эту конкретную ситуацию. Это же не весь Ариман вошел, а лишь какой-то импульс от Аримана, и не в весь мир, а именно в эту ситуацию. Почему именно здесь это хорошо? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Затем мы &#039;&#039;&#039;поворачиваем свой взгляд в противоположную сторону&#039;&#039;&#039; (шестой пункт): &#039;&#039;&#039;на какую беду в нём был направлен этот удар&#039;&#039;&#039;. Не совать пальцы между молотом и наковальней, а понять, что именно там произошло. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И то же самое: &#039;&#039;&#039;какие недостатки в себе должны быть искоренены через этот удар&#039;&#039;&#039;, которые, в общем-то, и спровоцировали этот удар?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Можно сказать, что какая-то рана провоцирует возникновение инфекции, хотя внутри самой раны (пореза) инфекции еще нет. То есть, с одной стороны есть внешняя инфекция, а с другой стороны — есть порез, который должен быть заживлен и вскрыт. Порез — это сама по себе рана, а инфекция – это то, что проникает в рану. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
И когда становится понятно то, что сделано в пятом и шестом пунктах, тогда в седьмом пункте совершаются &#039;&#039;&#039;решающие действия и происходит их взаимное погашение.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Благодаря пятому и шестому пунктам можно действительно занять золотую середину и из этого положения середины одновременно переживать и то и другое во взаимопогашающем  действии.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Теперь, когда мы записали семь пунктов, можно сказать, что эта &#039;&#039;&#039;моральная техника «Золотой середины»&#039;&#039;&#039; превращается в &#039;&#039;&#039;метод&#039;&#039;&#039;. А если этот метод будет культивироваться и создавать множество прецедентов, то придёт время, когда он станет &#039;&#039;&#039;моральной технологией&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;Дидактический материал&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Р. Штайнер, GA 157, “Судьбы людей и судьбы народов”, 12 лекция,  10 июня 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 “...Существует живописное изображение всего мотива относительно этого скульптурного образования; можно видеть их рядом друг с другом и видеть, что вследствие отличия живописи как искусства, изображение не может быть дано тем же самым образом; в случае художественного оформления всё должен быть иным.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Что мне хочется подчеркнуть, так это следующее; было бы весьма существенно, чтобы мы скульптурно проследили движения руки центральной фигуры; это движение вверх левой руки и движение вниз другой руки. Ведь каждому на первый взгляд может показаться само собой разумеющимся, что главная фигура протягивает левую руку вверх, в сторону Люцифера и своими излучениями ломает Люциферу крылья, правой же обвивает Аримана золотыми жилами; от такой трактовки надо отказаться по той причине, что мы только посредством духовной науки стали действительно понимать Христа. Христос не является ни ненавидящим, ни несправедливо любящим. Он не простирает руку, чтобы сломать крылья Люциферу; нет, Христос - Тот, Кто простирает руку, поскольку должен делать это, исходя из своей внутренней сущности. Он не ломает крылья Люциферу, но Люцифер вверху не выносит того, что излучает рука и сам себе ломает крылья. Вот почему в фигуре Люцифера должно быть выражено то, что не Христос ломает ему крылья, но что он сам себе ломает крылья. В жизни часто случается, что люди, которые живут в окружении добрых людей, не могут вынести этого, поскольку чувствуют неудобство от того, что исходит от добрых людей. Люцифер чувствует внутри себя нечто, обусловливающее то, что он сам себе ломает крылья. Это самопознание в Люцифере, его самоощущение. Точно также обстоит и с Ариманом. Христос не делает обоим ничего, так что как левая, так и правая рука не простёрты так, как если бы Он что-либо делал Люциферу или Ариману. Он ничего не делает им, но, то, что с ними происходит, они делают себе сами.”&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Hauptseite/ru&amp;diff=262</id>
		<title>Hauptseite/ru</title>
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		<updated>2026-07-18T19:54:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: Die Seite wurde geleert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<id>https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=261</id>
		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://michaeliten.org/wiki/index.php?title=Die_grundlegende_moralische_Technologie_des_%E2%80%9EGoldenen_Mittelwegs%E2%80%9C&amp;diff=261"/>
		<updated>2026-07-18T19:51:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Languages|Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch nicht um einen kraftvollen Widerstand geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, technisch geführten Konflikt zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geführter Konflikt ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen aus der Mitte heraus wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des Repräsentanten der Menschheit von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine Technik. Das ist im Grunde die grundlegende moralische Technik, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als moralische Methode begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird die moralische Technik, sobald sie begriffen ist, zur moralischen Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als Kult auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen das Christus‑Ereignis im Ätherischen erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird die grundlegende moralische Technologie sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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		<title>Die grundlegende moralische Technologie des „Goldenen Mittelwegs“</title>
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		<updated>2026-07-18T19:49:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tatiana: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;Text vom 11.11.2016&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herausgegeben von Tatiana Tsykra (tetyana.tsykra@gmail.com)&#039;&#039; &#039;&#039;vom 15.07.2026&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 194, 1. Vortrag, 21. November, 1919:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;«Es ist dieses menschliche Leben wie ein Waagebalken. Hier das Hypomochlion, da eine Waagschale, das Luziferische, das aber in Wirklichkeit hinaufzieht. Auf der anderen Seite das Ahrimanische, das in Wirklichkeit hinunterzieht. &#039;&#039;&#039;Den Waagebalken im Gleichgewicht zu erhalten, das ist das Wesen des Menschen.&#039;&#039;&#039; [...] Wir haben es zu tun im Weltendasein mit dem Luziferischen, das die eine Waagschale, dem Ahrimanischen, das die andere Waagschale darstellt, und dem Gleichgewichtszustande, der uns darstellt &#039;&#039;&#039;den Christus-Impul&#039;&#039;&#039;s.»&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Bei Luzifer und Ahriman ist nicht alles schlecht; es gibt auch gerechte Wege. Man kann sogar noch mehr sagen: Ursprünglich traten sie als unverzichtbare Elemente des gesamten Evolutionsprozesses auf. Ohne Luzifer und Ahriman gäbe es überhaupt keine Evolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Ahriman wurde es grundsätzlich möglich, den reinsten Geist zu verdichten und Materie zu schaffen. Und nur dank der Entstehung der materiellen Welt entsteht im ganzen geistigen Kosmos die einzig mögliche Enklave, innerhalb derer ein Raum für Freiheit geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher geht es nicht einmal darum, dass Ahriman irgendwie nützlich sein könnte (sozusagen: „von einem schlechten Schaf wenigstens ein Büschel Wolle“). Hier liegt alles viel tiefer. Ahriman ist jene Weltkraft, die am Aufbau des Kosmos ebenso teilnimmt wie Luzifer. Doch selbstverständlich ist der Grad ihrer Beteiligung in den verschiedenen Entwicklungsstufen unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, Ahriman sei der große Architekt, der das geschaffen hat, was die irdische materielle Welt darstellt – die Matrix. Er ist &#039;&#039;der Große Architekt der Matrix&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kann man natürlich sagen, dass er in gewissem Sinne ihr Schöpfer ist (eben in einem gewissen Sinne, denn Ahriman trägt dennoch nicht den ursprünglichen schöpferischen Impuls in sich, da er selbst von einem höheren göttlichen Ursprung erschaffen wurde). Doch innerhalb bestimmter Grenzen, unter bestimmten Voraussetzungen, kann Ahriman als Schöpfer dieser Matrix verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbstverständlich erscheinen die Seelen, die in das Reich Ahrimans gelangen, für ihn nahezu als sein Eigentum. Es scheint ihm, dass gerade er besser über diese Seelen verfügen könne, dass er ihnen mehr geben könne, dass sein Reich das bessere sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum hat die geistige Welt dies zugelassen. Genauer gesagt: Zunächst hat die geistige Welt nicht nur zugelassen, sondern Ahriman beauftragt, diese Matrix zu errichten – in der ersten großen Phase. In der zweiten großen Phase hat die geistige Welt nicht mehr beauftragt (hier kann man nicht mehr sagen, dass die geistige Welt es beauftragt hat), sondern in gewissem Maße zugelassen, dass Ahriman als Versucher und als möglicher Gefangennehmer menschlicher Seelen auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn Seelen können Freiheit nur dann erreichen, wenn sie erstens ihre Entwicklung durchlaufen und zweitens ihre Versuchung überwinden. Und für beides ist Ahriman notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Fall tritt Ahriman als eine hemmende Kraft auf. Wie wir sehr gut verstehen, kann man den Entwicklungsweg nur gehen, indem man Hindernisse überwindet. Befände man sich hingegen in begnadeten, komfortablen Bedingungen, wenn man – wie es im Kinderreim von Sergej Michalkow „Über die Mimose“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wer liegt denn hier im Bette&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Unter wattierten Decken?&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Außer Kuchen und Törtchen&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Will er nichts anderes essen?&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wenn die Menschheit so im Bett läge (und in gewissem Sinne lag sie so bis zum Sündenfall), wäre selbstverständlich keine Entwicklung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb wurde zunächst ein Geist benötigt, der an die Menschheit herantrat, sie aus diesem Bett riss, und die Menschheit musste sich bemühen, wenigstens ein Stück Brot zu erkämpfen, statt Kuchen und Törtchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zweitens tritt jener Geist auf, der versucht, die Menschheit zu fesseln und ihr jene Güter zu geben, die sie verloren hat, als sie sich im geistigen Zustand befand – jedoch natürlich in materieller Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind Luzifer und Ahriman zwei einander entgegengesetzte Geister, die in verschiedene Richtungen wirken. Doch die Beteiligung jedes Einzelnen ist für die Evolution der Menschheit unbedingt notwendig, und in den verschiedensten Stadien erfüllt jeder von ihnen seine besondere Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, da die Menschheit in die entscheidende Phase der Entstehung der zehnten Hierarchie und der Erlangung der Freiheit eintritt, besteht die Aufgabe Luzifers und Ahrimans darin, als Versucher und als hemmende Kräfte aufzutreten, gegenüber denen der Mensch die Versuchung bestehen muss. Denn Freiheit kann ein unversuchter Mensch nicht erreichen. Im Grunde genommen existiert er noch gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein unentwickelter Mensch kann keine Freiheit erreichen – ein Mensch, der keine Hindernisse überwunden hat, der seine inneren Kräfte nicht entfaltet hat, die sich noch im Keimzustand befinden und nicht zu Kräften eines bereits entwickelten Wesens geworden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Erste, was man im Verhältnis zu Luzifer und Ahriman verstehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass es, obwohl es um ihre Überwindung geht, dennoch nicht um einen kraftvollen Widerstand geht. Ein kraftvoller Widerstand endet für den Menschen immer kläglich, denn es handelt sich um hierarchische Wesen. Sie sind dem Menschen so überlegen, wie ein erwachsener Mensch einem Säugling überlegen ist. Der Mensch ist ihnen gegenüber ebenso schutzlos wie ein Säugling gegenüber einem erbitterten Erwachsenen. So schutzlos wie die Kinder vor König Herodes, der befahl, sie zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb geht es hier nicht um einen kraftvollen Widerstand. Es geht um einen äußerst feinen, technisch geführten Konflikt zwischen ihnen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geführter Konflikt ist einer der höchsten Bereiche des Managements. Hier öffnen sich seine geistigen Grundlagen. Denn Ahriman und Luzifer stehen selbst in Gegenphase: der eine führt zur Materialisierung, der andere zur Dematerialisierung. Wenn sie sich aber „zusammenfinden“, kommt für die Menschheit das Ende, denn dann werden sie zu Toren für das endgültige, unheilbare Böse, das das menschliche Ich auffrisst – durch das Azurisch-Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher besteht die Frage darin, wie man durch den geführten Konflikt zwischen ihnen aus der Mitte heraus wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das Bild des Repräsentanten der Menschheit von großer Bedeutung. Rudolf Steiner betont, dass der Repräsentant der Menschheit Luzifer und Ahriman nicht durch Kraft besiegt – weder durch seine eigene Kraft noch durch die Kraft seiner göttlichen Größe. Er besiegt sie durch seine Stellung – die Stellung der Mitte. Die genau und meisterhaft eingenommene Stellung der Mitte lähmt und löscht Luzifer und Ahriman gegenseitig aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um eine hohe Meisterschaft des Repräsentanten der Menschheit, um seine Technik. Das ist im Grunde die grundlegende moralische Technik, die der Repräsentant der Menschheit jedem Menschen vermitteln möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Rahmen dieses Themas könnte man sagen, dass es sich nicht nur um ein hohes Ideal dessen handelt, was der Repräsentant der Menschheit im Kosmos vollbringt. Es ist dasjenige, was jedem Menschen übermittelt werden soll. Daher muss es bewusst und sinnvoll erfasst werden. Und diese hohe Technik als Ideal, als höchstes göttliches Ideal, muss vom Menschen bereits als Methode, als moralische Methode begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird die moralische Technik, sobald sie begriffen ist, zur moralischen Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen beginnt, diese Methode zu kultivieren, die zunächst für die Menschheit als Kult auftritt, und wenn eine ausreichende Anzahl von Präzedenzfällen ihrer Anwendung entsteht, dann wird auf der Erde ein moralischer Raum entstehen, in dem dieser Kult normal wird. Er hört auf, etwas Außergewöhnliches, Außerordentliches zu sein, und wird zu einem normalen sozialen Phänomen, das sich selbst weiter hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden immer mehr Menschen diesen Kult ergreifen können, und, wie in der Geisteswissenschaft gesagt wird, im Laufe der nächsten 2500 Jahre werden immer mehr Menschen das Christus‑Ereignis im Ätherischen erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wird dies nicht mehr nur ein einzelner kultivierter Kult sein, sondern eine allgemeine menschliche Kultur. Das, was anfangs die Technik des Repräsentanten der Menschheit und die Methode für einzelne seiner Schüler war, wird zu einer Technologie, das heißt zu einer sich selbst reproduzierenden Methode, die ihren raschen Weg von Mensch zu Mensch antreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird die grundlegende moralische Technologie sein — die Weise, wie jeder Mensch in seinem persönlichen Leben und in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld Luzifer und Ahriman ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die unmittelbare Bestimmung jedes Menschen — keine sozialen Revolutionen zu veranstalten, keine Protestaktionen, keinen äußeren Kampf zu führen, sondern mittels einer solchen, man könnte sagen, sozialen Kunst (in ihr liegt ihr wahrer Sinn) — niemals zwischen Hammer und Amboss zu geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: immer, in allen Situationen, in allen Nöten und Unglücken, in die der Mensch gerät, gibt es zwei Seiten. Das ist nicht immer offensichtlich, bei weitem nicht immer. Doch dennoch kann man bei einem tieferen Blick immer zwei gegeneinander wirkende Kräfte erkennen. Immer tritt etwas als Hammer auf — dasjenige, was den Menschen unmittelbar angreift, und etwas tritt als Amboss auf. Ein Mensch, der versucht, äußerlich gegen etwas zu kämpfen, gerät unvermeidlich zwischen Hammer und Amboss und erleidet dadurch eine Niederlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unglaublich es auch erscheinen mag, aber in jeder, selbst der schrecklichsten, gefährlichsten Situation gibt es immer eine solche Stellung der Mitte, bei der Hammer und Amboss gegeneinander schlagen, und der Mensch rechtzeitig seine Finger — oder seinen Kopf — von dort wegzieht. Und dann geschieht nahezu ohne jeden Kampf, ohne irgendwelche Verluste eine Ausgleichung und Auflösung der Problemsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin besteht die Aufgabe des Menschen in unserer industriellen Zeit — nicht einfach irgendwie aus immer komplizierteren Situationen herauszukommen. Denn wenn der Mensch sich nur herauswinden will, wird er sich aus einigen Situationen befreien, in anderen aber immer tiefer verstricken. Wenn er beginnt, dem Drachen die Köpfe abzuschlagen, werden noch mehr nachwachsen. Daher darf man auf keinen Fall dem Bösen mit Gewalt widerstehen, darf man einem Bösen nicht mit einem anderen Bösen entgegentreten. Das wäre der größte Fehler, denn Luzifer und Ahriman warten nur darauf — dass der Mensch die Seite eines von ihnen ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade deshalb ist der gesamte politische Kampf, der sich auf staatlich‑rechtlicher Ebene entfaltet, wo völlig künstlich eine Vielzahl politischer Parteien geschaffen wird, ein Aufruf an den Menschen, aktiv zu wählen, wobei vor allem die Illusion der Freiheit erzeugt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint uns, dass wir in einem freien Land leben. Einst existierte eine einzige kommunistische Partei. Der Mensch hatte keine Wahl. Er konnte natürlich der Partei nicht beitreten, man konnte ihn auch nicht aufnehmen, aber offen gegen sie auftreten konnte und durfte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist eine solche Illusion der Freiheit geschaffen, bei der man eine Partei lieben und eine andere hassen kann — und das gilt als normal. Einst konnte man ins Gefängnis kommen, weil man den Kommunismus hasste, und jetzt ist das völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch genau darauf warten Luzifer und Ahriman: dass der Mensch etwas aus der äußeren Welt annimmt und gegen etwas anderes auftritt, ohne zu verstehen, dass dies zwei Hände eines einzigen Puppenspielers sind. Zwei Tentakel einer Hydra. Zwei Köpfe eines Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher kann man nur aus der Stellung der Mitte und durch die Kraft dieser Stellung der Mitte immer tiefer und tiefer erfassen, was die Stellung der Mitte ist, und erfassen, dass die Stellung selbst die größte Kraft im Universum ist, und nicht irgendeine Macht, denn Gott hat auf Macht verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann es in Form einer Parabel ausdrücken: Der Herrgott verzichtete auf zwei seiner grundlegenden Eigenschaften: auf Allmacht und Allwissenheit. Die Allmacht schenkte Er Ahriman, und das Allwissen — Luzifer, damit tatsächlich Ahriman allmächtig und Luzifer allwissend werde. Es fragt sich: Wie kann die nichtige Menschheit einem Allmächtigen und einem Allwissenden entgegentreten? Wie? Sie würden ihn doch einfach zu Staub zermahlen, wenn er zwischen Hammer und Amboss geriete!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so: Der Herrgott bewahrte für sich jene heilige goldene Mitte, in der die zwei Widersacher, die die ehemaligen göttlichen Vorzüge besitzen, absolute Vorzüge, dennoch an diesem Punkt einander annullieren, vollständig gegenseitig vernichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offenbar ist dies die Grundlage aller moralischen Technologien überhaupt, denn ihrem Ursprung und ihrem Sinn nach ist die moralische Technologie, die genetisch aus der moralischen Technik hervorgeht, die Möglichkeit eines solchen Weltschaffens in der empfangenen moralischen Phantasie, bei dem die ursprüngliche göttliche Schöpfung der Welt nicht zerstört wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann man die Welt zum Besseren wenden — im Sinne der höheren Ziele der Götter — und dabei ihren göttlichen Plan nicht zerstören? Genau darin besteht die moralische Technik. Und die moralische Technik wird, indem sie zur Errungenschaft einer bedeutenden Anzahl von Menschen wird und sich selbst weiter hervorbringt, zur moralischen Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ganzen liegt das Verständnis der goldenen göttlichen Mitte zugrunde, in der die Widersacher, das heißt die gegeneinander wirkenden und zerstörerischen Kräfte, sich gegenseitig aufheben. Nicht der Kampf gegen sie, sondern die feinste, filigrane Bewegung der Seele führt dazu, dass jene Kräfte sich gegenseitig aufheben, mit denen der Mensch sonst kämpfen müsste und in einem unrechtmäßigen Kampf ruhmlos zugrunde ginge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man ausführlicher sagen, dass Luzifer und Ahriman an sich rechtmäßig vom &#039;&#039;höheren Weltenlenken&#039;&#039; zugelassen sind. Daher müssen wir — ausgehend von der grundlegenden &#039;&#039;Michaelischen Stimmung&#039;&#039; — uns richtig zu ihnen verhalten: ohne Scheu, ohne Angst und Entsetzen; nicht aufgeben, aber auch nicht frontal gegen sie anstürmen, sondern moralisch‑technisch handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Methode der „Goldenen Mitte“ ==&lt;br /&gt;
Kehren wir nun zu der Frage zurück, wie diese grundlegende moralische Technologie konkret verwirklicht werden kann. Wie kann man sie in den schwierigsten, ja manchmal ausweglosen Situationen anwenden? Wie kann man dem direkten Bösen, das auf uns zukommt, nicht widerstehen und dennoch nicht ruhmlos im Kampf gegen es fallen? Wie kann man technisch jene Stellung des Repräsentanten der Menschheit einnehmen, in der das Böse sich selbst aufhebt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau dies ist in &#039;&#039;der Plastischen Gruppe&#039;&#039; dargestellt, wo Ahriman von goldenen Fäden durchdrungen wird, die aus der Erde aufsteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dort sitzt der Zar Kaschtschei und hütet sein Gold…“ A. S. Puschkin besaß eine geniale poetische Intuition. Er war der verkörperte Genius der russischen Sprache. Er war nicht nur ein genialer Dichter. Wie die Geisteswissenschaft zeigt, war er die Inkarnation eines hierarchischen Wesens. Und ihm offenbarte sich in diesem erstaunlichen Bild genau das, was Rudolf Steiner in der „Plastischen Gruppe“ zeigte: wie Ahriman durch goldene Fäden an die Erde gefesselt wird und wie Luzifer nicht durch die Kraft des Repräsentanten der Menschheit umgestürzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Repräsentant der Menschheit stößt ihn nicht — wie wenn jemand einen Stock nähme und einen bunten Papagei oder Pfau frech vom Zaun schlüge. Nein. Luzifer bringt sich selbst zu Fall und stürzt sich selbst aus seiner schwindelerregenden Höhe. Und tatsächlich geschieht eine Ausgleichung zwischen ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Repräsentanten der Menschheit wirft Ahriman Luzifer herab, und Luzifer fesselt Ahriman, sodass beide sich gegenseitig aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wie lässt sich das praktisch tun? ====&lt;br /&gt;
Bis zur Technologie ist es hier natürlich noch weit. Zunächst geht es darum, dass eine Methode entsteht. Wenn wir große Erfahrung zusammenfassen, können wir diese Methode herausarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens: Der Mensch muss in die Reflexion treten. Denn wenn etwas Schreckliches geschieht, steigt natürlich ein Kloß der Verzweiflung in den Hals, die Augen füllen sich mit Tränen, die Seele sinkt in die Fersen, die Beine werden schwer. Und in einem solchen Zustand verfällt der Mensch entweder in Erstarrung oder macht hektische, aber verhängnisvolle Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: weder die ahrimanische Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange noch die luziferische Hast dürfen den Menschen ergreifen. Der Mensch muss aus dem Ort heraustreten, auf den der Schlag der Situation gerichtet ist. Das heißt: zunächst geht es nicht darum, dass wir nach außen schauen und dort die Widersacher finden. Anfangs erscheinen die Widersacher im Inneren. In jedem Fall leben die Widersacher in der Seele des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also von luziferischer Hast und ahrimanischer Erstarrung des Kaninchens vor der Schlange sprechen, geht es nicht um irgendwelche äußeren Gestalten, nicht um Feinde, nicht um tödliche oder reizende Faktoren der äußeren Situation. Es geht um grundlegende seelische Kräfte, um grundlegende Verhaltensstereotype, um das Verhalten der Menschen in Momenten großer Gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vor allem darf man weder dem einen noch dem anderen verfallen, sondern muss in eine reflexive Haltung treten: sich selbst von außen sehen, sich selbst von oben sehen, aus dem Schlag herausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in einem tiefsinnigen Kindertrickfilm „Die Plastilin‑Krähe“ heißt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Steht nicht und springt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;singt nicht und tanzt nicht,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dort, wo gebaut wird&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;oder eine Last hängt…“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;„Steh nicht unter dem Lastarm“ — steht auf der Baustelle. Unter dem Lastarm zu stehen bedeutet, innerhalb der Situation zu bleiben und zu versuchen, darin etwas zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist die Steuerung jedes Systems — ja überhaupt jede Steuerung — aus der Sicht der Systemtheorie nur außerhalb des Systems möglich. Um ein System zu steuern, muss man aus dem System heraustreten, auf die Meta‑Ebene gelangen, auf die Ebene der Metasysteme. Praktisch bedeutet dies, in die Reflexion zu treten: sich selbst von außen zu sehen, die eigenen inneren Impulse zu erkennen, wenigstens eine anfängliche Beruhigung zu erreichen und dann vollständig die michaelische Stimmung zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man als ersten Punkt betrachten: in die Reflexion treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich bewusst machen: Was auch immer geschieht, was auch immer jetzt droht — mit keiner Panik, keinem Schrecken, keinem Entsetzen wird man die Situation verbessern können. Um die Situation zu verbessern, ist absolute Ruhe notwendig, ein tiefes Verständnis dafür, dass alles Geschehende vom höheren Walten zugelassen ist, dass es sowohl für meine Entwicklung als auch für die Evolution der Menschheit vollkommen notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch aufhört zu denken: „Was ist das für ein Unglück, das mir widerfährt? Warum habe gerade ich so ein Pech?“, wird von diesem Moment an die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten. Man kann nicht sagen, dass damit alles gelöst ist. Natürlich gibt es die Trägheit der Situation. Das bedeutet nicht, dass es sofort viel leichter wird. Aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Wirkung der schicksalhaften Kräfte angehalten wird, dass von diesem Moment an das Unwiederbringliche nicht mehr eintreten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der zweite wichtige Punkt, den wir nach der Reflexion erreichen – die michaelische Stimmung, das Sich‑Anvertrauen der Weisheit des Weltenlenkens. Tatsächlich werden wir von diesem Moment an zu Kriegern, zu Kämpfern der michaelischen Schar, wir werden zu Schülern des Erzengels Michael, der uns lehrt, wie man den geistigen Kampf richtig führt. Von diesem Moment an erhält der Kampf einen rein geistigen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin können wir von dieser Höhe, die durch die Reflexion erreicht wurde, von dieser Ebene der Ruhe, die durch die michaelische Stimmung erreicht wurde, unsere Problemsituation bereits als Ganzes überblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir also die Höhe des Sehens durch die Reflexion und die Ruhe durch die michaelische Stimmung und das Sich‑Anvertrauen an das Weltenlenken erreicht haben, können wir den dritten Schritt tun – von dort, von der Höhe aus, unsere Problemsituation überblicken und nun in neuer Qualität, in neuer Perspektive jene Faktoren der äußeren Situation erkennen (wir bemerken: bisher haben wir nur mit inneren Faktoren gearbeitet), die uns in solche Verwirrung und Verzweiflung gebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann der dritte Punkt sein — die Betrachtung der Faktoren der äußeren Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Punkt tun wir das Wichtigste — wir führen die Identifikation durch. Hier ist es sehr wichtig zu verstehen, dass im Grunde genommen zwei große Kräfte in der Situation wirken. Faktoren kann es natürlich viele geben, aber im Wesentlichen gibt es zwei Kräfte — die luziferische und die ahrimanische. Daher führen wir im vierten Punkt die Identifikation durch: welche feindlichen Faktoren den luziferischen Kräften angehören und welche den ahrimanischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Punkt entsteht immer mehr Ruhe, immer mehr Gegenwart des Geistes, immer mehr Gewissheit, wie es in &#039;&#039;der Ergebenheitsgebet&#039;&#039; heißt, in ihrer guten Wirkung.&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Ergebenheitsgebet,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;R. Steiner, GA 10:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &#039;&#039;“Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag: ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht und Angst ändern. Ich erwarte es mit vollkommener Meeresstille des Gemütes. Durch Furcht und Angst wird unsere Entwickelung gehemmt; wir stoßen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was aus der Zukunft in unsere Seele herein will. Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit nennt in den Ereignissen, die Gewißheit, daß das, was kommt, kommen muß, und daß es in einer gewissen Weise seine guten Wirkungen haben wird, das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Gefühlen, in Ideen, das ist &#039;&#039;&#039;die Stimmung des Ergebenheitsgebetes&#039;&#039;&#039;. Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen, aus reinem Vertrauen zu leben, ohne alle Daseinssicherheit, Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt zu haben. Wahrhaftig, anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll”.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Und dann richten wir im fünften Punkt unseren Blick auf die unheilvollsten Kräfte. Das heißt: in jeder Situation gibt es immer, sozusagen, einen „guten und einen bösen Polizisten“. Aber der gute — er ist überhaupt nicht gut, er ist dennoch ein Polizist. Alles, was sich hinter der Maske des Guten verbirgt — das ist in Wirklichkeit Luzifer, und das, was als Böses erscheint — das ist das Böse höherer Ordnung, das ist Ahriman. Im fünften Punkt richten wir unseren Blick auf die bösen Kräfte und erkennen ihre Natur und ihre Absichten: warum sie rechtmäßig aufgetreten sind, warum sie mit kosmischer Notwendigkeit in dieser konkreten Situation aufgetreten sind. Oder, einfach gesagt: warum es gut ist? Warum ist es gut, dass sie gekommen sind? Und im Gegenteil: es wäre sehr schlecht, viel schlimmer, wenn sie gerade nicht gekommen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft erscheint das völlig undenkbar. Was soll denn hier gut sein? Das ist doch ein einziger Schrecken! Aber dennoch — gerade das ist gut, so seltsam es auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer diese Technik viele Male praktiziert hat, hat diesen Zustand als den unheilvollsten erlebt, weil sofort die Gefahr besteht, sich in ein dressiertes Kaninchen zu verwandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====== &#039;&#039;Einstufung des Teilnehmers:&#039;&#039; ======&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das Schwierigste ist die innere Willensanstrengung. Das heißt: dasjenige, was sich dir als schlecht einprägt. Man muss durch eine Willensanstrengung in die Reflexion treten, was in diesem Augenblick sehr schwer ist, sich beruhigen und dann durch eine Willensanstrengung all diese Schritte durchlaufen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass du diese Situation noch vor der Geburt geplant hast, dass sie für deine Entwicklung notwendig ist und dass in ihr eine gute Wirkung liegt. Aber dieses Gute kann nur dann gut werden, wenn du es erkennst. Wenn du aber glaubst, dass das Geschehende etwas Schlechtes ist, dann wird es auch schlecht, und das Gute, das in ihm enthalten ist, verflüchtigt sich sofort, verdampft wie ein Geist. Es ist ja etwas, das man nicht greifen kann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles hängt vom inneren Zustand der Seele ab, davon, ob du das Geschehende als gut erleben kannst und zulassen kannst, dass es tatsächlich gut ist. Durch eine Willensanstrengung überwindest du die Schwere der Erkenntnis, dass es gut ist, und kannst dann den nächsten Schritt tun — entschlüsseln, wie man es gut macht, wie man diese Situation richtig erlebt, damit das Gute tatsächlich eintritt. Denn die Situation lässt einen noch nicht los. In diesem Moment tritt sie erst heran.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich spreche nur von den inneren Gefühlen und den Schritten, die notwendig sind, um dazu zu gelangen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alles geschieht nicht von selbst, selbst wenn du weißt, dass es gut ist. Das Schwierigste ist — daran zu glauben, denn äußerlich bist du völlig entgegengesetzt gestimmt. Hier erwacht der wahre menschliche Wille. Er befreit sich von Ahriman und Luzifer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das heißt: der Mensch zieht gewissermaßen jenen Willen zu sich zurück, den Ahriman und Luzifer bereits ergriffen haben und mit dem sie den Menschen auf Spannungen halten. Entweder dorthin oder dahin. Entweder fällt man in eine Extreme oder in die andere. Aber diesen Willensimpuls in sich zu sammeln und mit diesem Willensimpuls das Äußere durch den eigenen inneren Zustand zu verwandeln — das ist die Aufgabe.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zu entschlüsseln, warum es gut ist, dass diese Situation gekommen ist — das ist der nächste, noch schwierigere Schritt.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Natürlich ist dies die schwierigste Frage: Was soll denn hier gut sein? Was kann gut sein, wenn etwas Schreckliches mit dir geschieht? Doch gerade durch die Antwort auf diese Frage verwandeln wir das Schreckliche tatsächlich in das Gute und halten dadurch das Schreckliche an. Wenn wir diese Frage jedoch nicht beantworten, dann wird tatsächlich etwas Schreckliches geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bemerken, dass dies keine Selbstsuggestion ist, keine psychologischen Tricks, bei denen der Mensch einfach den Kopf in den Sand steckt, um das Schlechte nicht zu sehen, und sich einredet, dass alles gut sei oder Ähnliches. Es ist ein reales Erkennen des Wesens des Bösen und jener göttlichen Grundlage, die in der Welt wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünften Punkt erkennen wir, warum das Böse, das durch das unmittelbare Wirken der bösen Kräfte kommt, in dieser Situation vollkommen notwendig ist. Nicht einfach für die gesamte Weltenentwicklung, allgemein gesprochen, sondern gerade in dieser konkreten Situation. Denn das Böse ist genau in diese konkrete Situation eingetreten. Es ist ja nicht der ganze Ahriman eingetreten, sondern nur ein Impuls von Ahriman, und nicht in die ganze Welt, sondern genau in diese Situation. Warum ist es gerade hier gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wenden wir unseren Blick in die entgegengesetzte Richtung (sechster Punkt): auf welches Übel dieser Schlag gerichtet war. Nicht die Finger zwischen Hammer und Amboss stecken, sondern verstehen, was genau dort geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ebenso: welche Mängel in uns durch diesen Schlag ausgerottet werden müssen, die im Grunde genommen diesen Schlag provoziert haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sagen, dass eine Wunde die Entstehung einer Infektion provoziert, obwohl in der Wunde selbst (dem Schnitt) die Infektion noch nicht vorhanden ist. Das heißt: einerseits gibt es die äußere Infektion, andererseits gibt es den Schnitt, der geheilt und geöffnet werden muss. Der Schnitt ist die Wunde selbst, und die Infektion ist dasjenige, was in die Wunde eindringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn klar wird, was im fünften und sechsten Punkt getan wurde, dann werden im siebten Punkt die entscheidenden Handlungen vollzogen und es kommt zu ihrer gegenseitigen Aufhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des fünften und sechsten Punktes kann man tatsächlich die goldene Mitte einnehmen und aus dieser Stellung der Mitte heraus gleichzeitig das eine und das andere im gegenseitig aufhebenden Wirken erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, da wir die sieben Punkte aufgeschrieben haben, kann man sagen, dass diese moralische Technik der „Goldenen Mitte“ zur Methode wird. Und wenn diese Methode kultiviert wird und viele Präzedenzfälle schafft, dann wird die Zeit kommen, in der sie zur moralischen Technologie wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Didaktisches Material&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Steiner, GA 157, «Menschenschicksale und Völkerschicksale», 12. Vortrag, 10 Juni, 1915:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 «Über dieser plastischen Gestalt wird das ganze Motiv malerisch dargestellt sein; man wird beides nebeneinander sehen können und einsehen, wie nach der Verschiedenheit der Künste die Malerei nicht in derselben Weise das geben kann, sondern alles, alles anders sein muß in der Ausgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dasjenige, was ich hervorheben will, ist das Folgende: Etwas ganz Wesentliches wird sein, daß wir bildhauerisch herausbekommen die Handbewegung der Hauptgestalt, diese Hinaufbewegung der linken Hand nach oben und die andere Handbewegung nach unten. Denn das, was jeder beim ersten Blick als selbstverständlich empfinden könnte, daß die Hauptfigur mit der Linken nach Luzifer hinauflangt und durch seine Ausstrahlung dem Luzifer die Flügel bricht und mit der Rechten dem Ahriman die Goldadern umwindet, das muß vermieden werden, und zwar gerade aus dem Grunde, weil wir, besonders in unserer Zeit, durch die Geisteswissenschaft erst daran sind, den Christus wirklich zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Der Christus ist weder ein Hassender noch ein ungerecht Liebender. Er streckt nicht die Hand aus, um dem Luzifer die Flügel zu brechen, sondern der Christus ist derjenige, der die Hand ausstreckt, weil er es muß aus seiner inneren Wesenheit heraus. Er zerbricht nicht dem Luzifer die Flügel, aber Luzifer oben verträgt nicht das, was von dieser Hand ausstrahlt und bricht sich selbst die Flügel. Es muß daher in der Gestalt des Luzifer ausgedrückt werden, daß ihm nicht von dem Christus die Flügel gebrochen werden, sondern daß er sich selbst die Flügel bricht. Es ist im Leben eine häufige Erscheinung, daß Menschen, die in der Umgebung von guten Menschen leben, es nicht aushalten können, weil sie sich durch das, was von guten Menschen ausgeht, unbehaglich berührt fühlen. Luzifer fühlt in seinem Innern etwas, was macht, daß er sich selber die Flügel bricht. Selbsterkenntnis in Luzifer, Selbsterlebnis ist dies. Ebenso in Ahriman. Christus tut den beiden nichts, so daß weder die linke noch die rechte Hand so ausgestreckt ist, als wenn er dem Luzifer oder Ahriman etwas täte. Er tut ihnen nichts, sondern sie tun sich selbst, was mit ihnen geschieht.»&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tatiana</name></author>
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